Geldschein und Münzen in der Hand einer älteren Dame

Versorgungslücke: Immer mehr Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen

So schützen Sie sich vor der Altersarmut!

Seit dem 01. Januar 2016 ist das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten und soll unter anderem Pflegebedürftigen zu mehr Leistungen verhelfen. Dass die Pflegereform mehr als überfällig ist, zeigen die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, denn die Zahl Pflegebedürftiger, die auf „Hilfe zur Pflege“ angewiesen sind, nimmt stetig zu. Allein von 2010 auf 2013 stieg der Anteil um rund acht Prozent an. Doch wie lässt sich diese besorgniserregende Versorgungslücke schließen, wenn die Pflegeversicherung allein nicht ausreicht?

Wenn die gesetzliche Pflegeversicherung versagt

Staatliche Unterstützung wird dann unabwendbar, wenn Bedürftige auf fremde Hilfe angewiesen sind und die Pflegekosten, die nicht von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden, auch nicht durch eigene Mittel finanziert werden können. Als Grundlage dient hier das 7. Kapitel des Sozialgesetzbuches XII zum Thema Sozialhilfe. Laut Bundesamt erhielten 2013 insgesamt 444.000 Pflegebedürftige Sozialhilfe.

Dies war somit der höchste Wert seit 1995 (574.000). Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Anzahl Pflegebedürftiger wächst die Zahl der Leistungsbezieher seit einigen Jahren wieder kontinuierlich.

Pflegeversicherung entlastete nur kurzweilig

Erst seit 1995 existiert die Soziale Pflegeversicherung als eigenständiger Bereich der Sozialversicherung und unterstützt Versicherte in Form von Geld- und Sachleistungen, wenn diese zum Pflegefall werden. Kurzzeitig bewirkte die Einführung der Pflegeversicherung sogar einen Rückgang derer, die auf staatliche Unterstützung angewiesen waren. Doch vor allem aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Anzahl Pflegebedürftiger hat sich diese Entwicklung schnell wieder revidiert.

Nur 3,4 Prozent haben privaten Zusatzschutz

Bis dato haben gerade mal 3,4 Prozent der gesetzlich Pflegeversicherten einen privaten Zusatzschutz abgeschlossen. Das macht die immense Versorgungslücke der deutschen Bevölkerung deutlich. Nach jahrzehntelanger Arbeit doch noch auf Sozialhilfe und die finanzielle Unterstützung durch Angehörige angewiesen zu sein, belastet den Pflegebedürftigen und die Familie ungemein. Vor allem, wenn es um notwendige Hilfsmittel, bis hin zu Umbauten innerhalb der eigenen vier Wände geht, können sich die Kosten schnell summieren und zu einem finanziellen Unterfangen werden.

Hannelore Cepelnik, Inhabern eines ambulanten Pflegedienstes in NRW, schildert aus ihrer Sicht, wie sich notwendige pflegerische Maßnahmen mit der finanziellen Abhängigkeit vom Staat vereinbaren lassen.

Redaktion: Beeinflusst die Abhängigkeit von staatlicher Hilfe auch die Qualität der pflegerischen Maßnahmen?

Hannelore Cepelnik: Besteht ein Anspruch auf Grundsicherung, prüft das Sozialamt die notwendige Versorgung und versucht, diese auf ein Mindestmaß zu beschränken. Versteht es der Pflegedienst bei nicht ausreichend bewilligter Leistung, dem Sozialamt deutlich und erklärbar zu machen, auf welche tatsächliche Hilfe dieser Mensch angewiesen ist, erhält der Patient auch die Leistung. Viele Familien lehnen aber schon im Ansatz eine Unterstützung ab, da sie Sorge haben, selbst für diese staatliche Hilfe dem Sozialamt etwas schuldig zu sein.

Redaktion: Inwiefern stellt es für den Pflegebedürftigen und die Angehörigen eine Belastung dar, wenn die finanziellen Mittel nicht ausreichen?

Hannelore Cepelnik: Die Belastung der Patienten und deren Familien besteht aus finanzieller Sicht darin, dass nicht alle notwendigen Leistungen von einem Pflegedienst erbracht werden können. Dann wird geprüft, ob größere Rücklagen oder Eigentum vorhanden sind, die folglich für die pflegerischen Maßnahmen verwendet werden müssen. Läuft es dann wirklich auf eine staatliche Unterstützung hinaus, empfinden das die Betroffenen als große emotionale Belastung. Im schlimmsten Falle zerstreiten sich sogar noch die Pflegebedürftigen mit ihren Familienmitgliedern, da es auch häufig die Angehörigen als Belastung empfinden, wenn sie eigene Zeit und Mittel investieren müssen, um dem Bedürftigen die Unterstützung gewährleisten zu können, die er nun mal benötigt.

Redaktion: Wie kann man Ihrer Meinung nach dieser Misere entgegenwirken bzw. zu welchen Maßnahmen raten Sie den Betroffenen?

Hannelore Cepelnik: Vorsorge kann nur getroffen werden, wenn der Bedürftige über genügend Eigenmittel verfügt, um eine individuelle Altersvorsorge für sich gewährleisten zu können. Durch die Pflegeversicherung wird bereits ein großer Anteil geleistet, aber ohne den rechtzeitigen Abschluss privater Zusatzversicherungen und ehrenamtliche Hilfe durch Verwandte oder Bekannte kann eine hundert prozentige Versorgung nicht geleistet werden. Die jetzige hilfsbedürftige Generation steht mit den laufenden Rentenerträgen häufig noch ganz gut da. Das wird sich durch die Entwicklung der Niedriglöhne aber bald verändern und es droht mit und ohne Pflegebedürftigkeit Altersarmut und somit kaum eine Möglichkeit, für das Alter ausreichend Rücklagen bilden zu können. So kann man an die jüngsten Generationen nur appellieren und hoffen, dass sich diese frühzeitig um ihre Altersvorsorge kümmern.

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Bild: Alexander Raths