Voerlesungssaal mit Studenten

Von Beruf Wissenschaftler: Zwischen Traum und Wirklichkeit

“Wissenschaftliche Karrieren werden immer attraktiver”, schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf Ihrer Homepage. Dass solche Karrieren mit Entbehrungen verbunden sind, verschweigt es geflissentlich. Zum großen ABER aufgeschwungen hat sich unlängst der aktuelle “Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs” (BuWiN). Wissenschaftliche Karrieren sind kräftezehrend. Der Weg bis zu Professur finanziell prekär. Das führt nicht nur dazu, dass die Familienplanung unter dem akademischen Ehrgeiz leidet. Ebenso kann der persönlichen Altersvorsorge im universitären Umfeld erst viel zu spät die nötige Beachtung geschenkt werden.

BuWiN: Attraktiv ja, aber…!

Die Zahlen sehen auf den ersten Blick positiv aus: Im Jahr 2000 waren noch rund 82.400 Nachwuchswissenschaftler an den Universitäten hierzulande beschäftigt. 2014 waren es bereits fast doppelt so viele: 145.000. Ein Anstieg von 76 Prozent. Was die Zahl verklärt, sind die Anschlussverträge der Wissenschaftler, die sich Jahr für Jahr von Vertrag zu Vertrag hangeln müssen. Rund 93 Prozent der wissenschaftlichen Stellen unterhalb der Professur sind befristet. Im selben Zeitraum ist die Anzahl der Professuren hingegen nur um 21 Prozent gestiegen. Familienfreundliche Berufsaussichten sind dies wahrlich nicht. Hinzu kommen hohe Arbeits- und Mobilitätsanforderungen. Zudem kollidieren oftmals Qualifikationsphasen mit Phasen, in denen die Familiengründung eine relevante Stellung bei der Zukunftsplanung von Paaren einnimmt.

Wissenschaftskarrieren in Deutschland: Ein gewagtes Unterfangen

Für den deutschen Soziologen und Nationalökonom Max Weber stand bereits zu Lebzeiten fest: Wer als junger Gelehrter kein Vermögen habe, für den sei es “außerordentlich gewagt” sich den Bedingungen einer akademischen Laufbahn auszusetzen. Mit einem auskömmlichen Lohn sei bis zu seiner Professur nicht zu rechnen. So sah die akademische Realität zu Anfang des 20 Jahrhunderts aus. Und so sieht sie scheinbar noch heute aus. Ein Einkommen, von dem sie tatsächlich leben können, oder sogar eine Familie ernähren, gibt es meist nicht.

Für Baden-Württembergs grüne Wirtschaftsministerin hat der schlechte Umgang mit wissenschaftlichen Nachwuchskräften hierzulande viel weitreichendere Folgen. Deutschlands Ruf als internationaler Standort für Wissenschaft und Forschung steht auf dem Spiel: “Es geht nicht darum, der jetzigen Generation die Wissenschaftskarriere kommod zu machen, sondern um die Frage: Wie fördern und gewinnen wir die besten Talente?”. Viele der “besten Köpfe” kommen nämlich aus dem Ausland.

Dem jungen habilitierten Anwärter auf eine Professur treibt in erster Linie nicht der Weltrang seines Landes um. Vielmehr will er ein Auskommen haben – oder auch mehr. Doch die Löhne sind gering. Zeitverträge machen eine langfristige Lebensplanung nahezu unmöglich. Ein erster Blick auf die Zeit im Rentenalter: ausgeschlossen.

Doch für junge Akademiker ist es umso wichtiger, privat für die Rente vorzusorgen. Zumal von gesetzlicher Seite aller Voraussicht nach nicht viel Unterstützung zu erwarten ist. IDEAL UniversalLife ermöglicht eine flexible und finanzierbare Altersvorsorge, die sich den oftmals abrupt wechselnden beruflichen Voraussetzzungen anpasst. Selbst bei kurzeitiger Arbeitslosigkeit oder gesunkenem Einkommen bleibt die Versicherungspolice im finanziellen Rahmen des Versicherten. Wie? Indem Beitragszahlungen jederzeit flexibel an die individuellen Bedürfnisse des Versicherten angepasst werden können.

Titelbild: kasto