Demenz - Junge Frau schiebt Großmutter im Rollstuhl

Zum Tag des Ehrenamts: Bundesweite Demenz-Hilfe Initiative nimmt Form an

Demenz und Ehrenamt sind zwei Dinge, die untrennbar miteinander verknüpft sind. Denn an Demenz Erkrankte brauchen nicht nur medizinische Versorgung. Hilfe im Alltag, aber auch die Sensibilisierung der Gesellschaft sind große Aufgaben, mit denen Ehrenämtler tagtäglich konfrontiert werden. Vielerorts ist es mit der Rücksichtnahme nicht weit her. Menschen mit Demenz wird die gesellschaftliche Teilhabe oft erschwert, weil sich viele im Umgang mit ihnen bis heute schwer tun.

Das liegt zum einen daran, dass Demenz eine hochkomplexe Erkrankung ist. Sie ist nicht leicht zu verstehen. Viele setzen sich damit erst bei einem persönlichen Bezug genauer auseinander. Und auch dann fällt es vielen Menschen schwer, mit der Erkrankung und den Menschen umzugehen. Gleichzeitig ist die Berührungsangst aber auch der Furcht vor einer möglichen eigenen Erkrankung geschuldet. Nicht, weil Demenz ansteckend ist, sondern, weil der Mensch gerne das ausblendet, wovor er Angst hat.

Für Normalität und Respekt

Umso erfreulicher ist die bundesweite Initiative „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“. In diesem Modellprojekt arbeiten ehrenamtliche Helfer Tag für Tag daran, ihre Wohnorte und –viertel so zu gestalten, dass an Demenz Erkrankten die soziale Teilhabe erleichtert wird. Der Umgang mit der Krankheit soll damit auch zu der Normalität finden, die sie braucht. Auf der Seite der Initiative heißt es dazu: „Eine Demenzdiagnose darf nicht zum Ausschlusskriterium unserer Gesellschaft werden. Wir brauchen vor Ort Strukturen, die Erkrankten und ihren Familien konkret helfen, trotz Demenz ihren Alltag so normal wie möglich weiter zu leben.“

Demenzhelfer gesucht

Auch pflegende Angehörige sollen über das Projekt entlastet werden. Dazu fördert die Initiative lokale Vereine in ganz Deutschland mit 10.000 Euro im Verlauf von zwei Jahren. Gleichzeitig suchen die „lokalen Allianzen“ ehrenamtliche Demenzhelfer. Nicht für Pflege oder Haushalt, sondern für Gespräche oder Spaziergänge ein paar Stunden die Woche. Dazu erhalten sie eine Demenzhelfer Schulung.

Engagement ist deutschlandweit möglich

Gleichzeitig bietet die Initiative Veranstaltungen in ganz Deutschland an. Etwa gemeinsames Nachbarschafts-Kochen in Hamburg oder Künstlerisches Werken in Berlin. Im Kern immer mit der Mission, eine Brücke zwischen Menschen ohne und Menschen mit Demenz zu schlagen. Und so einen respektvollen und rücksichtsvollen Umgang mit Demenz in Deutschland zu fördern. Wer sich bei einer der „lokalen Allianzen“ engagieren möchte, findet unter diesem Link eine Liste der bundesweiten Projekte.

Titelbild: © Kznenon

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