Frau liest auf dem Sofa in einem Buch

Work-Life-Balance: Richtig abschalten will gelernt sein

Damit aus einer Mücke kein Elefant wird!

Morgens übermüdet und mit einer vollen To-do-Liste im Kopf aufzustehen, um dann bereits gestresst in den Arbeitstag zu starten. Am Arbeitsplatz angekommen ist der Chef unzufrieden, die Arbeitskollegen bitten um Hilfe und anstatt sich nach der Arbeit endlich einmal auszuruhen, wartet die beste Freundin in der gemeinsamen Lieblingsbar. Zwei Gläser Wein, um einfach mal runterzukommen und sich gegenseitig sein Leid zu klagen. Ein Gespräch unter Freunden ist dabei gewiss hilfreich, aber reicht längst nicht, um Körper und Seele zu stärken und die beruflichen Sorgen nicht laufend mit in den Feierabend zu nehmen.

Feierabend einläuten

Pünktlich zum Feierabend die Gedanken gleich auf Ruhe und Erholung umpolen klingt fast unmöglich, ist es aber nicht! Dabei hilft bereits eine halbe Stunde, die man sich gleich nach dem Job für eine ganz bewusste Pause und ein damit verbundenes Ritual nimmt. Egal, ob es eine sportliche Aktivität, die Tageszeitung oder das Hören und Mitsummen des Lieblingsliedes ist, hier gilt: Hauptsache abschalten!

STOPP sagen

Eine halbe Stunde Abschalten klappt ganz gut, aber danach machen sich doch wieder Gedanken um den Job breit? Natürlich ist es schwierig, seine Gedanken zu steuern, aber keinesfalls unmöglich und daher sollte man sich zwingen, diese Gedanken zu verbannen. Und zwar, bevor sie es sich gemütlich gemacht haben. Sofern der Kopf gar nicht hören will, kann folgender Trick dabei behilflich sein: Kurzer und mahnender Blick in den Spiegel und laut „STOPP“ sagen.

Wichtige Gedanken festhalten

Gibt es dennoch wichtige Punkte, die die Planung oder Ideen für den nächsten Tag betreffen, dann sollten diese kurz stichwortartig notiert werden. Am besten immer im gleichen Notizheft, Timer oder auch digital. Ganz egal. Hauptsache schnell niederschreiben, um es dann wieder aus dem Kopf zu bekommen. Denn sich am nächsten Tag über vergessene Dinge zu ärgern, sorgt für den nächsten Stressanfall.

Sorgen Luft machen

Wie bereits in der Einleitung geschildert, ist es wichtig, den engsten Freunden, dem Partner oder anderen Familienmitgliedern vom beruflichen Alltag zu berichten. Damit lässt sich nicht nur angestauter Ärger besser verarbeiten, sondern kann auch eine neue Sichtweise und Lösungsvorschläge ermöglichen, da der Zuhörer nicht involviert ist. Die Probleme für sich zu behalten kann zwar ein schnelleres Abschalten und einen angenehmeren Abend ermöglichen, birgt aber auch die Gefahr, dass irgendwann alles zu viel ist. Und dieser Zustand belastet nicht nur das Berufsleben, sondern auch die Freizeit und kann im schlimmsten Falle zu depressiven Verstimmungen, bis hin zum Burnout führen. Die Folge? Eine längere Berufsunfähigkeit, die selbst die Zahlung wichtiger Versicherungsbeiträge unmöglich macht. Hier gilt nicht nur: dem Ärger schneller Luft zu machen, sondern auch: Vorsorge ist das halbe Leben. Vertragsschutz mit eingeschlossen!

Titelbild: © sepy