Arzt misst Blutdruck von Mann

Bluthochdruck – Gefahr von innen

Knapp ein Drittel aller erwachsenen Deutschen leidet an Bluthochdruck. Weltweit sind pro Jahr rund 9,4 Millionen Todesfälle auf diese Erkrankung zurückzuführen. Damit gilt Bluthochdruck als wichtigster veränderbarer Risikofaktor für Mortalität. Doch was ist Bluthochdruck? Wie erkennt man die Erkrankung? Alle Informationen dazu finden Sie im Beitrag.

Inhalt:

Was ist Bluthochdruck?

Von einem Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist dann die Rede, wenn die Blutdruckwerte dauerhaft zu hoch sind. Jeder Herzschlag pumpt Blut vom Herzen in die Blutgefäße, wodurch das Blut von innen Druck auf die Gefäßwand ausübt. Dies ist für gewöhnlich ein normaler Vorgang. Von Mensch zu Mensch ist der Blutdruck unterschiedlich und unterliegt gewissen Schwankungen. Aufregung und körperliche Ertüchtigung sorgen für ein Ansteigen des Blutdrucks, wohingegen er im Schlaf oder in Ruhephasen niedriger sein kann als normal. Sind Sie gesund, so wird sich Ihr Blutdruck immer wieder im Normalbereich einpendeln. Eine ärztliche Behandlung ist erst dann notwendig, wenn der Blutdruck dauerhaft erhöht ist.

Blutdruckwerte

Abhängig von der Bewegung des Herzens wird zwischen zwei Blutdruckwerten unterschieden. Systolischer Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht. Blut aus dem Herzen gelangt in die Hauptschlagader. Die dabei entstehende Druckwelle setzt sich über die Gefäßwände der Arterien fort und ist als Puls messbar. Diastolischer Blutdruck wiederum entsteht, wenn der Herzmuskel sich ausdehnt, also wieder mit Blut füllt. Hier ist der Druck geringer als beim systolischen Blutdruck.

Mediziner messen den Blutdruck in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Bei einem Messwert von etwa 126/79 mmHg liegen ein systolischer Blutdruck von 126 und ein diastolischer Blutdruck von 79 mmHg vor. Der Wert 120/80 mmHg gilt als optimaler Wert. Von einem leichten Bluthochdruck ist die Rede, wenn die Werte bei bis zu 160/100 mmHg liegen. Werte bis zu 180/110 mmHg würden einen mittelschweren Bluthochdruck bedeuten und alles Darüberliegende einen schweren Bluthochdruck. 

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Ursachen von Bluthochdruck

Dem Robert-Koch-Institut zufolge gibt es viele verschiedene Ursachen für Bluthochdruck. Die wichtigsten von ihnen sind Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress und erhöhter Alkoholkonsum. Bei Kindern ist der Blutdruck generell niedriger als bei Erwachsenen – je älter wir werden, umso höher ist tendenziell der Blutdruck. Allerdings gilt es hier zwischen zwei Arten von Bluthochdruck zu unterscheiden. Beide haben unterschiedliche Auslöser und müssen auf verschiedene Weise behandelt werden.

Primärer Bluthochdruck

Sogenannter primärer Bluthochdruck liegt dann vor, wenn sich keine bestimmte Ursache finden lässt. Experten sprechen dann auch von einem „essentiellen“ Bluthochdruck. Diese Art des Bluthochdrucks liegt in etwa 90 Prozent aller Fälle vor. Medizinische Forschungen konnte bisher noch nicht sicher feststellen, wodurch sie ausgelöst wird, doch die meisten vom RKI genannten Symptome werden als mögliche Auslöser in Betracht gezogen. Ebenso kann eine familiäre Neigung oder ein hoher Salzkonsum zum Bluthochdruck führen. Auch eine niedrige Kaliumzufuhr oder Rauchen gehören zu den Risikofaktoren.

Primäre Hypertonie tritt häufig gemeinsam mit anderen Erkrankungen auf. Dazu gehören Übergewicht, Typ-2-Diabetes und erhöhte Blutfettwerte. Treten diese drei Erkrankungen gemeinsam mit Bluthochdruck auf, ist vom Metabolischen Syndrom die Rede.

Sekundärer Bluthochdruck

Die sekundäre Hypertonie ergibt sich generell aus anderen Krankheiten. Häufig handelt es sich um Nierenerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Gefäßkrankheiten. Verengungen an den Nierenarterien sowie chronische Nierenleiden können daher Auslöser von Bluthochdruck sein. Medikamente wie die Anti-Baby-Pille sind ebenfalls hin und wieder für Bluthochdruck verantwortlich. Störungen des Hormonhaushalts führen dagegen seltener zu Hypertonie. Darunter fallen: 

  • Cushing-Syndrom: Der Körper produziert zu viel Cortisol. Dieses wird unter anderem bei Stress ausgeschüttet.
  • Conn-Syndrom: Dabei handelt es sich um eine Aldosteron-Überproduktion aufgrund von Störungen in der Nebennierenrinde.
  • Akromegalie: Ein (meist gutartiger) Tumor in der Hirnanhangsdrüse produziert Wachstumshormone im Übermaß. Dadurch vergrößern sich bestimmte Körperteile.
  • Schilddrüsenüberfunktion

Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck

Für gewöhnlich verläuft die schwangerschaftsbedingte Hypertonie unkompliziert und verschwindet in einem Zeitraum von sechs Wochen nach der Geburt wieder. Es ist jedoch möglich, dass sie andere Schwangerschaftserkrankungen auslöst oder zumindest begünstigt. Darunter fallen Präeklampsie oder das HELLP-Syndrom. Diese Erkrankungen können schnell zu einer Gefahr für Mutter und Kind werden. Darum ist es wichtig, dass der Arzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen auch auf den Blutdruck achtet.

Symptome von Bluthochdruck

Viele Betroffene fühlen keinerlei Symptome. Darum kann es sein, dass der Bluthochdruck über einen langen Zeitraum hinweg unbemerkt bleibt. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schwindelgefühl, Schlafstörungen, Nervosität und Müdigkeit. Weiterhin können Ohrensausen, Nasenbluten und Kurzatmigkeit auftreten. Ebenfalls typisch: Kopfschmerzen, die im Hinterkopf sitzen und vorrangig kurz nach dem Aufwachen auftreten. Ein leicht gerötetes Gesicht kann ebenfalls auf Bluthochdruck hinweisen.

Wenn der Bluthochdruck schon so lange vorliegt, dass er bereits Organe geschädigt hat, senden diese wiederum Warnsignale. Das kann zu Symptomen wie Brustenge und Halsschmerzen führen, sofern es zur Koronaren Herzkrankheit gekommen ist. Eine Herzinsuffizienz kann Wassereinlagerungen (Ödeme) auslösen. Schmerzen in den Beinen und abnehmende Sehschärfe sind weitere Indikatoren für Folgekrankheiten, etwa arterieller Verschlusskrankheit oder Retinopathie.

Risiken und Folgekrankheiten

Unbehandelt kann Bluthochdruck zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Niereninsuffizienz führen. Das Gehirn und die Herzkranzgefäße können bei chronischem Bluthochdruck ebenfalls Schäden nehmen. Das führt zu lebensbedrohlichen Erkrankungen. Die Sehleistung kann sich verschlechtern, das Risiko für Schlaganfälle steigt, hinzu kommen Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen.

Behandlung von Bluthochdruck

Welche Therapie gegen Bluthochdruck hilft, hängt vom Einzelfall ab, also von den körperlichen Eigenheiten des jeweiligen Patienten sowie vom Grad seines Bluthochdrucks. Eine gesündere Lebensweise mit gesunder Ernährung, regelmäßiger körperlicher Bewegung und dem Verzicht auf Alkohol oder Tabak, kann bereits als Therapie genügen, solange die Werte noch im hochnormalen Bereich liegen. Abnehmen und ausreichend Sport treiben sind grundlegend wichtig, um Bluthochdruck entweder vorzubeugen oder zu bekämpfen. Aber auch bei höheren Werten, wenn eine medikamentöse Behandlung notwendig wird, sollten Patienten sich ebenfalls generell gesünder ernähren. Liegt ein sekundärer Bluthochdruck vor, so wird der Arzt die zugrundeliegende Krankheit behandeln. Sobald diese bekämpft ist, sollte auch der dadurch ausgelöste Bluthochdruck verschwinden.

Titelbild: © monkeybusinessimages/ iStock.com

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