Ingwer Tee und Knolle

Ingwer – die gelbe Wunderknolle

Alfons Schuhbeck hat ihn auf den Tellern der Deutschen salonfähig gemacht: Den Ingwer. Zumindest hat der bayerische Star-Koch es geschafft, dass die gelbe Knolle unweigerlich mit ihm in Verbindung gebracht wird. Ingwer ist laut Schuhbeck „das Allroundmittel schlechthin“. Nicht nur geschmacklich, sondern auch gesundheitlich schwört er auf die Wunderknolle. Flüssig, gepresst oder als Tee – der beschäftigte Star-Koch und Unternehmer nimmt jeden Tag etwas Ingwer zu sich. Und es bewährt sich: In 48 Jahren Vollzeit-Kochkarriere war er laut Interview mit der Mittelbayerischen noch keinen Tag krank. Doch woher kommt die zauberhafte Wirkung des Gewürzes und wie kann es bestmöglich im Alltag eingesetzt werden?

Der Ingwer – eine Knolle mit langer Vorgeschichte

In alten chinesischen Schriften sprach man bereits vor ein paar Jahrtausenden von Ingwer.  Etwa 2000 v. Chr. soll er sich von dort über den Seeweg nach Südasien verbreitet haben. Bereits Konfuzius soll angeblich zu jeder Mahlzeit etwas Ingwer eingenommen haben. Im alten Indien wurde er als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Alexander der Große soll den Ingwer nach Griechenland und Europa gebracht haben, nachdem er auf seinen Feldzügen in Ägypten und Asien damit in Berührung kam. Die Heilkräfte der gelben Knolle machten sich schon die Römer, Hildegard von Bingen und der berühmte Alchimist Paracelsus zu Nutze. Die Spanier brachten den Ingwer später nach Jamaika, wo heute eine der beliebtesten Ingwersorten wächst. 

Die goldene Knolle und ihre heilende Wirkung

Die Ingwerwurzel hilft nicht nur bei Erkrankungen, sondern auch diesen vorzubeugen. Im Essen, im Getränk oder als Kapsel stärkt die Knolle das Immunsystem. Die entzündungshemmende Wirkung hilft nicht nur bei einer Erkältung, sondern kommt auch Arthritis-Patienten mit Gelenkbeschwerden zu Gute. Außerdem regt der Verzehr die Verdauung an. Der Ingwer bekämpft Viren und Bakterien im Darmtrakt und bringt so die Darmflora wieder ins Gleichgewicht. Bei Atemwegserkrankungen empfehlen asiatische Ärzte die Wurzel zu inhalieren. Zudem regt der Ingwer die Durchblutung an und kann daher Kopf- und Menstruationsschmerzen lindern. Seefahrer haben ihn einst gekaut, um sich vor Seekrankheit zu schützen. Die Liste der Heilkräfte des Ingwers ist also sehr lang und es kommen laufend neue Erkenntnisse hinzu. 

Das Gingerol wirkt wie natürliches Aspirin

Der Hauptbestandteil von Ingwer ist Gingerol, das eine antioxidative Wirkung hat. Zudem steckt die Wurzel voller Vitamin C und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Magnesium, Folsäure und Phosphat. Besonders der hohe Anteil von Kalium (415 Milligramm pro 100 Gramm) hilft den Blutdruck auf Standardlevel zu halten, reguliert den Säure-Basen-Haushalt und hilft bei der Kohlenhydratverwertung und Eiweißsynthese.

Die Menge macht das Gift – auch beim Ingwer

Auch, wenn der Ingwer in Küche und Medizin gerne als antibakterielles und verdauungsförderndes Allheilmittel eingesetzt wird, gibt es einige Nebenwirkungen zu beachten. Die ätherischen Öle der Wurzel können die Magenschleimhaut reizen und Magenschmerzen, Durchfall und Blähungen hervorrufen. Ingwer kann außerdem die Blutgerinnung hemmen. Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten Sie mit einem Arzt abklären, ob und wieviel Ingwer Sie zu sich nehmen dürfen. Während der Schwangerschaft ist die gelbe Wurzel ebenfalls mit Vorsicht zu genießen: Zu viel Ingwer kann zu Kopfschmerzen, Sodbrennen oder frühzeitigen Wehen führen. Wenn Sie scharfes Essen nicht gut vertragen, sollten Sie beim Ingwer aufpassen. Genauso wie Chili kann er die Mundschleimhaut reizen und starkes Schwitzen verursachen. Auch bei Gallensteinen ist Vorsicht geboten, da Ingwer galletreibend wirkt. Hoher Konsum kann Gallenschmerzen verursachen. In so einem Fall macht es Sinn, sich mit einem Arzt abzusprechen. Wie bei allen Lebensmitteln und Medikamenten gilt: Die Menge macht das Gift.

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Was zaubere ich am besten aus dem Küchengold?

Das Geschmacksprofil ist je nach Zubereitung und Verarbeitung scharf, fruchtig, würzig oder süß. Dementsprechend großen kreativen Spielraum haben Sie beim Kochen mit Ingwer. Sie können die Knolle zum Beispiel zum Würzen von Suppen einsetzen, im indischen oder asiatischen Curry oder als Abrundung von heißer Schokolade. Viele tolle Rezepte gibt es im Internet zu finden. Besonders beliebt ist heißer Ingwertee mit Zitrone und Honig. Er wärmt von innen und kann besonders im Winter einer Erkältung zuvorkommen. Wer nicht auf der Wurzel herumkauen möchte, wie die Seemänner das einst taten, kann den Ingwer auch in einem leckeren Smoothie verarbeiten.

Ingwer ist aber auch anderen Gewürzen sehr zuträglich. Ein Geheimtipp: Wer Knoblauch und Ingwer zu gleichen Teilen zusammengibt, erhält eine Knoblauchverträglichkeit von 90 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Man riecht nicht nach Knoblauch und die antioxidative Wirkung beider Gewürze geht laut Star-Koch Schuhbeck um 50 Prozent nach oben.

Wie lagere ich die Ingwer-Knollen richtig?

Ungeschält können Sie die Knollen zwei bis drei Wochen im Kühlschrank lagern. Am besten wickeln Sie den Ingwer in Küchenpapier ein und legen ihn ins Gemüsefach. Ist die Knolle bereits angeschnitten, sollten Sie die offene Stelle erst antrocknen lassen, bevor Sie sie wieder in den Kühlschrank legen. Gehackter und geriebener Ingwer kann übrigens auch eingefroren werden. Auf diese Weise bleibt er zwar sehr lange haltbar, verliert aber an Schärfe und Würze. Am besten verarbeiten sie die gelben Knollen kurz vor dem Einsatz.

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Der Verein zur „Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim“ hat den Ingwer zur „Heilpflanze des Jahres 2018“ gekürt. Mit dem Titel möchte der NHV Theophrastus auf die Schätze der Natur und deren sinnvolle gesundheitliche Nutzung aufmerksam machen. Der Verein setzt sich für gesunde Ernährung ein und ernennt jährlich die Heilpflanze des Jahres.

Titelbild: © juefraphoto / iStock.com

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