Junge Leute im Auto mit Hund

Urlaub mit Hund – Was ist zu beachten?

Bei den meisten Tierfreunden ist der Hund ein Familienmitglied. Reisen alle, sollte der Hund möglichst mit. Damit Ihr Urlaub mit Hund ein voller Erfolg wird, finden Sie in diesem Beitrag wichtige Tipps von der Planung bis zur Durchführung.

Inhalt

 

Auto, Zug oder Flugzeug – Welches Transportmittel ist das beste?

Der Urlaub beginnt mit der Anreise. Um Stress zu vermeiden, sollte Ihr Hund mit dem Transportmittel vertraut sein. Für Sie als Hundebesitzer gibt es einige Regeln zu beachten.

Fahrten mit dem Auto

Die meisten Hunde sind entspannte Beifahrer, wenn sie sich ans Autofahren gewöhnt haben. Achten Sie darauf, dass der Hund keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, und sichern Sie ihn gesetzeskonform im Auto. Das kann ein Gurtsystem sein oder eine Transportbox. Den Hund ohne Sicherung einfach im Kofferraum mitzunehmen, ist nicht erlaubt. Achten Sie darauf, dass der Hund sich ausstrecken kann und legen Sie mindestens alle zwei Stunden eine Pause ein. Bieten Sie Ihrem Hund während der Pause Wasser und ausreichend Bewegung.

Fahrten mit der Bahn

Vor allem bei internationalen Bahnfahrten können die gesetzlichen Bestimmungen stark einschränken. In Italien ist das Mitnehmen von Hunden im Zug z. B. gar nicht erlaubt. Bei der Deutschen Bahn dürfen Sie einen Hund zwar mitnehmen, aber nur mit Maulkorb. Kleine Hunde im Transportkorb sind unproblematisch, ein Recht auf Mitnahme eines größeren Hundes gibt es nicht, es sei denn, Sie haben ein ganzes Abteil gebucht. Hier heißt es also, sich bei den jeweiligen Anbietern gut zu informieren.

Reisen mit dem Flugzeug

Ein großer Hund reist im Frachtraum in einer für Flugreisen zugelassenen Flugbox. Kleine Hunde dürfen bei manchen Fluggesellschaften in den Passagierraum, wenn sie in einer Box untergebracht sind. Manche Hunde verkraften Flugreisen recht gut, für andere ist der Flug mit großem Stress verbunden. Hier sollten Sie genau abwägen, ob die Reise für den Hund zumutbar ist. Im Zweifelsfall suchen Sie vorab Rat bei einem Tierarzt.

Meer und Berge – Urlaubsziele mit Hund

Das Reiseziel ist ebenso wichtig wie das Transportmittel. Damit alle Familienmitglieder einen schönen und erholsamen Urlaub erleben können, beziehen Sie bei der Entscheidung für das Reiseziel folgende Punkte ein:

  • Einreisebestimmungen mit Hund
  • Klimatische Bedingungen
  • Hundegesetze im Land
  • Unterbringung
  • Pläne für die freie Zeit
  • Belastbarkeit des Hundes

Je mehr Sie auf die Toleranz anderer angewiesen sind, desto gelassener und belastbarer muss der Hund sein. Eine Reise mit dem Flugzeug in ein Land mit hohen Temperaturen und einem Aufenthalt im Hotel fordert einen Hund ganz anders als die Anreise mit dem Auto in gemäßigte Regionen und die Übernachtung in einer Ferienhütte. Ein Urlaub mit Wanderungen durch Wald und Flur lässt sich mit einem Hund ebenfalls oft viel einfacher durchführen als ein Kultur- und Städtetrip.

Vielleicht reisen Sie gern in die Berge oder wünschen sich eine schöne Zeit am Meer? Bedenken Sie dabei, dass manche Umgebung für den Hund ungeeignet ist und sie vor Ort vor unlösbare Probleme stellen kann oder sogar gesetzliche Bestimmungen für erhebliche Einschränkungen sorgen. Prüfen Sie, ob Ihr Hund folgende Bedingungen erfüllt:

  • Sozialverträglich mit Menschen und anderen Hunden
  • Ist der internationale Impfausweis lückenlos?
  • Sind alle Angaben zum Tier und Tierarzt vollständig im Impfpass angegeben?
  • Ist die Chipnummer bei Tasso eingetragen und sind Ihre Kontaktdaten aktuell?
  • Besitzen Sie eine Hundehaftpflichtversicherung?
  • Ist Ihr Hund kein sogenannter Kampfhund?

Der letzte Punkt ist den Landeshundegesetzen in Deutschland geschuldet, aber auch den unterschiedlichen Gesetzen der anderen europäischen Länder. Wenn Sie ins Ausland fahren, sollten Sie in jedem Fall frühzeitig Ihren Tierarzt befragen. Er sollte die gesetzlichen Bestimmungen kennen.

Urlaub mit Hund am See oder Meer

Urlaub am Wasser ist für die meisten Hunde ein großes Vergnügen. Bei der Auswahl sollten Sie aber klären, ob Hunde während Ihres Aufenthaltes gestattet sind. Im Hochsommer sind Sie an einem See besser aufgehoben als am Meer. Denn in der Regel gibt es am See mehr schattige Plätze, wohin Sie sich mit Ihrem Hund zurückziehen können. Am Meer ist es für den Hund tagsüber zu heiß und wahrscheinlich auch zu voll. Für den Strandurlaub mit Hund empfiehlt sich daher die Zeit zwischen Oktober und April. Klären Sie außerdem, wie es vor Ort um die Leinenpflicht bestellt ist, denn allgemeingültige Regelungen gibt es nicht. Sehr schön sind Hundestrände, vorausgesetzt Ihr Hund mag den Kontakt mit anderen Hunden. Die Hundestrände auf Juist, Usedom, in Travemünde und Norddeich sind nur einige Beispiele. Um Hund und Hundefreund gut zu unterhalten, bieten manche Urlaubsorte auch eingezäunte Hundespielplätze mit Hindernissen. Auch an der Nordsee gibt es eine Vielzahl schöner Hundestrände.

Urlaub mit Hund in den Bergen

Sie verreisen im Hochsommer mit dem Hund? Dann sind Sie im Bayerischen Wald gut aufgehoben, denn hier können Sie in den schattigen Wäldern schöne Wanderungen unternehmen. Bachläufe sorgen zwischendurch für die nötige Abkühlung und bieten viele Plätze für eine ausgedehnte Rast. Wenn Sie mit Kindern reisen, finden Sie in Bayern eine gelungene Mischung aus Urlaub in den Bergen und Aufenthalt am See. Bodensee (Bayern und Baden-Württemberg) und Chiemsee (Bayern) sind in vielen Bereichen für Hundefreunde offen. Ausflüge in Parks oder zu Sommerrodelbahnen ermöglichen Ihren Kindern Platz zum Toben, ohne dass Sie und der Hund zu kurz kommen. Darüber hinaus ist die Region weitgehend hundefreundlich, sodass Sie selbst in Urlaubsregionen mit einem gehorsamen Hund ins Restaurant dürfen.

Vom Hotel bis zum Ferienhaus – Welches Domizil eignet sich?

Hotelurlaub mit Hund

Es gibt Hotels, in denen ruhige Hunde willkommen sind. Ein junger Trend sind Anbieter, die sich ausschließlich an Hundehalter richten. Hier dürfen Sie mit allen Extras rechnen, bis hin zum Hundephysiotherapeuten, Trainern, einem ordentlich eingezäunten Auslauf und vielleicht sogar einem Hundeschwimmbad. Vielleicht möchten Sie Ihren Urlaub aber nicht unter vielen Hunden verbringen. Dann schauen Sie auf den Seiten der Hotels, ob man dort Hunde erlaubt. Erfragen Sie vor der Buchung, ob der Hund mit in den Speiseraum darf. Vermeiden Sie alle Situationen, bei denen der Hund unnötig Lärm oder Schäden verursacht.

Ferienwohnung mit Hund

In Ferienwohnungen oder im Ferienhaus sind Sie weitgehend unabhängig. Die Reise mit Hund funktioniert hier auch deshalb meist besser, weil Sie mehr Platz zur Verfügung haben und zum Essen nicht die Räumlichkeiten wechseln müssen.

Camping mit Hund

Camping mit Hund kann funktionieren, wenn Ihr Hund eine sehr gute Bindung zu Ihnen hat und zuverlässig abrufbar ist. Außerdem sollte sein Schutztrieb nicht zu ausgeprägt sein, denn sonst verbellt er in der Nacht jeden Campinggast, der an Ihrem Zelt vorbeiläuft. Bedenken Sie, dass Ihr Hund im Zelt sehr wahrscheinlich neben Ihnen schläft. Wenn die ganze Familie im Zelt übernachtet, kann das bei enger Bindung sehr kuschelig werden. Mag jemand das nicht, droht Stress. Berücksichtigen Sie auch, dass Sie Ihren Hund nicht allein im Zelt lassen sollten. Er kann sich dort befreien, ist möglichen Zugriffen hilflos ausgesetzt und im Sommer zu hohen Temperaturen. Wenn Sie noch nie mit Hund gecampt haben, starten Sie eine Probenacht in der Region, die Sie auch spontan abbrechen können.

Vorsicht Falle!

Einige Reiseanbieter erklären auf Ihren Webseiten, dass Hunde gerne mitgebracht werden dürfen. Die Bedingungen vor Ort sind für Hundehalter aber dann derart kompliziert, dass Sie das Angebot kaum ein zweites Mal annehmen würden. Das Risiko ist vor allem bei Ferienanlagen gegeben. Einen ersten Hinweis finden Sie bei den Kosten. Hohe Gebühren pro Hund plus eine zusätzliche Gebühr für die Endreinigung sind keine Seltenheit. Ein weiterer Hinweis ist die Verpflichtung, die Hundetoilette zu benutzen. Dabei handelt es sich zumeist um eingezäunte Flächen mit Sandboden. Hier lösen sich bestenfalls erfahrene Ausstellungshunde. Dazu kommt, dass Sie, um an den Freizeitangeboten teilnehmen zu können, den Hund in der Ferienwohnung lassen müssen. Fragen Sie deshalb vor der Buchung, wie weit Ihre Wohnung vom Ausgang entfernt ist, wenn Sie Ihrem Hund Freilauf gewähren wollen. Bedenken Sie bei großen Parks, dass das Autofahren oft stark reglementiert ist. Sie können dann unter Umständen nicht mit dem Hund vom Gelände fahren, wenn Sie das möchten.

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Rechtliche Regelungen für Auslandsreisen mit Hund

Es gelten immer die gesetzlichen Bestimmungen des Reiselandes. Beachten Sie außerdem, dass als gefährlich eingestufte Hunde nicht in jedes Land eingeführt werden dürfen. Polen ist dabei deutlich liberaler als z. B. England. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt oder recherchieren Sie im Internet. Informieren Sie sich bei längeren Reisen wenigstens sechs Monate vor der Abreise über die Impfvorschriften, damit der Impfschutz für Ihren Schützling lückenlos ist. Bedenken Sie, dass Sie nicht nur aus-, sondern auch wieder einreisen wollen. Folglich gelten die Voraussetzungen immer für mindestens zwei Länder. Der Tierarzt stellt Ihnen den Heimtierausweis aus, ohne den Sie mit Ihrem Hund nicht in ein anderes EU-Land einreisen dürfen. Auch die Registrierung Ihres Vierbeiners bei TASSO e. V. ist empfehlenswert. Das sollten Sie außerdem beachten:

  • Nicht mehr als fünf Hunde mitnehmen
  • Welpen erst ab der 12. Lebenswoche
  • Der Hund muss gekennzeichnet sein (Mikrochip)
  • Die Bestimmungen gelten auch für die Durchreise
  • Klären Sie, ob Ihre Hundehaftpflichtversicherung für die Auslandsreise ausreicht

Tipps zur Reisevorbereitung

Trainieren Sie rechtzeitig vor der Reise das Anlegen des Maulkorbs. Wählen Sie kurze Sequenzen und zwingen Sie den Hund nicht, eine Situation auszuhalten, der er nicht gewachsen ist. Belohnen Sie ihn und sorgen Sie für ausreichend Bewegung und Spiel. Berücksichtigen Sie bei der Vorbereitung der Reise, dass auch Ihr Hund Gepäck hat:

  • Ausreichend Wasser für unterwegs
  • Zwei Näpfe
  • Futter
  • Gewohnte Decke
  • Spielzeug
  • Maulkorb
  • Heimtierausweis
  • Halsband/Geschirr und Leine
  • Bürste
  • Kotbeutel
  • Evtl.Medikamente
  • Zecken- und Flohschutz
  • Evtl. Transportkiste (Kennel) bei Auto- und Flugreisen

Eine gute Vorbereitung für Hunde, die viel unterwegs sind, ist die Begleithundeausbildung. Während einer solchen Ausbildung trainieren Sie unter fachlicher Begleitung den Besuch von Restaurants, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und wie Sie Ihren Hund im öffentlichen Raum führen. Ansprechpartner sind Hundeschulen und Hundevereine. Mit dieser Vorbereitung sollte dem Urlaub mit dem besten Freund des Menschen nichts im Wege stehen!

Ein Tipp zum Schluss: Bedenken Sie, dass Ihr Hund sich unterwegs verletzen oder krank werden kann. Das kann Ihnen auch auf einer langen Wanderung passieren. Belegen Sie bei Gelegenheit einen Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter. Hier lernen Sie, wie mit Schlangenbissen, Knochenbrüchen, Verschlucken von Gegenständen und Schnittwunden an den Pfoten umzugehen ist. Fragen Sie bei Ihren Versicherungen an, wie es im Notfall um den Heimtransport bestellt ist.

Titelbild: © Mirko/ stock.adobe.com

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