Mann hantiert mit einer Heckenschere im Garten und unterschätzt die Unfallgefahr

Unfallgefahren bei der Gartenarbeit

Der Sommer steht vor der Tür. Und das bedeutet, auch die Gartenzeit ist nun voll im Gange. Doch neben den entspannten Grillabenden wartet auch viel Arbeit: Heckenschneiden, Rasenmähen und Unkraut zupfen. Dabei ist die Gartenarbeit nicht immer ungefährlich. Der Umgang mit Axt, Leiter oder Rasenmäher können ernstzunehmende Unfälle verursachen. Worauf Sie bei der Gartenarbeit achten sollten, um die Unfallgefahr zu verringern, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Inhalt:

Heckenschere, Leiter, Motorsäge: Unfallquellen im Garten

Gartenunfälle sind keine Seltenheit. Mehr als 200.000 Unfälle ereignen sich laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin jedes Jahr in deutschen Gärten. Einige davon mit nur leichten, andere mit schwerwiegenden Verletzungen. Ein Unfallschema macht dabei rund die Hälfte aller Gartenunfälle aus: Schnittwunden durch scharfe oder spitze Gegenstände. Der Klassiker geht vor allem auf einen falschen Umgang mit Gartengeräten oder Baumaterial für den Garten zurück. Auf dem zweiten Platz der Unfallstatistik liegen Stürze von Leitern. Diese ereignen sich besonders häufig bei der Baumpflege.

Schwere Verletzungen treten vor allem bei der Verwendung motorbetriebener Geräte wie Rasentrimmer oder –mäher, Kettensägen oder Heckenscheren auf. Hier ist große Vorsicht geboten, da die Verletzungsgefahr besonders hoch ist. Zwar ist der Anteil solcher Unfälle im Vergleich eher gering, die Schwere jedoch meist gravierend. Um dem vorzubeugen, sollten Sie die Gefahrenquellen in Ihrem Garten kennen und Vorsichtmaßnahmen ergreifen. Besonders dann, wenn sich Kinder im Garten befinden.

Spiel, Spaß, Garten: Tipps für einen kinderfreundlichen Garten

Obwohl Kleinkinder im Garten meist großen Spaß haben, können sie sich schnell verletzen. Dabei sind die Gefahrenquellen vielfältig. In den meisten Fällen muten die für Kinder verletzungsgefährdenden Stellen für Erwachsene relativ harmlos an. Deshalb sollten Sie diese unbedingt kennen und Kinder entsprechend fernhalten. Wir haben Ihnen einen Überblick zusammengestellt, der die Gefahrenquellen schildert und Tipps für Sicherheitsmaßnahmen gibt.

  1. Teich und Planschbecken: Obwohl die meisten Teiche und Planschbecken keine großen Wassertiefen aufweisen, können Kinder auch in flachem Wasser ertrinken. Deshalb sollten Sie alle Wasserstellen (Teich, Pool oder Planschbecken) immer sicher abdecken und Kinder nur unter Aufsicht darin planschen lassen. Übrigens: Auch Regentonnen sind eine solche Gefahrenstelle. Deshalb gilt es auch hier ein Metallgitter oder einen Zaun zur Sicherheit aufzustellen.
  2. Sonnenschutz: Besonders an heißen Tagen spielen Kinder gerne draußen. Dann gilt es vor allem für ausreichend Sonnenschutz zu sorgen. Warum ein Sonnenbrand bei Kindern besonders gefährlich ist und was Eltern dabei beachten sollten, erfahren Sie in unserem Beitrag „Sonnenschutz von Kopf bis Fuß – Babys & Kinder richtig schützen“.
  3. Giftpflanzen: Kinder nehmen bekanntlich viele Dinge in den Mund und fördern so ihren Entdeckungsdrang. Manche Bepflanzungen sehen da für die Kleinen besonders schmackhaft aus. Was bei einfachem Gras weniger gefährlich ist, kann bei giftigen Blumen oder Sträuchern schnell zur Lebensbedrohung werden. Erkundigen Sie sich also zuvor bei einer Gärtnerei, welche Pflanzen nicht giftig sind und achten Sie auf ihre Kinder im Garten. Bestenfalls verzichten Sie komplett auf schädliche oder giftige Blumen und Sträucher.
  4. Dünger und Schädlingsbekämpfung: Alle gartenchemischen Produkte wie Dünger, Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel sollten nicht in Reichweite von Kindern aufbewahrt werden, da bei versehentlichem Verzehr Lebensgefahr besteht. Wenden Sie die Chemikalien an, sollten Sie Kinder nicht an die entsprechenden Stellen lassen. Noch besser ist es, auf nicht-chemische Produkte zurückzugreifen. Hierfür gibt es in Gärtnereien gesundheitsschonende und ökologisch unbedenkliche Alternativen.
  5. Spielgeräte kontrollieren und aufräumen: Auch die Schaukel, Rutsche und das Kinderhäuschen im Garten können einmal kaputtgehen. Dann wird aus dem Spaß oft eine schwere Verletzung. Herausstehende Nägel, geringe Stabilität oder Splitter können Kinder verletzen. Prüfen Sie daher die Spielgeräte regelmäßig auf ihre Standfestig- und Funktionstüchtigkeit. Kleine Spielgeräte wie Sandschaufeln, Eimer und Co. bilden – wenn sie herumliegen – gefährliche Stolperfallen. Räumen sie nicht mehr gebrauchtes Spielzeug daher schnell wieder auf.
  6. Elektrogeräte und Steckdosen sichern: Sowohl elektrisch als auch motorbetriebene Geräte sollten nicht in der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden oder im Garten herumliegen. Halten Sie Kinder unbedingt von solchen Gartengeräten fern, da große Verletzungsgefahr besteht. Sichern Sie zudem alle Außensteckdosen mit entsprechenden Kindersicherungen ab.
  7. Zaun und Tor: Bei Kindern ist es sinnvoll, den Garten durch einen Zaun und ein Tor zu sichern. So kommen die Kleinen nicht in Versuchung, aus dem Garten zu verschwinden und auf die Straße zu geraten.

Tipps zur sicheren Gartenarbeit – so steht der Entspannung nichts im Weg

Nicht nur Kinder sind Gefahren im Garten ausgesetzt. Auch bei der Gartenarbeit selbst oder bei den im Garten stattfindenden Tätigkeiten kann es durch Unachtsamkeit zu Verletzungen kommen. Beachten Sie deshalb folgende Tipps:

  1. Sicherheitskleidung: Auch an heißen Sommertagen sollten Sie nicht auf Sicherheitskleidung verzichten. Schuhe, Arbeitshandschuhe und gegebenenfalls eine Schutzbrille sollten bei bestimmten Gartenarbeiten Pflicht sein.
  2. Vorsicht beim Rasenmähen: Besonders herumliegende Steine und andere Gegenstände im Gras können durch das Mähen hochgeschleudert werden. Deshalb sollten Sie den Garten vor dem Rasenmähen gründlich nach solchen Gefahrenstellen absuchen. Zudem sollten Sie den Rasenmäher nicht einfach laufen lassen, wenn Sie sich entfernen. Schalten Sie das Gerät immer ab, wenn es nicht bedient wird. Bei elektronisch betriebenen Mähern ist es wichtig darauf achten, dass Sie nicht über das Kabel fahren.
  3. Standsicherheit von Leitern prüfen: Grundsätzlich sollten Sie bei allen Geräten, insbesondere aber bei Leitern, die Standfestigkeit prüfen. Idealerweise halten zwei Personen die Leiter fest, während Sie darauf stehen. Agieren Sie in der Höhe, sollten Sie sich angurten. Egal ob Bäume, Mauern oder Dächer: Ab zwei Metern sollten Sie einen Gurt umschnallen, um Stürzen vorzubeugen.
  4. Grillen: Das sommerliche Vergnügen hat seine Tücken. Denn auch Grillen – insbesondere mit Holzkohle – kann schwere Verbrennungen verursachen. Brandbeschleuniger sind deshalb Tabu. Defekte Geräte sollten ausgetauscht werden. Welche Tipps Sie beim Grillen zudem beachten sollten, erfahren Sie in unserem Beitrag: „Sicher in die nächste Grillsaison“.
  5. Impfschutz: Sommerzeit ist Zeckenzeit. Deshalb sollten Sie sich gegen die von Zecken übertragene FSME-Erkrankung impfen lassen. Wie genau die FSME-Impfung abläuft und welche schweren Folgen ein Zeckenstich haben kann, erfahren sie in unserem Beitrag: „Zeckenstich – Borreliose und FSME erkennen“. Zudem können kleinste Schnittverletzungen ohne Tetanusimpfung lebensbedrohlich werden. Mehr Informationen zum Thema Impfungen erhalten sie in unserem Beitrag: „Impfungen – Wichtige Informationen rund um die Vorsorge“.

Gartenunfall: Wer zahlt?

Selbst, wenn Sie auf unmittelbare Gefahrenquellen im Garten geachtet haben, kann immer etwas passieren. So vielseitig die Gartenarbeit ist, genauso vielseitig können Verletzungen entstehen. Besonders schlimm ist es, wenn diese dann von Dauer sind. So kann es dann aufgrund der körperlichen Einschränkungen zu finanziellen Problemen kommen. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt bei Freizeitunfällen jedoch nicht. Im schlimmsten Fall heißt das für die Betroffenen: Finanzielle Belastung für die Familie.

Mit einer privaten Unfallversicherung – wie der IDEAL UnfallRente – können solche Defizite ausgeglichen werden. Die Versicherung sorgt dafür, dass mittels einer monatlichen Rente oder auch einer einmaligen Zahlung der Lebensstandard gesichert bleibt.

Titelbild: © triocean / iStock.com

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