Junge Leute im Auto mit Hund

Urlaub mit Hund – Was ist zu beachten?

Wenn Sie mit Ihrem Hund verreisen wollen, gibt es vieles zu berücksichtigen. Damit Ihr Vorhaben ein voller Erfolg wird, finden Sie in diesem Beitrag wichtige Tipps von der Planung bis zur Durchführung.

Was spricht für und was gegen Verreisen mit dem Hund?

Bei den meisten Tierfreunden ist der Hund ein Familienmitglied. Reisen alle, sollte der Hund möglichst mit. Das bedeutet aber auch, dass Sie das Ziel so wählen müssen, dass Ihr Hund damit zurechtkommt. Fahren Sie nicht mit einem Neufundländer in den Süden und nehmen Sie einen wasserscheuen Hund nicht mit auf eine Kanutour. Alte Hunde oder solche mit gesundheitlichen Einschränkungen schaffen keine langen Wanderungen und ängstliche Hunde sind mit einem Aufenthalt in einer Partymetropole gnadenlos überfordert. Passen Sie Ihre Urlaubsplanung an die Grenzen des schwächsten Mitreisenden an, ob Mensch oder Hund.

Wohin mit dem Hund verreisen?

Sicher haben Sie ein favorisiertes Ziel. Vielleicht reisen Sie gern in die Berge oder wünschen sich eine schöne Zeit am Meer. Bedenken Sie aber, dass manche Umgebung für den Hund ungeeignet ist und sie vor Ort vor unlösbare Probleme stellen kann oder sogar gesetzliche Bestimmungen für erhebliche Einschränkungen sorgen. Prüfen Sie, ob Ihr Hund folgende Bedingungen erfüllt:

  • Sozialverträglich mit Menschen und anderen Hunden
  • Geimpft, inklusive Tollwut
  • Haftpflichtversichert
  • Gesund
  • Kein sogenannter Kampfhund

Der letzte Punkt ist den Landeshundegesetzen in Deutschland geschuldet, aber auch den unterschiedlichen Gesetzen der anderen europäischen Länder. Wenn Sie ins Ausland fahren, sollten Sie in jedem Fall frühzeitig Ihren Tierarzt befragen. Er kennt die gesetzlichen Bestimmungen.

Dänemark – kein Urlaubsland für Hundefreunde

Dänemark hat in Europa seit 2014 das restriktivste Hundegesetz. Wenn ein Hund, der nach Dänemark im Urlaub mitgebracht wurde, einen Menschen oder einen anderen Hund beißt, ist es die Polizei, die konkret einschätzt und entscheidet, inwieweit es sich um eine Bissverletzung handelt und ob diese so schwerwiegend ist, dass der Hund eingeschläfert werden muss. Der Hundebesitzer hat aber die Möglichkeit, das Hinzuziehen eines Hundesachverständigen zu verlangen, bevor die Polizei ihre Entscheidung trifft. Weitere Informationen erhalten Sie vom Haustierzentralregister Tasso und dem Deutschen Tierschutzbund.

Auto, Zug oder Bahn?

Das Auto ist für Reisen mit Hund in den meisten Fällen das praktischste Transportmittel. Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner genug Platz hat, legen Sie Pausen ein, fahren Sie möglichst nachts. Verbringt Ihr Hund die Fahrt auf einem der Autositze, schnallen Sie ihn auf jeden Fall an! Anschnallgurte für Hunde gibt es in jedem Haustiergeschäft. Häufig zu sehen, aber im Fall von Auffahrunfällen ungleich gefährlicher, ist der Transport im Kofferraum, z. B. in einem Kennel. Auch der sollte zumindest schattig und ausreichend belüftet sein. Lassen Sie Ihren Hund bei warmem Wetter nicht allein im Auto. Autos heizen sich bei Sonnenstrahlen innerhalb von 10 Minuten so stark auf, dass der Kreislauf des Hundes kollabiert. Schützen Sie Ihren Hund während der Reise auch vor Kälte!

Bei der Reise mit der Bahn müssen Sie den Zugplatz für Ihren Hund bezahlen. Jedoch haben Sie keinen Rechtsanspruch auf Mitnahme, wenn der Zug voll ist. Das gilt nicht für kleine Hunde in einem Transportkörbchen.

Bei Flugreisen darf Ihr kleiner Hund u. U. mit in die Kabine, wenn er in der Transportbox sitzt. Große Hunde reisen im Frachtraum. Überlegen Sie, ob Sie Ihrem Hund die Reise im Frachtraum zumuten möchten, und informierenSie sich genau bei der Fluggesellschaft nach der Vorgehensweise.

Das sind mögliche Ziele

Ob Sie in Deutschland oder im Ausland Urlaub machen, suchen Sie sich ein Ziel, an dem Hunde wenigstens geduldet werden. Touristisch stark besuchte Regionen in der Hochsaison gehören nicht dazu. Hier müssen Sie damit rechnen, dass Sie mit Ihrem Hund von Lokalitäten, aber auch von Routen ausgeschlossen werden. Wenn Sie ans Meer wollen, achten Sie auf Hundestrände. Sind die Berge Ihr Ziel, bleiben Sie in touristischen Randgebieten. Seien Sie kompromissbereit.

Vom Hotel bis zum Ferienhaus – Welches Domizil eignet sich?

Das Hotel

Es gibt Hotels, in denen ruhige Hunde willkommen sind. Ein junger Trend sind Anbieter, die sich ausschließlich an Hundehalter richten. Hier dürfen Sie mit allen Extras rechnen, bis hin zum Hundephysiotherapeuten, Trainern, einem ordentlich eingezäunten Auslauf und vielleicht sogar einem Hundeschwimmbad. Vielleicht möchten Sie Ihren Urlaub aber nicht unter vielen Hunden verbringen. Dann schauen Sie auf den Seiten der Hotels, ob man dort Hunde erlaubt. Erfragen Sie vor der Buchung, ob der Hund mit in den Speiseraum darf. Vermeiden Sie alle Situationen, bei denen der Hund unnötig Lärm oder Schäden verursacht.

Ferienwohnung und Ferienhaus

In Ferienwohnung oder Ferienhaus sind Sie weitgehend unabhängig. Die Reise mit Hund klappt hier auch deshalb meist besser, weil Sie mehr Platz zur Verfügung haben und zum Essen nicht die Räumlichkeiten wechseln müssen.

Camping mit Hund

Camping mit Hund kann funktionieren, wenn Ihr Hund eine sehr gute Bindung zu Ihnen hat und zuverlässig abrufbar ist. Außerdem sollte sein Schutztrieb nicht zu ausgeprägt sein, denn sonst verbellt er in der Nacht jeden Campinggast, der an Ihrem Zelt vorbeiläuft. Bedenken Sie, dass Ihr Hund im Zelt sehr wahrscheinlich neben Ihnen schläft. Wenn die ganze Familie im Zelt übernachtet, kann das bei enger Bindung sehr kuschelig werden. Mag jemand das nicht, droht Stress. Berücksichtigen Sie auch, dass Sie Ihren Hund nicht allein im Zelt lassen sollten. Er kann sich dort befreien, ist möglichen Zugriffen hilflos ausgesetzt und im Sommer zu hohen Temperaturen. Wenn Sie noch nie mit Hund gecampt haben, starten Sie eine Probenacht in der Region, die Sie auch spontan abbrechen können.

Die Checkliste für die Reise

Einige Fragen sollten Sie vor Ihrem Urlaub unbedingt klären:

  • Ist der internationale Impfausweis lückenlos?
  • Sind alle Angaben zum Tier und Tierarzt vollständig im Impfpass angegeben?
  • Ist die Chipnummer bei Tasso eingetragen und sind Ihre Kontaktdaten aktuell?
  • Besitzen Sie eine Hundehaftpflichtversicherung?

Das braucht Ihr Hund je nach Reiseziel und Bedürfnissen:

Es gibt Hunde, die zufrieden sind, solange ihre Menschen bei ihnen sind. Anderen genügt das nicht. Eine fremde Umgebung macht sie nervös. Diese Hunde brauchen mehr Reisegepäck.

  • Halsband mit Hundemarke und Kontaktdaten, gut sitzendes Geschirr
  • Leine
  • Decke
  • Maulkorb (je nach Gesetz auch für ungefährliche Hunde Pflicht)
  • Spielzeug
  • Bürste
  • Kotbeutel
  • Evtl. Medikamente
  • Zecken- und Flohschutz
  • Gewohntes Futter
  • Reisenäpfe für Futter und Wasser
  • Evtl. Transportkiste (Kennel) bei Auto- und Flugreisen

Ein Tipp zum Schluss!

Bedenken Sie, dass Ihr Hund sich unterwegs verletzen oder krank werden kann. Das kann Ihnen auch auf einer langen Wanderung passieren. Belegen Sie bei Gelegenheit einen Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter. Hier lernen Sie, wie mit Schlangenbissen, Knochenbrüchen, Verschlucken von Gegenständen und Schnittwunden an den Pfoten umzugehen ist. Fragen Sie bei Ihren Versicherungen an, wie es im Notfall um den Heimtransport bestellt ist.

Titelbild: © Mirko

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