Frau isst Löffel voll mit Tabletten

Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

Um sich den Traum von einem langen Leben zu erfüllen, gehört eine ausgewogene und gesunde Ernährung dazu. Und Nahrungsergänzungsmittel? Gesundheitsbewusste meinen, so ihren Körper mit den nötigen Mikronährstoffen versorgen zu können. Das erklärt auch den Trend und die steigenden Umsatzzahlen auf dem Absatzmarkt. Im Jahr 2018 wurden rund 225 Millionen Packungen solcher Nahrungsergänzungsprodukte verkauft. Dabei wurde ein Umsatz von rund 1,44 Milliarden Euro generiert. Doch können Nahrungsergänzungsprodukte den Stoffwechsel verbessern oder sind sie komplett überflüssig? Ob die Nahrungsergänzung für Sie sinnvoll ist, erfahren Sie unserem Artikel.

Inhalt

Unterschiede zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln

Der Boom von Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich durchaus mit dem Gesundheitstrend der letzten Jahre erklären. Die Klassiker wie Vitamintabletten oder Mineralstoffe, beispielsweise Magnesium, machen bereits zwei Drittel des gesamten Marktes aus. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel für den Muskelaufbau in Form von Protein-Shakes oder Ähnlichem erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit.

Im Unterschied zu Arzneimitteln sollen Nahrungsergänzungsmittel die Ernährung von gesunden Menschen bereichern. Sie verfolgen also einen gesundheitsfördernden Zweck und haben einen physiologischen Effekt für den Verbraucher. Arzneimittel wiederum sollen Krankheiten und andere Beschwerden heilen oder lindern und werden krankheitsbezogen eingesetzt. Das Ziel ist demnach eine pharmakologische Wirkung für den Patienten zu erzielen. Nahrungsergänzungsmittel wie Vitaminpräparate oder Gelenkkapseln sind also kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, sie sollten ausschließlich als Bereicherung des Speiseplans angesehen werden. Doch meist erhält der Körper durch die richtige Ernährung alle benötigten Nährstoffe und macht Nahrungsergänzungsmittel oftmals überflüssig.

Welche Mikronährstoffe benötigt der Körper und wo sind sie enthalten?

Ob Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente, diese drei Gruppen der Mikronährstoffe sind für unseren Organismus allesamt überlebenswichtig. Ein großer Teil der Bevölkerung ist jedoch der Meinung, den Körper nicht ausreichend damit zu versorgen und greift deshalb zu Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei ist das in den meisten Fällen nicht nötig. Die drei Gruppen der Mikronährstoffe sind nämlich in den
wichtigsten Lebensmitteln zu finden.

Vitamine

Vitamin A für das Knochen- und Zellwachstum sowie die Sehkraft finden Sie in gelbem und orangefarbenem Gemüse. Vitamin C ist wiederum in Kartoffeln, Paprika und Orangen enthalten und wirkt als große Stütze des Immunsystems. Für die Blutbildung, Zellteilung sowie die gesamte Funktion des Nervensystems spielt Vitamin B12 eine entscheidende Rolle. Hier fungieren Fleisch, Meeresfrüchte oder Milchprodukte als wichtigste Quelle. Besonders in den kalten Wintermonaten sind Vitamine das A und O, um das Immunsystem zu unterstützen und Erkältungen vorzubeugen. Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel „Vitamine im Herbst und Winter: Welche gibt es, wo findet man sie und wofür sind sie gut?“. Für den Winter ist Folgendes ebenfalls interessant: Durch die geringere Sonneneinstrahlung in den dunkeln Wintermonaten laufen viele Menschen Gefahr, einen Vitamin-D-Mangel zu erleiden. Welche Auswirkungen das haben kann und wie Betroffene damit richtig umgehen, erfahren Sie in unserem Artikel „Vitamin-D-Mangel in der dunklen Jahreszeit”.

Mineralstoffe

Die wohl bekanntesten Mineralstoffe sind Kalzium, Magnesium und Natrium. Kalzium und Magnesium sind wichtig für Knochen, Gelenke und die Muskulatur. Natrium dient dem Nervensystem sowie Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt. Es ist in nahezu allen Lebensmitteln enthalten. Zudem ist Kalium bedeutend für Zellfunktion und ein wesentlicher Bestandteil der Energieproduktion. Phosphor ist nach Kalzium das häufigste Mineral im Körper und spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Zahn- und Knochenaufbau sowie bei der Energiegewinnung und –verwertung. Mineralstoffe finden sich vor allem in Vollkornprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten.

Spurenelemente

Eisen, Jod und Zink sind als Spurenelemente für den Körper essenziell. Eisen fungiert bei dem Sauerstofftransport im Körper als wichtige Stütze und ist unter anderem bei der Bildung von Hormonen beteiligt. Viel Eisen enthält beispielsweise Fleisch und Fisch sowie Hülsenfrüchte, Pfifferlinge und Erbsen. Jod gilt als wichtiger Bestandteil von Schilddrüsenhormonen und hat einen nennenswerten Einfluss auf die Zellteilung sowie auf das Gewebewachstum. Es ist über Fisch oder jodiertes Salz in den Ernährungsplan einzubauen. Zink wiederum stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung. Käse, Nüsse und Haferfocken gelten hier als gute Quellen.

Für wen sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

In gewissen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel jedoch durchaus sinnvoll sein. Beispielsweise im Falle einer Schwangerschaft. Denn Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure, welche zur Gruppe der B-Vitamine zählt und essenziell für die Blutbildung, die Teilung von Zellen sowie für Eiweiß- und Fettstoffwechsel ist. Deshalb ist ein Folsäuremangel für das Ungeborene besonders gefährlich, da die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt werden kann. Folsäure-Kapseln können durchaus hilfreich sein, um einem Mangel vorzubeugen. Tipps für eine erfolgreiche Familienplanung und einen reibungslosen Ablauf der Schwangerschaft finden Sie in unserem Artikel „Familiengründung und Schwangerschaft – An alles gedacht mit unserer Checkliste“ .

Außerdem kann bei Veganern oftmals ein Vitamin B12-Mangel aufgrund des eingeschränkten Speiseplans auftreten. Hierbei könnten Vitamin B12 Ergänzungsmittel eine Option sein. Besonders bei einer veganen Ernährung besteht eine gewisse Herausforderung darin, die Vitamin- und Nährstoffzufuhr problemlos zu meistern. Für die wichtigsten Tipps sollten Veganer oder Interessierte einen Blick auf unseren Artikel „Vegane Ernährung – Wissen wie es richtig geht“ werfen.

Können Nahrungsergänzungsmittel dem Körper schaden?

In einer starken Dosierung können die Ergänzungsprodukte dem Körper schaden. Beispielseise soll eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C die Bildung von Nierensteinen fördern. Aber auch zu viel Eiweiß (Protein-Shakes) oder Kalium können für Patienten mit einer Niereninsuffizienz gefährlich werden. Zudem ist eine Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln gesetzlich nicht vorgeschrieben. Einen Zulassungsprozess wie im Falle von Arzneimitteln gibt es nicht. Auch von Schlankheitspillen, die die perfekte Figur versprechen, ist grundsätzlich abzuraten. Denn besonders Online-Artikel beinhalten teilweise illegale Substanzen und können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

In der Regel sind Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine oder Magnesium zwar nicht gefährlich für den Menschen, aber meist doch wirkungslos. Denn eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit all den wichtigen Nährstoffen und so haben Vitamintabletten, Gelenkkapseln und Co. meist keinen Mehrwert für den Verbraucher. Eine Überdosierung von Mikronährstoffen hat für den Verbraucher auf lange Sicht Nebenwirkungen wie Befindlichkeitsstörungen, Kopfschmerzen sogar bis hin zur Tumorbildung. Bei Interesse an einer langfristigen Umstellung sollte ein Blutbild beim Arzt gemacht werden, welches feststellt, ob überhaupt Mängel vorliegen. Daraufhin können Arzt und Patient die geeignete Methode wählen, um diesem Mangel gegen zu wirken.

Titelbild: ©ipag / iStock.com

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