Hautkrebsgefahr - Sonnenbrand auf der Schulter

Vom Sonnenbrand zum Hautkrebs

Dass Sonnenbrände das Risiko von Hautkrebs erhöhen, ist nachgewiesen. Welche Prozesse dabei ablaufen, ist aber vielen Menschen nicht bekannt. Dabei ist es wichtig, die Zusammenhänge zu kennen, um rechtzeitig eingreifen zu können. Nur so lässt sich das Risiko reduzieren. Das gilt besonders für Eltern kleiner Kinder, aber auch für alle anderen gefährdeten Personen.

Veränderte Umweltbedingungen erhöhen die Risiken durch UV-Strahlen

Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Aufenthalt unter freiem Himmel selbstverständlich, auch ohne ständigen Sonnenschutz. Risiken durch die UV-Strahlen waren nicht bekannt und der Sonnenbrand eine typische Begleiterscheinung des Sommers. Als Wissenschaftler die steigenden Hautkrebszahlen mit der dünner werdenden Ozonschicht in Verbindung brachten, konnte die Aufklärung das Risiko deutlich reduzieren. Im Rahmen der Forschung stellte sich heraus, dass die Haut eine Erinnerungsfunktion hat. Das bedeutet, dass mit der Häufigkeit der Sonnenbrände das Risiko von Hautkrebs steigt. Vor allem Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren haben sich als Verstärker der Gefahr gezeigt.

Ursachen und Risikofaktoren bei der Entstehung von Sonnenbrand

Hautkrebs gehört zu den Krebsarten, deren Entstehung durch eigenes Verhalten beeinflusst wird. Häufiges Sonnenbaden gehört dazu. Ganz besonders tragen aber Sonnenbrände zu einem erhöhten Risiko von Hautkrebs bei. Die Schäden, die in der Haut entstehen sind nachhaltig und oft nicht reversibel. Das führt im Laufe des Lebens zu einer steigenden Anzahl von Zellschäden, aber auch zu Schäden an den Enzymen, die eigentlich für die Reparatur des genetischen Materials benötigt werden. Somit steigt die Gefahr der Entartung.

Hauttyp und Eigenschutzzeit

Einen gewissen Schutz bietet die Haut selbst. Die Rede ist vom Eigenschutz. Dieser Eigenschutz ist aber begrenzt und zudem abhängig vom Hauttyp. Grenzenlos geschützt ist auch sehr dunkle Haut nicht, während sehr helle Haut bei starker Sonneneinstrahlung fast sofort gefährdet ist, Schaden zu nehmen. Es gibt insgesamt sechs Hauttypen. Allerdings kommen auch Mischformen vor. Die Einteilung dient daher nur als erster Maßstab. Grundsätzlich sollte sich jeder um ausreichenden Sonnenschutz bemühen, um Folgeschäden zu vermeiden.

Hauttyp 1 hat ein sehr heller Hauttyp, der nicht braun wird. Sein Eigenschutz beträgt lediglich 15 Minuten. Hauttyp 2 kann braun werden, hat aber eine helle Haut und verfügt höchstens 20 Minuten über Eigenschutz. Hauttyp 3 hat graue oder braune Augen und wird leicht braun. Sein Eigenschutz endet nach 30 Minuten. Hauttyp 4 hat von Natur aus eine dunklere Hautfarbe. Auch Augen und Haare sind dunkel. Dieser Hauttyp wird schnell braun und kann dabei auch sehr dunkel werden. Der Eigenschutz genügt für 40 Minuten. Typ 5 kann sich 60 Minuten in der Sonne aufhalten. Er hat eine natürlich dunkle Hautfarbe, die sich in der Sonne auch nicht mehr verändert. Typ 6 genießt einen Eigenschutz von 90 Minuten. Dieser Hauttyp hat schwarze Haare und eine sehr dunkle Hautfarbe.

Zusätzliche Risikofaktoren für einen Sonnenbrand

Ein zusätzliches Risiko entsteht bei bedecktem Himmel. UV-Strahlen treffen auch durch Wolken auf die Haut. Die Wirkung ist zwar erheblich geringer, aber dennoch kann es zu einem Sonnenbrand kommen. Ein deutlich erhöhtes Risiko besteht beim Aufenthalt in großen Höhen. Hier kommt es sehr viel schneller zu einem Sonnenbrand, da die UV-Belastung besonders hoch ist. Das gilt auch für alle, die ihre Freizeit auf dem Wasser verbringen. Darüber hinaus sind Überempfindlichkeiten möglich, wie sie z. B. nach der Einnahme von Medikamenten entstehen können. Aber auch naturheilkundliche Präparate können die Empfindlichkeit verstärken. Dazu gehört die Einnahme von Johanniskraut. Es ist auch nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung, die ein Risiko darstellt. Viele Oberflächen reflektieren das Licht. Aus diesem Grund ist auch die Wahrscheinlichkeit für einen Sonnenbrand auf dem Wasser höher, als an Land. Auch Schnee verstärkt die Strahlung und schließlich können sogar Hauswände das Licht reflektieren und das Risiko für einen Sonnbrand erhöhen.

Die Symptome des Sonnenbrandes

Einen Sonnenbrand zu vermeiden, ist nicht schwer. Allerdings wird das Risiko zumeist unterschätzt.

Die deutlichen Symptome treten zudem erst auf, wenn der Schaden schon entstanden ist, was es schwierig macht, rechtzeitig zu reagieren.

Bei einem Sonnenbrand kommt es zunächst zu einem Hitzegefühl auf der Hautfläche, die der Sonne ausgesetzt ist. Es ist auch möglich, dass sich die Haut angespannt anfühlt.

Im Anschluss rötet sie sich, bis sie schließlich auch zu jucken und zu brennen beginnt. Sie schwillt an und zeigt damit die typischen Anzeichen einer Entzündung. Die Symptome treten nicht sofort auf. Es können mehrere Stunden vergehen. Den Höhepunkt erreicht der Sonnenbrand nach 12 bis 36 Stunden.

Je länger die Haut nun noch der Sonne ausgesetzt ist, desto größer der Schaden. Ein leichter Sonnenbrand klingt nach wenigen Tagen wieder ab. Bei schweren Sonnenbränden dauert der Heilungsprozess deutlich länger. Sind große Hautflächen betroffen und kommt es zur Blasenbildung, ist ein Arztbesuch erforderlich. Das gilt besonders, wenn kleine Kinder betroffen sind. Bei einem schweren Sonnenbrand tritt Fieber auf. Auch ein Kreislaufzusammenbruch ist möglich. Eine solche Entwicklung kann lebensgefährliche Ausmaße annehmen.

Die Gefahr von Hautkrebs nach Sonnenbränden

Das Sonnenlicht enthält UV-A, UV-B und UV-C Strahlen. UV-A Strahlen gelten als weitgehend ungefährlich. Die vollständige Wirkung ist aber noch nicht erforscht, ganz besonders nicht die Langzeitwirkung auf die Haut. Bekannt ist jedoch, dass diese Strahlen die Hautalterung beschleunigen. UV-B Strahlen sind reich an Energie und dringen in die Oberhaut ein. Sie sind nach derzeitigem Wissensstand wahrscheinlich an der Entstehung von Hautkrebs mindestens beteiligt. UV-C Strahlen sind hochgefährlich. Sie werden eigentlich durch die Ozonschicht herausgefiltert.  Auch schon leichte Sonnenbrände erhöhen das Risiko auf lange Sicht. Die Schäden an der Ozonschicht sind also eigentlich ursächlich für das Hautkrebsrisiko.

Untersuchungsverfahren zur Reduzierung des Hautkrebsrisikos

Es gibt verschiedene Formen des Hautkrebses, die unterschiedlich aggressiv verlaufen können. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung. Aus diesem Grund übernehmen die Krankenkassen das Hautscreening. Der Hautarzt untersucht die Haut mit einer Lupe und achtet auf erhabene Stellen und auf Verfärbungen. Bei Muttermalen zeigen ihm Form, Farbe und Größe, ob es sich um Hautkrebs handeln könnte. Bei Verdacht wird die betreffende Stelle entfernt und untersucht.

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