Frau mit Hund im Ruderboot

Urlaub mit dem Hund in Deutschland

Für einen rundum gelungenen Urlaub mit Hund müssen Sie nicht weit reisen. Auch in Deutschland finden Sie schöne Ziele mit Angeboten, die sich für die ganze Familie eignen.

Die Anfahrt ist Teil des Urlaubs

Wenn Sie diesen Tipp berücksichtigen, beginnt Ihr Urlaub nicht erst, wenn Sie am Urlaubsort angekommen sind. Nehmen Sie sich Zeit für die Anfahrt und legen Sie Zwischenstopps an besonders schönen Plätzen ein. Nimmt Ihre Tour mehr als vier Stunden in Anspruch, übernachten Sie unterwegs. Überlegen Sie auch, ob Sie die Strecke nicht so legen können, dass ein Ausflug zu einem See oder eine Wanderung durch einen Wald möglich wird. Sie werden wesentlich erholter und zufriedener am Ziel ankommen und Ihr Hund auch.

Urlaub mit Hund am See oder Meer

Urlaub am Wasser ist für die meisten Hunde ein großes Vergnügen. Bei der Auswahl sollten Sie aber klären, ob Hunde während Ihres Aufenthaltes gestattet sind. Im Hochsommer sind Sie an einem See besser aufgehoben, als am Meer. Denn in der Regel gibt es am See mehr schattige Plätze, wohin Sie sich mit Ihrem Hund zurückziehen können. Am Meer ist es für den Hund tagsüber zu heiß und wahrscheinlich auch zu voll. Für den Strandurlaub mit Hund empfiehlt sich daher die Zeit zwischen Oktober und April. Klären Sie außerdem, wie es vor Ort um die Leinenpflicht bestellt ist, denn allgemeingültige Regelungen gibt es nicht. Sehr schön sind Hundestrände, vorausgesetzt Ihr Hund mag den Kontakt mit anderen Hunden. Die Hundestrände auf Juist, Usedom, in Travemünde und Norddeich sind nur einige Beispiele. Um Hund und Hundefreund gut zu unterhalten, bieten manche Urlaubsorte auch eingezäunte Hundespielplätze mit Hindernissen.

Inselurlaub in Deutschland

Ein besonderes Urlaubsvergnügen bieten Inseln. Auch hier können Sie weitgehend mit hundefreundlicher Umgebung rechnen. Dort, wo Hunde an stark frequentierten Plätzen nicht gestattet sind, haben sich die Verantwortlichen in vielen Urlaubsregionen bemüht, schöne Alternativen in der Nähe zu schaffen. Für die Ostsee ist Usedom ein gutes Beispiel. Die weitläufigen Hundestrände der Insel sind ideal für Reisende mit Hund. Auch an der Nordsee gibt es eine Vielzahl schöner Hundestrände, teilweise sogar mit angeschlossenem Hundespielplatz.

Urlaub mit dem Hund in den Bergen

Sie verreisen im Hochsommer mit dem Hund? Dann sind Sie im Bayerischen Wald gut aufgehoben, denn hier können Sie in den schattigen Wäldern schöne Wanderungen unternehmen. Bachläufe sorgen zwischendurch für die nötige Abkühlung und bieten viele Plätze für eine ausgedehnte Rast. Wenn Sie mit Kindern reisen, finden Sie in Bayern eine gelungene Mischung aus Urlaub in den Bergen und Aufenthalt am See. Bodensee (Bayern und Baden-Württemberg) und Chiemsee (Bayern) sind in vielen Bereichen für Hundefreunde offen. Ausflüge in Parks oder zu Sommerrodelbahnen ermöglichen Ihren Kindern Platz zum Toben, ohne dass Sie und der Hund zu kurz kommen. Darüber hinaus ist die Region weitgehend hundefreundlich, sodass Sie selbst in Urlaubsregionen mit einem gehorsamen Hund ins Restaurant dürfen.

Vorsicht Falle!

Einige Reiseanbieter erklären auf Ihren Webseiten, dass Hunde gerne mitgebracht werden dürfen. Die Bedingungen vor Ort sind für Hundehalter aber dann derart kompliziert, dass Sie das Angebot kaum ein zweites Mal annehmen würden. Das Risiko ist vor allem bei Ferienanlagen gegeben. Einen ersten Hinweis finden Sie bei den Kosten. Hohe Gebühren pro Hund plus eine zusätzliche Gebühr für die Endreinigung pro mitgereistem Hund sind keine Seltenheit. Ein weiterer Hinweis ist die Verpflichtung, die Hundetoilette zu benutzen. Dabei handelt es sich zumeist um eingezäunte Flächen mit Sandboden. Hier lösen sich bestenfalls erfahrene Ausstellungshunde. Dazu kommt, dass Sie, um an den Freizeitangeboten teilnehmen zu können, den Hund in der Ferienwohnung lassen müssen. Aber es gibt noch mehr zu bedenken. Fragen Sie vor der Buchung, wie weit Ihre Wohnung vom Ausgang entfernt ist, wenn Sie Ihrem Hund Freilauf gewähren wollen. Bedenken Sie bei großen Parks, dass das Autofahren oft stark reglementiert ist. Sie können dann u. U. nicht mit dem Hund vom Gelände fahren, wenn Sie das möchten.

Das sollten Sie beachten

Nehmen Sie Rücksicht auf andere Reisende mit und ohne Hund. Sie alle wollen sich erholen und haben auch das Recht dazu. Lassen Sie Ihren Hund nicht auf Menschen oder Tiere zulaufen, wenn Sie nicht vorab geklärt haben, ob das auch gewünscht ist. Das gilt auch, wenn Ihr Hund absolut verträglich ist und Streit aus dem Weg geht. Es gibt genug Hunde, die so viel Nähe nicht ertragen und in unnötigen Stress geraten.

Ihr Hund ist schwierig?

Grundsätzlich können Sie auch mit einem Hund in den Urlaub fahren, wenn er nicht absolut sozialverträglich ist. Wählen Sie dafür eine Pension, in der Sie genug Möglichkeit haben, anderen auszuweichen. Sehr gut sind Sie bei Hundezüchtern oder Trainern aufgehoben, die über sichere Ausläufe verfügen und auf ihrem Gelände Blockhütten oder Ferienwohnungen anbieten. Hier finden sich oft auch Sicherheitsschleusen, um Konflikte zu vermeiden. Schauen Sie sich auch Hundehotels mit Trainingsmöglichkeiten an. Verbinden Sie den Urlaub mit einer Fortbildung für das Hundetraining, von der Sie alle profitieren. Der Vorteil solcher Hundehotels ist, dass sie landschaftlich zumeist reizvoll liegen, die Betreiber ausgesprochene Hundekenner sind und Sie nicht mit unerwarteten Problemen rechnen müssen. Manche Hotels bieten zusätzlich einen Hundesitter-Service an. Das ist die Gelegenheit für Sie, am Abend eine Veranstaltung zu besuchen, selbst an einem Kurs teilzunehmen oder eine Besichtigung zu planen, zu der Hunde nicht zugelassen sind. Der Hundesitter hilft Ihnen außerdem, wenn Ihr Hund aufgrund einer körperlichen Einschränkung an anstrengenden Touren nicht teilnehmen kann.

Wo finden Sie das richtige Angebot?

Viele Portale bieten umfangreiche Angebote für hundefreundliche Urlaubsgebiete und Unterkünfte. Auf speziellen Internetseiten wie Ferien-mit-dem Hund.de oder weg.de findet man deutschlandweite Angebote. Haben Sie bereits ein konkretes Ziel im Blick, gibt es regionale Portale, so wie für Usedom.

Auf jeden Fall sollten Sie bei Ihrer Wahl der Urlaubsregion die Hunderasse Ihres Tieres einbeziehen, wenn er unter die Landeshundeliste fallen könnte. Die Regelungen sind Sache der Länder und unterscheiden sich entsprechend. Für das Bundesland Bayern bietet zum Beispiel die Seite der Polizei Bayern einen guten Überblick. Berücksichtigen Sie, dass das Landeshundegesetz nicht nur für die Einwohner, sondern auch für die für Urlauber gilt . Ein paar allgemeine Tipps, woran Sie bei einem Urlaub mit Ihrem Hund  denken sollten und welche Unterkunft sich besonders eignet finden Sie in unserem Artikel Urlaub mit Hund.

Titelbild: © kerkezz

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