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Zielgerichtete Therapien (Targeted Therapy) gegen Krebs

In der Krebsforschung gibt es immer wieder neue Erfolge und Ansätze zur Behandlung. Targeted Therapy gehört dazu. Dabei handelt es sich um zielgerichtete Therapien, die in der Krebsbehandlung zum Einsatz kommen können. Natürlich sollte grundsätzlich jede Behandlung bestmöglich auf die Erkrankung abgestimmt sein, dennoch gibt es bei Krebsbehandlung weitere Ansätze. So werden im Fall einer Krebserkrankung Medikamente gezielt auf die Art des Tumors und sein „Verhalten“ gerichtet, um die Lebenserwartung des Patienten zu verbessern und die Begleiterscheinungen zu lindern. Targeted Therapy ist ein noch junges Verfahren in der Krebstherapie, das auch durchgeführt werden kann, wenn sich beim Patienten bereits Metastasen gebildet haben. Bislang kann es noch nicht bei allen Krebsformen verordnet werden. Es ist aber davon auszugehen, dass sich die Möglichkeiten in der Zukunft weiter verbessern werden. Dazu tragen auch die Beobachtungen an Patienten bei, die bereits mit dieser Methode behandelt werden. Mittlerweile ist eine Reihe von Wirkstoffen für die Behandlung von Krebs im Rahmen der zielgerichteten Krebsbehandlung zugelassen.

Diese Voraussetzungen spielen eine Rolle

Die Voraussetzung dafür, dass die zielgerichtete Krebstherapie funktionieren kann ist, dass der Tumor das notwendige Verhalten zeigt. Gemeint sind die biologischen Eigenschaften, wie z.B. das Wachstum. Die Wirkstoffe können in Tablettenform oder als Injektion verabreicht werden. Es ist außerdem möglich, sie zu kombinieren. Damit gibt es nicht die eine zielgerichtete Therapie, sondern ein Verfahren, das speziell auf den Patienten und den Tumor abgestimmt ist. Die Voraussetzung ist die Klärung, ob der Tumor auf die Wirkstoffe anspricht. Es ist also ein Testverfahren erforderlich. Die Targeted Therapy wird auch als molekularbiologische Therapie bezeichnet.

So wirkt die zielgerichtete Therapie

Die zielgerichtete Krebstherapie ist ein Oberbegriff für verschiedene Behandlungsformen. Einige der Wirkstoffe sind in der Lage, die Tumorzellen am Wachstum zu hindern. Dazu blockieren sie die Rezeptoren, die für die Zellteilung wichtig sind. Andere Wirkstoffe verhindern, dass der Tumor die Stoffe erhält, die er für sein Überleben braucht, wie zum Beispiel Nährstoffe und Sauerstoff. Dabei verhindern die Wirkstoffe, dass der Tumor eine eigenständige Blutversorgung aufbaut. Es ist aber auch möglich, den Stoffwechsel des Tumors zu blockieren, indem Wirkstoffe den Abtransport von Eiweißen verhindern. Der Tumor geht so in seinen eigenen Abbauprodukten unter. Eine andere Behandlungsform aus dem Spektrum der Targeted Therapy ist die Fähigkeit der Zellen, ihre eigene DNA zu reparieren, zu stören. Das führt dazu, dass die Zellen absterben. Es ist außerdem möglich, mit besonderen Wirkstoffen Krebszellen zu markieren. Auf diese Weise werden sie für das Immunsystem sichtbar und können angegriffen und vernichtet werden.

Die Nebenwirkungen der Behandlung

Das Ziel ist, dass die Wirkstoffe lediglich die Krebszellen angreifen. Dennoch lassen sich Nebenwirkungen nicht vermeiden. Im Vergleich zu anderen Therapieformen ist die zielgerichtete Therapie allerdings recht nebenwirkungsarm. In einigen Fällen kann es jedoch zu Hautreaktionen, Verdauungsstörungen oder Blutungen kommen.

Diese Nebenwirkungen können ein Hinweis sein, dass die Behandlung anschlägt. Das lindert sicher die psychische Belastung durch die Nebenwirkungen. Das Auftreten ist damit kein Grund für den Abbruch der Behandlung.