Symbolbild mit einem gebrochenen und wieder zusammengenährten Herzen zum ThemaBroken-Heart-Syndrom

Broken Heart Syndrom – wann macht ein gebrochenes Herz tatsächlich krank?

Das plötzliche Ende einer Beziehung, der Verlust eines geliebten Menschen oder andere tragische Ereignisse können für den Menschen eine große emotionale Belastung darstellen. Aber auch der Körper leidet unter den Stresssymptomen, welche durch solche Geschehnisse hervorgerufen werden können. Der psychische Stress kann zum sogenannten Tako-Tsubo-Syndrom oder auch Broken-Heart-Syndrom führen. Zu Deutsch: gebrochenes Herz Syndrom. Klingt anfangs vielleicht etwas scherzhaft, sollte aber durchaus ernst genommen werden. Denn unsere Emotionen haben einen großen Einfluss auf unser körperliches Befinden. Aber um was handelt es sich bei dieser Krankheit? Und was sind die Symptome sowie die Folgen eines Broken-Heart-Syndroms?

Inhalt

Gefühle beeinflussen das Herz täglich – wann wird von einer Tako Tsubo Kardiomyopathie gesprochen?

Die Tako-Tsubo-Kardiomyopathie oder auch Stress-Kardiomyopathie kann bei Patienten die Symptome eines Herzinfarkts hervorrufen. Doch was ist der Auslöser? Die Antwort ist oftmals simpel: hoher psychischer Stress. Tragische Ereignisse, wie die Trennung vom Partner oder der Verlust eines geliebten Menschen können ein solch akutes Herzleiden herbeiführen. Aber auch freudige Ereignisse wie beispielsweise der Gewinn einer hohen Geldsumme können das Broken-Heart-Syndrom zur Folge haben.

Der positive oder negative Stress schüttet zwangsläufig Adrenalin im Körper aus. Die übermäßige Ausschüttung des Stresshormons kann das Herz überfordern. Im Falle des Tako-Tsubo-Syndroms ist die Konzentration der Hormone doppelt bis vierfach so hoch wie bei einem Herzinfarktpatienten. Dadurch wirkt der Herzmuskel wie gelähmt, ist in seiner Pumpleistung stark eingeschränkt und krampft. Außerdem bläht sich das Herz an der Spitze wie ein Ballon auf. Die dadurch entstandene Form des Herzens erinnerte japanische Ärzte an Tako Tsubo, eine Tintenfischfalle aus Ton, welche schließlich als Namensgeber der Stress-Kardiomyopathie diente.

Wird die demographische Verteilung betrachtet, zeigt sich eines deutlich: Dem NDR zu Folge sind Frauen häufiger betroffen als Männer, insbesondere Frauen in den Wechseljahren. Ein möglicher Grund dafür ist der geringere Östrogen-Anteil im Blut. Denn dieses Hormon nimmt eine herzschützende Funktion ein.

Wenn der Herzinfarkt dann doch etwas Anderes ist – was passiert bei einem Broken-Heart-Syndrom?

Die Symptome von Herzinfarkt und der Stress-Kardiomyopathie ähneln sich sehr.
Klassische Symptome des Broken-Heart Syndroms und auch des Herzinfarktes sind:

  • Engegefühl im Brustkorb
  • Schmerzen in der Brust
  • Ausbreitender Schmerz im linken Arm bis hin zum Unterkiefer
  • (Massive) Atemnot
  • Herzrasen
  • Schweißausbrüche

Vor allem bei Frauen treten Übelkeit und Bauchschmerzen als weitere Symptome auf. Aber auch die Laborwerte sowie EKG-Auswertungen können im ersten Moment einen Infarkt vermuten lassen. Selbst, wenn eigentlich das Broken-Heart-Syndrom dahintersteckt. Entsprechend häufig kommt es zu Fehldiagnosen.

Der Unterschied zwischen Herzinfarkt und Broken-Heart-Syndrom steckt im Detail. Denn bei einem Herzinfarkt handelt es sich um eine Verengung der Herzkranzgefäße. Bei einem Broken-Heart-Syndrom kommt es zu einer Lähmung des Herzmuskels. Um welche Erkrankung es sich handelt, kann mithilfe einer Herzkatheteruntersuchung festgestellt werden. Unabhängig von der Art der Erkrankung gilt jedoch: Bei akuten Beschwerden sollte direkt der Notruf alarmiert werden. Bei regelmäßigem Auftreten der Symptome sollte eine Untersuchung durch den Kardiologen erfolgen.

Auch ein Nicht-Herzinfarkt muss unbedingt behandelt werden

Das Broken-Heart Syndrom lässt sich in der Regel gut behandeln. In vielen Fällen bilden sich die Symptome bereits in den ersten Stunden wieder zurück. Dauerhafte Schäden am Herzen sind ebenfalls selten und der Patient kann das Krankenhaus im Normalfall nach wenigen Tagen wieder verlassen.

Doch insbesondere bei einem akuten Auftreten ist die Tako-Tsubo-Kardiomyopathie sehr gefährlich. Durch die stark eingeschränkte Pumpleistung droht ein Herzstillstand. In dieser Phase stirbt jeder 20. Patient und jeder zehnte erleidet einen kardiogenen Schock in den darauffolgenden 48 Stunden. Die ausgeprägte Pumpschwäche kann außerdem eine Ödembildung in Beinen oder Lunge zur Folge haben, da sie einen Rückstau in den venösen Gefäßen verursachen kann. Diese Gefahren machen letztlich eine Behandlung auf der Intensivstation in den Folgetagen unabdingbar. Hier kann gegebenenfalls auch auf mögliche Herzrhythmusstörungen oder Risse im Herzmuskel regiert werden. In den meisten Fällen kommen zudem Beta-Blocker zum Einsatz, die die Wirkung der Stresshormone dämmen und somit die Herzbelastung reduzieren.

Außerdem besteht der Verdacht, dass das Tako-Tsubo-Syndrom in Zusammenhang mit Krebs steht. Einer Studie zufolge war beinahe jeder sechste Teilnehmer mit Broken-Heart Syndrom auch an Krebs erkrankt. Das berichtet das Online-Portal kardiologie.org. Von knapp 1600 Teilnehmern hatten rund 267 Krebs. Besonders häufig traten Formen von Brustkrebs sowie Tumore im Magen-Darm-Trakt oder der Lunge auf. Somit empfiehlt sich für Broken-Heart-Patienten regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen zu besuchen.

Wie kann ich zu großen Stress im Alltag verhindern? 3 Tipps für eine erfolgreiche Stressbewältigung

Um einem Broken-Heart Syndrom vorzubeugen, ist eine erfolgreiche Stressbewältigung essenziell. Aber wie lässt sich im Alltag Stress abbauen?

  1. Sport treiben
    Regelmäßige sportliche Betätigung schützt das Herz vor Stressattacken und ist immer eine gute Ablenkung vom Alltag. Sport sowie Stressabbau im Allgemeinen führen außerdem zu einer verbesserten Konzentration bei der Arbeit und einer höheren Gelassenheit.
  1. Effektive Pausenplanung
    Wenn ein Berg von Arbeit auf Sie wartet, versuchen Sie nicht es in einem Mal durchzuarbeiten, sondern legen Sie zwischendurch immer mal wieder Pausen ein. Unterbrechungen bei der Arbeit sollten effektiv genutzt werden, um Energie zu tanken und die Konzentration wieder hochzufahren. Ob nun beim Spazierengehen oder beim Durchlüften des Büros, es gibt verschiedene Möglichkeiten kurze Pausen sinnvoll zu gestalten.
  1. Gelungenes Zeitmanagement
    Gute Zeitplanung, weniger Stress. Unter Einbezug von Pausen und Freizeit, sollten Sie ein gewisses Gespür dafür entwickeln, welche Aufgaben Sie wie viel Zeit kosten. Somit vermeiden Sie das Aufschieben von Dingen oder die Vernachlässigung von Familie und Freunden.

Titelbild: © Natalija Grigel / iStock.com

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