Aufgebrochene Tür nach Einbruch

Einbruch und Diebstahl – Was zahlt die Hausratversicherung?

Einbrüche sind für die Betroffenen immer ein Schock. Wenn dann auch noch wertvolle oder liebgewonnene Gegenstände entwendet werden, kann eine gute Versicherung wenigstens den materiellen Verlust ersetzen. Aber was genau ist dabei überhaupt abgedeckt?

Einbrüche rückläufig, Gefahr bleibt

Auch wenn Umfragen zeigen, dass die Angst vor Einbrüchen zunimmt, die Taten werden weniger. Die im Mai 2018 veröffentlichte Einbruchstatistik des Bundeskriminalamtes beweist, dass die Einbruchzahlen sinken. Während im Jahr 2016 noch gut 150.000 Einbrüche angezeigt wurden, waren es 2017 mit etwa 116.000 deutlich weniger. Die Statistik zeigt aber auch, dass die meisten Einbrüche schon im Versuch scheitern, vielleicht auch dank der Verhaltensregeln für ein sicheres Zuhause der Polizei.

Experten warnen jedoch davor, das Risiko auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie erklären, dass die verbesserten Sicherungsmaßnahmen in vielen Haushalten maßgeblich für die sinkenden Zahlen sind. Sollte sich zu viel Gelassenheit bei Hauseigentümern und Mietern einstellen, werden die Zahlen wieder steigen, betonen Berater immer wieder.

Was muss dem Versicherer gemeldet werden?

Die Versicherung kommt lediglich für einen Teil der Schäden auf. Hausbesitzer und Mieter sollten dabei berücksichtigen, dass ein guter Schutz von Haus und Hof sich auch positiv auf die Versicherungsbeiträge auswirkt. Wer alle zumutbaren Maßnahmen ergreift, um Einbrüche zu verhindern, wird bei ausreichendem Versicherungsschutz auch entsprechend entschädigt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, den Versicherer über die Risiken auf dem aktuellen Stand zu halten. Dazu gehören:

  • Bauliche Maßnahmen (Gerüste)
  • Größere Bargeldmengen im Haus
  • Wertgegenstände im Keller
  • Längere Abwesenheit

Hausratversicherung und Fahrraddiebstahl

Vermutlich gibt es nicht viele Familien, die nicht schon einmal oder mehrmals Opfer eines Fahrraddiebstahls geworden sind. Manche Hausratversicherungen versichern Fahrräder grundsätzlich mit, andere bieten Zusatzversicherungen an. Vor allem bei teuren Rädern ist ein Versicherungsschutz zu empfehlen. Fahrräder sind ein sogenannter beweglicher Teil des Hausrats. Solange sie aus den eigenen Räumlichkeiten (auch Keller) oder vom Grundstück gestohlen werden, sind sie in der Hausratversicherung enthalten. Allerdings werden Räder meist unterwegs gestohlen. Jetzt hilft nur noch die Fahrradklausel im Vertrag, damit das Gefährt ersetzt wird.

Ist der Kinderwagen im Hausflur versichert?

Der Verlust des Kinderwagens ist für junge Familien besonders ärgerlich. Kinderwagen sind teuer und im Alltag unentbehrlich. Dennoch ist es üblich, ihn im Hausflur stehen zu lassen, wenn es keinen Aufzug gibt. Da der Hausflur nicht zum Wohnraum gehört, ist der Kinderwagen dann nicht über die Hausratversicherung abgedeckt. Das gilt auch bei der in Großstädten gängigen Praxis, den Kinderwagen am Geländer anzuketten. Ähnlich ist es im Keller. Besitzen Sie einen abschließbaren Kellerraum, greift die Hausratversicherung. Bei einem Gemeinschaftsraum sollten Sie wiederum die Versicherung kontaktieren, um zu klären, ob Versicherungsschutz besteht.

Diebstahl von Bargeld

Geld fällt in der Hausratversicherung unter Wertsachen. Wertsachen sind von der Hausratversicherung zwar abgedeckt, allerdings oft nur bis zu einer Höchstgrenze von 20 % der Versicherungssumme. Bargeld und Geldkarten sind meist bis zu 1500 Euro versichert. Sollten Sie mehr Geld im Haus aufbewahren und ist das Geld gesichert, z. B. in einem Tresor, kann die Versicherungsleistung auch deutlich darüber liegen. Allerdings gibt es auch Grundvoraussetzungen wie ein Mindestgewicht des Tresors von 200 kg oder die feste Verankerung. Münzsammlungen zählen übrigens nicht zum Bargeld. Meistens können Sie größere Bargeldsummen zusätzlich versichern.

Diebstahl aus Auto

Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Wertgegenstände nicht im Auto bleiben. Dennoch kann es sein, dass die Hausratversicherung für einen Diebstahl aus dem Auto aufkommt. Das ist möglich, wenn Gegenstände gestohlen werden, die eigentlich zum Hausrat gehören und dort auch versichert sind, z. B. wenn Ihr Auto in der eigenen Garage aufgebrochen wird. Anders liegt der Fall, wenn der Wagen in einer öffentlichen Tiefgarage gestanden hat.

Besonders häufig werden Handys, aber auch Laptops und Kameras gestohlen. Geht die Versicherung von grober Fahrlässigkeit Ihrerseits aus, kann sie die Zahlung verweigern. Zusätzliche Versicherungen lohnen sich für solche Fälle jedoch nur bei wenigen Versicherten.

Diebstahl im Urlaub

Wenn das Hotelzimmer aufgebrochen und Eigentum gestohlen wird, kann ebenfalls die Hausratversicherung greifen. Voraussetzung ist, dass der Hausrat nicht nur im eigenen Haus versichert ist. Häufig gilt der Schutz dann jedoch nur für einen vorübergehenden Aufenthalt. Für eine eigene Ferienwohnung ist allerdings oft eine zusätzliche Versicherung nötig.

Was deckt die Hausratversicherung nicht ab?

Hausratversicherungen sind sehr vielseitig und erlauben darüber hinaus zahlreiche Ergänzungen für besondere Lebensumstände. Allerdings gibt es auch Dinge, die normalerweise nicht versichert sind. Dazu gehören zunächst einmal Diebstähle, die durch Ihre Fahrlässigkeit entstanden sind. Verlieren Sie die Wohnungsschlüssel und versäumen es, die Schlösser umgehend auszutauschen, zahlt die Hausratversicherung üblicherweise nicht.

Ihren Versicherungsschutz können Sie außerdem verlieren, wenn Sie den Schlüssel draußen deponieren oder auf den Anrufbeantworter die Nachricht aufsprechen, dass Sie im Urlaub sind. Nicht versichert sind oft auch größere ungesicherte Geldsummen, unverschlossene Häuser und das nicht abgeschlossene Fahrrad.

Um solche Risiken zu vermeiden, gehen Sie die Versicherungsbedingungen mit Ihrem Versicherer oder Vermittler durch. So sind Sie sensibilisiert und können Ihr Eigentum besser schützen.

Der Versicherung den Einbruch melden

Sollte es zu einem Einbruch gekommen sein, dann melden Sie ihn zunächst der Polizei und dann umgehend Ihrer Versicherung. Man wird von Ihnen nicht erwarten, dass Sie als Einbruchsopfer gleich benennen können, was alles verschwunden ist. Kontaktieren Sie den Versicherer trotzdem und liefern Sie eine Liste mit den gestohlenen Gegenständen und ihrem Wert (Stehlgutliste) nach. Räumen Sie nicht auf. Die Polizei muss die Spuren sichern können. Auch die Versicherung hat ein Recht darauf, den Einbruch zu begutachten, wenn Sie einen Ausgleich wollen. Sie können davon ausgehen, dass der Gutachter sich zeitnah für einen Termin mit Ihnen in Verbindung setzt.

Titelbild: © Christoffer

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