Hundezubehör: Napf mit Futter, Ball, Leine, Halsband, Kauknochen

Was kostet ein Hund im Leben?

Ist ein Hund teuer? Mit welchen Anschaffungskosten ist zur rechnen und wie steht es mit dem Unterhalt? Wer Versicherungen, Futter und Tierarzt vorher kalkuliert, kann unangenehme Überraschungen vermeiden.

Anschaffung, Erstausstattung und Hundeschule

Im Tierheim zahlen Sie eine sogenannte Schutzgebühr. Die Schutzgebühr soll einerseits das Tier davor schützen, leichtfertig angeschafft zu werden, bringt aber auch wieder etwas Geld in die strapazierten Kassen der Tierheime. Schutzgebühren sind für gewöhnlich nicht verhandelbar und liegen je nach Region und Alter des Hundes zwischen 100 und 450 Euro pro Tier.

Die Erstausstattung

Vor der Anschaffung des Hundes brauchen Sie die Erstausstattung. Es genügen zunächst

  • Halsband/Geschirr und Leine
  • Futter- und Wassernapf
  • Körbchen
  • Transportsicherung fürs Auto

Als Spielzeug reicht zu Beginn ein altes Leinentuch, in das Sie mehrere Knoten knüpfen. Im Laufe der Zeit werden Sie herausfinden, welche Spielzeuge Ihren Hund faszinieren. Kaufen Sie nur Spielzeug, aus dem er keine Fäden ziehen oder Stücke herausbeißen kann. Wichtig ist auch, keine laut quietschenden Gummispielzeuge zu kaufen, da der Ton für das gute Hundegehör viel zu laut ist.

Die Hundeschule

Eine gute Hundeschule ist eine wertvolle Hilfe. Dabei spielt es keine Rolle, ob bei Ihnen ein Welpe oder ein erwachsener Hund eingezogen ist. Gehen Sie zuerst zur Hundeschule und schauen Sie sich das Training an. Achten Sie auf den Umgang der Trainer mit den Hunden. Scheuen Sie sich nicht, mehrere Hundeschulen anzusehen. Die Kosten für die Kurse variieren stark. Sie beginnen bei etwa 50 Euro. Für Spieltreffs rechnen Sie etwa 6 Euro pro Termin. Einzeltraining kann 30 Euro und mehr pro Einheit kosten.

Wenn Sie und Ihr Hund Spaß daran haben, können Sie viele sinnvolle Ausbildungen anschließen, wie die Begleithundeausbildung als Basis für die Fährtenhund- oder auch die Rettungshundeausbildung. In diesem Fall sollten Sie über eine Vereinsmitgliedschaft nachdenken. Das gilt auch, wenn Sie in den Hundesport wechseln und z. B. Agility mit Ihrem Hund machen möchten. Ohne Mitgliedschaft in einem anerkannten Verein ist die Turnierteilnahme nicht möglich. Vereine kosten ab etwa 60 Euro pro Jahr.

Die Unterhaltskosten für den Hund

Die Hundehaltung ist mit Kosten verbunden, die Sie vor der Anschaffung in Ihre Berechnungen einbeziehen sollten. Dazu gehören Hundesteuer, Tierarztkosten und Versicherungsbeiträge.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Die Hundesteuer ist eine sogenannte Luxussteuer. Sie wird von den Kommunen erhoben und soll u. a. die Zahl der Hunde eindämmen, aber auch Geld in leere Kassen spülen. Vor diesem Hintergrund ist die Steuer für Mehrhundehalter für gewöhnlich auch höher. Mit 255 Euro im Jahr ist Helgoland das teuerste Pflaster, während in Bilsen und Raa-Besenbek (Schleswig-Holstein) keine Hundesteuern anfallen. Sollte Ihr Hund nach dem Landeshundegesetz als Kampfhund eingestuft sein, müssen Sie mit höheren Steuern rechnen. Die teuerste Stadt ist Monheim mit 1.320 Euro pro Jahr und Hund (Stand August 2018).

Was kostet das Impfen beim Hund?

Bei Impfungen darf sich der Tierarzt im Rahmen der Gebührenordnung bewegen. Nach der Grundimmunisierung sind die meisten Impfungen nur noch im Abstand von 1-2 Jahren fällig. Eine Impfpflicht besteht nicht, außer unter folgenden Bedingungen:

  • Besuch der Hundeschule
  • Turnierteilnahme
  • Auslandsreise
  • Unterbringung in einer Tierpension

Rechnen Sie bei den Impfungen mit etwa 60 Euro pro Jahr, sobald die Grundimmunisierung abgeschlossen ist.

Was kostet das Chippen beim Hund?

Der Chip ist ein Transponder, der mit einem speziellen Lesegerät eingelesen werden kann. Das Gerät zeigt dann eine Nummer, die auch im Impfpass vermerkt ist. So kann der Hund den Papieren zugeordnet werden. Lassen Sie Ihren Hund unbedingt auch bei TASSO registrieren, damit Sie informiert werden können, sollte Ihr Hund gefunden werden. Das Chippen kostet etwa 50 Euro und ist in manchen Bundesländern Pflicht.

Was kostet die Versicherung für einen Hund?

Je nach Hunderasse, Hundegröße und Landeshundegesetz, kann die Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben sein. Unabhängig davon ist sie dringend anzuraten. Hundeversicherungen bekommen Sie schon ab etwa 30 Euro im Jahr.

Sinnvoll ist auch eine OP-Versicherung. Sie übernimmt die Kosten für Operationen als Folge von Unfällen oder Krankheiten. Die OP-Kostenversicherung ist für etwa 5 Euro monatlich zu bekommen.

Auch die Krankenversicherung für den Hund kann sich lohnen. Die Kosten sind abhängig vom Alter und der Rasse des Hundes. Sie beginnen bei etwa 25 Euro pro Jahr und reichen bis ca. 90 Euro. Achtung: Nicht alle Risiken sind versichert!

Mit welchen Kosten müssen Sie noch rechnen?

Unvorhergesehene Kosten durch Krankheit und Unfall können Sie durch eine Versicherung weitgehend abfedern. Ein gesunder Hund kostet Sie im Jahr lediglich die Impfkosten beim Tierarzt und etwa 50 bis 100 Euro für die Entwurmung und Prophylaxe gegen Flöhe und Zecken. Wenn Sie Ihren Hund in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen, zahlen Sie den halben Fahrpreis. Achtung: Es gibt keine Mitnahmeverpflichtung durch das Unternehmen!

Was kostet die Hundehaltung?

Zusammengerechnet erhalten Sie eine Spanne von Kosten, mit denen Sie mindestens rechnen müssen, von relativ günstig bis hin zum hohen Durchschnitt. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt, ganz besonders beim Zubehör.

Was kostet ein Hund im Monat?

Ein kleiner, gesunder Hund kostet etwa 30 Euro pro Monat. Bei einem großen Hund sollten Sie mit bis zu 200 Euro rechnen. Die Futterkosten machen hier den größten Teil aus.

Was kostet ein Hund im Jahr?

Im Jahr belastet ein kleiner gesunder Hund die Haushaltskasse mit etwa 360 Euro. Bei einem großen Hund können leicht 2400 Euro zusammenkommen.

Was kostet ein Hund im Leben?

Erreicht der Hund ohne größere Tierarztkosten ein Alter von 12 Jahren, rechnen Sie mit mindestens 6.000 Euro für einen kleineren Hund.

Art der Investition Im ersten Jahr Monatlich ab dem 2. Jahr
Anschaffung: Schutzgebühr fürs Tierheim ca. 150 bis 450 Euro (Kauf vom Züchter teilweise wesentlich teurer) entfällt
Hundeschule, Verein ca. 50 bis 200 Euro ca. 5 Euro
Hundesteuer ca. 30 bis 100 Euro ca. 10 Euro
Impfungen, Wurmkur, Floh- und Zeckenprophylaxe Insgesamt etwa 250 Euro (Hunde aus dem Tierheim sind mindestens grundimmunisiert) ca. 10 Euro
Versicherungen ca. 30 bis 150 Euro ca. 12 Euro
Futter ca. 10 bis 200 Euro ab 10 Euro (Trockenfutter, kleiner Hund)
Zubehör (Decken, Spielzeug etc.) ca. 100 Euro im Jahr ca. 5 Euro

Alternativen bei knapper Kasse oder Zeit

Gassigehen mit Hunden aus dem Tierheim

Wenn die Anschaffung eines Hundes aus Zeit- oder Kostengründen nicht oder noch nicht möglich ist, melden Sie sich im örtlichen Tierheim als ehrenamtlicher Gassigänger. Gegen eine geringe Gebühr (aus versicherungstechnischen Gründen; teilweise auch gebührenfrei) können Sie mit einem Hund spazieren gehen, der sich sicher über ein bisschen Auslauf freut.

Dogsitting und Spaziergänge mit Nachbarshunden

Sollten Sie über Hundeerfahrung verfügen, können Sie sich auch als Dogsitter oder Dogwalker anbieten. Vor allem in Städten sind in Vollzeit Berufstätige oftmals froh, wenn sie jemanden finden, der sich am Tag für ein paar Stunden um den Hund kümmert oder ihn auch mal am Wochenende betreut. Vielleicht haben Sie aber auch Menschen im Umfeld, die sich über Begleitung bei den täglichen Hundespaziergängen freuen?

Anschaffung eines Hundes gut überlegen

Bevor man ein neues Familienmitglied ins Haus holt, müssen einige Dinge geklärt sein: Ist jemand da, der sich tagsüber um den Hund kümmert, oder verbringt der Hund die meiste Zeit des Tages allein in der Wohnung? Kümmert sich jemand um ihn, wenn alle verreist sind? Gibt es bereits andere Haustiere, mit denen sich der Hund vertragen müsste? Ist seine medizinische Versorgung sichergestellt, auch wenn er vielleicht einmal teure Medikamente oder Operationen benötigt? Wenn diese Punkte geklärt sind, kann ein Hund das Leben seiner Menschen sehr bereichern.

Titelbild: © nazarovsergey/iStock.com