Psychologische Behandlung - Person auf der Phychologencouch

Wer übernimmt die Kosten der psychologischen Beratung?

Bei einer Krebserkrankung braucht nicht nur der erkrankte Körper Hilfe. Auch die Sorgen müssen verarbeitet werden. In den meisten Fällen gerät schließlich die Lebensplanung ins Wanken und es treten eine Vielzahl von Fragen auf. Für Sie als Betroffene gibt es aber eine Reihe von unterstützenden Maßnahmen. Dazu gehört auch die psychologische Beratung.

Formen der psychologischen Beratung

Angst und Unsicherheit können eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Symptomen verursachen. Diese Folgen der Diagnose sind eine normale Reaktion und kein Zeichen von Schwäche oder fehlendem Mut. Dennoch müssen die Anzeichen, die ein Hinweis auf eine situationsbedingte Überforderung sind, bewältigt werden. Das gelingt oftmals nur mit professioneller Unterstützung. Selbst wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Herausforderungen allein bewältigen können, empfiehlt sich der Kontakt zu den psychologischen Beratungsstellen. So erfahren Sie rechtzeitig, wo und wie Sie in einer Krisensituation schnell professionelle Ansprechpartner finden. Typische Symptome einer psychischen Krise sind:

  • Schlafstörungen
  • Appetitverlust
  • Depressive Verstimmung
  • Gefühl der Hilflosigkeit
  • Traurigkeit
  • Antriebsstörung
  • Konzentrationsprobleme

Die psychischen Symptome können vorübergehend sein, sich aber auch verstärken. Im Rahmen einer psychologischen Beratung können Sie erkennen, welche Begleiterscheinungen sich bessern und wo weiterhin Unterstützung nötig ist. Natürlich handelt es sich um ein freiwilliges Angebot. Eine verpflichtende Teilnahme an einer solchen Beratung existiert nicht. Neben Gesprächen gibt es auch eine Reihe von therapeutischen Angeboten, die helfen, zur Ruhe zu kommen. Dazu gehören:

  • Autogenes Training
  • Yoga
  • Progressive Muskelentspannung nach Jakobson
  • Bewegungsangebote, die an die körperlichen Möglichkeiten angepasst sind
  • Kunsttherapie
  • Musik und Tanz

und weitere Maßnahmen, die auf die Patienten mit Krebserkrankung zugeschnitten sind.

Beratung für Erkrankte und Angehörige

Für fast alle Betroffenen ist eine Krebsdiagnose ein unerwartetes Ereignis. Die Bewältigung, das Zulassen von Ängsten, die Frage, wie mit dem Thema innerhalb der Familie bestmöglich umzugehen ist und inwieweit Kinder und andere Personen mit einbezogen werden können, sind Themen, die in den Bereich der psychologischen Beratung fallen.

Die Art der Beratung ist abhängig von Ihren persönlichen Bedürfnissen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Beratung direkt nach der Diagnose oder zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen wollen. Vermutlich betreffen die Folgen der Diagnose nicht nur Sie selbst. Auch Ihr engstes Umfeld sieht sich neuen und beunruhigenden Problemen ausgesetzt. Daher steht auch diesen Personen das Angebot der psychologischen Beratung offen.

Tipps zur Alltagsbewältigung sind darüber hinaus Teil der psychologischen Beratung. Das hilft vor allem den Menschen, bei denen der Krebs allgegenwärtig geworden ist. Auszeiten von der Krankheit sind wichtig und helfen allen, Kraft zu tanken. Wenn es erforderlich ist, kann auch der Einsatz von Medikamenten dazu beitragen, dass Krisen leichter überwunden werden.

Welche Kosten entstehen durch eine psychologische Beratung?

Ist die psychologische Beratung und Unterstützung Teil der stationären Behandlung, handelt es sich um eine Regelleistung der Krankenkasse. In diesem Fall ist auch die Kostenübernahme der Medikamente abgedeckt. In den meisten anderen Fällen werden für gewöhnlich ebenfalls keine Gebühren verlangt. Achten Sie aber bei der Auswahl auf den Anbieter. Gerade bei kostenpflichtigen Kursen sollten Sie zuerst mit Ihrer Krankenkasse klären, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Die Voraussetzung ist, dass der Anbieter die Anerkennung der Krankenkasse hat. Auskunft geben kann Ihnen natürlich auch der Behandler selbst. Er muss über eine Krankenkassenzulassung verfügen. Sollten Sie privat versichert sein, hängt die Frage der Kostenübernahme von Ihrem Vertragsinhalt ab. Auch hier erteilt Ihre Krankenkasse Auskunft.

Finanzielle Unterstützung für Patienten und Angehörige

Dass finanzielle Sorgen bei einer Krebserkrankung den Stress erhöhen, ist bekannt. Derartige Probleme entstehen nicht nur, wenn bei Ihnen der Alleinverdiener ausfällt, sondern auch dann, wenn jüngere Kinder zu versorgen sind. Zuständig sind viele Stellen. Dazu gehören Arbeitgeber, Krankenkassen, Rentenkassen und Pflegekassen. Sollten Sie freiwillig zusatzversichert sein, können Sie auch hier Unterstützung in Anspruch nehmen. Kontaktieren Sie die Sachbearbeiter frühzeitig. Sprechen Sie außerdem mit den Mitarbeitern des sozialen Dienstes Ihres Krankenhauses. In einigen Fällen müssen bei der Beantragung der Gelder Fristen eingehalten werden. Außerdem sind Antragsverfahren mitunter nicht innerhalb kurzer Zeit zu bewältigen, besonders dann nicht, wenn die psychische Belastung hinzukommt. Mit dem sozialen Dienst können Sie einen Zeitplan erstellen, der Ihnen hilft, den Überblick über die Ansprechpartner und Unterstützungsmöglichkeiten zu behalten. Wenn Sie sich mit der Planung überfordert fühlen, sprechen Sie die psychologischen Beratungsstellen an.

IDEAL Krebsversicherung: Mann mit Kissen
Krebsversicherung
  • Absicherung bis zu 150.000 €
  • Einfache Gesundheitsprüfung
  • Fast alle schweren Krebsarten abgedeckt

Beitrag
berechnen
Produkt
infos

*Mindestbeitrag