Mann telefonierend mit Handy, Laptop und Tablett

Von Beruf Multi-Jobber: Willkommen in der neuen Arbeitswelt

Rund fünf Prozent der Erwerbstätigen gehen zusätzlich zu ihrem Hauptjob einer Nebentätigkeit nach, dies hat eine Studie des Statistischen Bundesamtes herausgefunden. Tendenz steigend. Dabei hangeln sich die Arbeitnehmer von einem befristeten Vertrag zum nächsten und sind aus Angst vor drohender Arbeitslosigkeit gezwungen auch schlecht bezahlte Jobs anzunehmen. Eine neue Lebenswelt, die sich durch alle Bildungsschichten zieht. Das Geld reicht trotz mehrerer Jobs oder gerade deswegen nicht zum Überleben. Akademiker, hochgebildet, Lust sich beruflich auf die eigenen Beine zu stellen – und dann bleibt im schlimmsten Fall für die eigene Altersvorsorge kein Geld.

Trend zum Multijobber

Der Trend hin zur Mehrfachbeschäftigung hält seit Jahren an. Das Statistische Bundesamt beziffert den Anstieg seit 2011 mit 15 Prozent. Einige Erwerbstätige fahren freiwillig zweigleisig. Die Mehrheit ist allerdings dazu gezwungen. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Prekäre Arbeitsverhältnisse mit schlechten Perspektiven und geringer Bezahlung nehmen zu.
  • Befristete Arbeitsverhältnisse gehören mittlerweile für viele Unternehmen zum Standard. Mehrere Jobs nebenher geben Erwerbstätigen in dieser Situation die nötige Sicherheit.
  • Ein nicht zu unterschätzender Teil von Arbeitnehmern kann seine Lebenshaltungskosten mit dem niedrigen Gehalt des Hauptjobs nicht mehr bestreiten.

Löhne an der Armutsgrenze

Eine wachsende Zahle deutscher Haushalte gerät in die Schuldenfalle. Laut dem aktuellen Armutsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales waren 2013 1,97 Millionen Haushalte verschuldet. 2015 wuchs die Zahl auf 2,05 Millionen. Hauptgrund für die Überschuldung ist nach Aussage der Autoren die “Einkommensarmut”. Rund ein Fünftel der Beschäftigten arbeitet für einen Stundenlohn von unter zehn Euro. Wer glaubt, dass dieses Problem ausschließlich ein ostdeutsches ist, wird in der Studie eines besseren belehrt. Auch in den alten Bundesländern steigt der Anteil der Niedriglohn-Empfänger kontinuierlich an. Nicht einmal Akademiker sind davor gefeit. Unterbezahlte Anstellungen mit Zeitverträgen im akademischen Sektor gehören ebenso zur Wirklichkeit junger Uni-Absolventen, wie der Versuch über Praktikum oder Volontariat auf die erste Stufe der Karriereleiter zu gelangen.

Vom Nebenjob in die Selbstständigkeit

Auch diese Lebenswelt gibt es. Den Ergebnissen des KfW-Gründungsmonitors 2016 zufolge haben 2015 763.000 Menschen den Weg in die Selbständigkeit gefunden. Viele gelangen über ihren Nebenjob in das eigene Unternehmen. Im Hauptjob alles erreicht, doch die persönliche Erfüllung? Fehlanzeige. Für viele Erwerbstätige ist das Gründen neben dem Beruf der Einstieg zum Ausstieg. Überstunden, Arbeiten an Wochenenden, der Hauptjob sichert die Existenz. Der Nebenverdienst lässt mehr Raum für die persönliche Entfaltung und genügend Zeit sich so lange “auszuprobieren”, bis daraus eine selbständige Beschäftigung entsteht. Für angehende Unternehmer bedeutet dies einen erheblichen Arbeitsaufwand. Freizeit muss geopfert werden und wenn der Plan nicht aufgeht oder zwischenzeitlich zu scheitern droht, gerät die eigene Existenz ins Wanken. Eine Lebensphase, die neben der Möglichkeit, sich persönlich weiter zu entwickeln auch Unsicherheiten schafft. Ein höherer beruflicher Einsatz erfordert mehr finanzielle Mittel. Mitunter müssen Reserven, die für die private Altersvorsorge angedacht waren, angetastet werden.

Sich in der neuen Arbeitsrealität absichern: Flexibel und transparent

Befristete Verträge, kurze Episoden der Arbeitslosigkeit zwecks Selbstverwirklichung oder der Schwenk in eine völlig neue berufliche Richtung stellen junge Menschen vor Herausforderung. Die neue Generation der Arbeitnehmer ist flexibler als ihre Vorgänger. Vieles ist möglich, vieles ist aber auch mit Unterbrechungen verbunden. Phasen , die es mit finanziellen Reserven zu überbrücken gilt. Da werden statische Beiträge für die Altersvorsorge schnell zum Hindernis.

Die All-in-One-Police Universal Life der IDEAL Versicherungsgruppe passt sich den Lebensumständen der jungen Generation an – digital, transparent und flexibel. Die Beiträge lassen sich wie mit einem Regler entsprechend der aktuellen Lebenssituation nach oben oder nach unten schieben. Darüber hinaus lässt sich der Versicherungsschutz zum Kernstück der Rentenversicherung um die Komponenten Pflegefall-, Todesfall- oder Vertragsschutz jederzeit erweitern.

Titelbild: @nd3000