Frau mit Vase in der Hand und Mann packen Umzugskartons aus

Versicherungssumme bei einer Hausratversicherung

Der Abschluss einer Hausratversicherung ist in den meisten Fällen sinnvoll. Eine böse Überraschung droht aber, wenn der Versicherungsnehmer aus Gründen der Sparsamkeit die Versicherungssumme an ein zu niedriges Niveau angepasst hat. Und selbst wenn bei Vertragsabschluss alles korrekt war, im Laufe der Jahre verändert sich der Wert des Hausrats. Passt der Vertrag dann noch zu der aktuellen Einrichtung?

Welche Höhe sollte die Versicherungssumme haben?

Die Höhe der Versicherungssumme muss zum Wert der Wohnungseinrichtung passen. Als erster Maßstab gilt die Quadratmeterzahl. Bei einer durchschnittlich eingerichteten Wohnung gilt ein Maßstab von 650 Euro pro Quadratmeter. Nehmen Sie sich die Zeit und prüfen Sie, ob das bei Ihnen zutrifft. Berechnen Sie Teppiche, Kleidung und alle Gebrauchsgegenstände in Ihrer Wohnung ein. Stellen Sie sich dafür vor, Sie müssten alles neu kaufen. Bewahren Sie diese Aufstellung auf, damit Sie im Schadensfall Ihre Verluste belegen können.

Was ist bei der Deckungssumme zu beachten?

Die Deckungssumme ist der höchstmögliche Beitrag, den der Versicherer im Schadensfall zahlt. Eine solche Deckungssumme kann bei Versicherungen vom Gesetzgeber vorgeschrieben sein. Bei der Hausratversicherung ist das nicht der Fall. Deshalb besteht bei dieser Versicherung das Risiko der Unterversicherung, und das kann im Schadensfall für Sie als Versicherungsnehmer teuer werden, denn der Versicherer übernimmt den Schaden nur zu 60%. Sie haben natürlich das Recht, auf Unterversicherungsverzicht. Lesen Sie dazu die Vertragsbedingungen und sprechen Sie den Versicherer an.

Was kostet eine Hausratversicherung?

Die Kosten für eine Hausratversicherung sind abhängig vom Wert des Hausrats. Entsprechend ist sie für eine einfach eingerichtete und kleine Wohnung erheblich günstiger, als das bei Wohnraum mit Luxuseinrichtung der Fall ist. Wertvoll sind aber nicht nur technische Geräte, sondern auch Erbstücke, Bücher oder Möbel. Es ist natürlich auch möglich, die Wohnung und die Einrichtung konkret durch einen Experten des Versicherers bewerten zu lassen. Das kann sich empfehlen, wenn Sie als Bewohner die Einrichtung nicht einschätzen können. Das gilt vor allem für Wertgegenstände, bei denen lediglich der Zeitwert zählt und nicht die möglichen Kosten der Neuanschaffung. Ein typisches Beispiel dafür sind Erbstücke.

Darüber hinaus können auch die möglichen Risiken eine Rolle spielen, wie Überschwemmungen durch nahe Flüsse oder Bäche, aber auch das Risiko von weiteren Schäden durch Naturkatastrophen. Entsprechend hat auch die Region, in der sich die Wohnung befindet, Einfluss auf die Kosten der Versicherung. Die Standardantwort auf die Frage nach den Kosten der Hausratversicherung gibt es demnach nicht. Im Durchschnitt ist aber mit 100 bis 200 Euro pro Jahr zu rechnen. Beitragsrechner können bei der Entscheidung für eine Hausratversicherung ein Vorteil sein. Als Versicherungsnehmer sollten Sie die Vertragsbedingungen berücksichtigen, damit Sie sich nicht aus Gründen der Sparsamkeit bei einer günstigen Versicherung schlechter stellen.

Praktische Tipps für die Hausratversicherung

Es ist schlimm genug, wenn ein Schaden in Ihrer Wohnung entsteht, durch denn Sie einen Teil oder sogar alle Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände ersetzen müssen. Der Verwaltungsaufwand für die Klärung mit der Versicherung ist außerdem nicht unerheblich. Reduzieren Sie den Aufwand, indem Sie alle Unterlagen beisammen halten. Das gilt auch für Neuanschaffungen. Sie müssen die Verpackungen nicht aufbewahren. Weitaus wichtiger sind Kassenbelege. Das wird bei alten Gegenständen, vor allem bei Erbstücken nicht funktionieren. Fertigen Sie deshalb Fotos an und vermessen Sie diese Einrichtungsgegenstände, wenn Sie davon ausgehen können, dass es sich um wertvolle Dinge handelt. Klären Sie dann mit Ihrem Versicherer, ob Ihre Hausratversicherung um eine Elementarversicherung erweitert werden muss.

Ist Ihre Versicherung noch aktuell?

Ein typischer Fehler ist die Nichtanpassung. Viele Versicherungsnehmer „vergessen“ ihre Hausratversicherung, nachdem sie sie abgeschlossen haben. Sie wissen zwar, dass es sie gibt, aktualisieren aber bei Wertänderungen den Vertrag nicht. Das gilt nicht nur für Anschaffungen, sondern auch für Renovierungen und ganz besonders für den Umzug. Verändert sich die Wohngegend, kann das Einfluss auf die Risiken und damit auf die Hausratversicherung haben. Ganz sicher verändern sich aber die Vertragsbedingungen, wenn es durch den Umzug Veränderungen bei der Quadratmeterzahl gibt. Manche Versicherer kontaktieren ihre Versicherungsnehmer deshalb im Abstand weniger Jahre, um dieses Risiko zu reduzieren. Kommt es allerdings in der Zwischenzeit zu einem Schadensfall, kann das für Sie erhebliche Nachteile bedeuten, selbst wenn Sie die Versicherung noch nie in Anspruch genommen haben.

Bedenken Sie das auch, wenn sich Ihre Lebensumstände ändern, sei es, dass ein Partner auszieht oder jemand einzieht. Klären Sie in beiden Fällen, wer bereits eine Hausratversicherung abgeschlossen hat und welche bestehen bleiben soll. Besprechen Sie auch, ob Wertgegenständen hinzukommen oder beim Auszug mitgenommen werden. All das hat Einfluss auf Ihren Versicherungsschutz und die Deckungssumme. Zieht der Versicherungsnehmer aus, kontaktieren Sie die Hausratversicherung, um zu klären, wie Sie den Versicherungsschutz beibehalten, wenn der Ex-Partner den Vertrag kündigt.

Was deckt die Hausratversicherung ab?

Durch Ihre Hausratversicherung sind im Normalfall Schäden abgedeckt, die durch Feuer, Wasser (Leitungswasser) und Einbrüche verursacht wurden. Übernommen werden Neuanschaffungen und Reparaturen. Es können aber noch weitere Kosten z. B. für den Aufenthalt in einem Hotel hinzukommen, wenn Ihre Wohnräume vor der Renovierung nicht mehr betreten werden können. Falls sich noch Gegenstände in der Wohnung befinden, die nicht beschädigt sind oder repariert werden können, ist eine Zwischeneinlagerung nötig. Auch diese Kosten übernimmt die Hausratversicherung.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren Versicherer.

Titelbild: © fizkes

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