Strandblick zur Seebrücke Heringsdorf

Urlaub als Krebspatient

Auszeiten dienen der Erholung. Reisen sind dafür besonders geeignet, denn der Ortswechsel lenkt von den Alltagssorgen ab. Für Krebspatienten ist eine Reise aber auch mit Strapazen verbunden. Eine sorgfältige Planung ist deshalb besonders wichtig. Und auch die Wünsche möglicher Begleiter sollten berücksichtigt werden. Schließlich tragen auch sie Verantwortung und brauchen oft genug Zeit, um durchzuatmen.

Reisen während der Krebstherapie?

Auch unter der Behandlung kann es Phasen geben, die sich für einen Urlaub eignen. Entscheidend ist das Wohlbefinden des Patienten. Fühlt er sich stark genug, spricht nicht viel gegen eine Reise. Neben der Erholung und dem „Tapetenwechsel“ sorgen schließlich andere Kontakte und Impulse aus der Umwelt für eine neue Wahrnehmung. Statt der Klinikaufenthalte mit den typischen Gerüchen und Abläufen, sollten frische Luft, persönliche Zuwendungen und ein erholsames Umfeld eine wichtige Rolle spielen. Es ist wieder Zeit, das Leben bewusst wahrzunehmen und zu genießen. Dazu gehört auch, glückliche Momente zu erleben und festzuhalten.

Auszeit für junge Patienten

Tiefe Erschöpfung verlangt nach Ruhe. Für junge Krebspatienten kann das aber anstrengend sein. Wenn sie sich fit genug fühlen, ist der Wunsch nach etwas Normalität mehr als nachvollziehbar. Dazu gehören Treffen mit Freunden, vielleicht die Teilnahme an einer Party oder der Besuch von Veranstaltungen. Aber ist das vertretbar? Bei jungen Patienten sind betreuende Angehörige fast immer mit in der Verantwortung. Sie sollten einerseits den Betroffenen nicht zu sehr beschützen, andererseits aber Sorge dafür tragen, dass er sich nicht übernimmt.

Gespräche mit Ärzten ermöglichen eine gründliche Planung für den Fall, dass sich die gesundheitliche Verfassung verschlechtert, weil die Kraft nicht reicht. Das reduziert Risiken. Gerade für junge Menschen kann sich aber z. B. eine Kur empfehlen, in der sie viel Zeit mit Menschen ihres Alters verbringen. Wer eine absolute Auszeit von der Erkrankung sucht, sollte sie bekommen wo immer das vertretbar ist. Wer hingegen den Erfahrungsaustausch will, sollte dabei unterstützt werden.

Reisen nach der Therapie

Nach Beendigung der Therapie ist nicht nur der Krebspatient erschöpft. Verwandte und Unterstützer brauchen ebenfalls Erholung. Natürlich müssen nicht alle gemeinsam verreisen, dennoch nutzten viele die bestehenden Möglichkeiten und genießen die Zeit mit deutlich weniger Sorgen. Eine gute Idee ist es, sich schon unter der Behandlung für eine solche Reise zu entscheiden und die Pläne dann umzusetzen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Wohin kann die Reise gehen?

Auch die Wahl des Ziels ist abhängig von der Verfassung und der Prognose für die folgenden Wochen. Reisen in ferne Länder sind möglich, sollten aber nicht die erste Wahl sein. Schließlich müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört, dass der Patient im Falle einer Verschlechterung möglichst schonend rücktransportiert werden kann. Auch die medizinische Versorgung am Urlaubsort sollte problemlos möglich sein. Das gilt vor allem für eine Schmerztherapie.

Diese Bedingungen sind nur erfüllbar, wenn keine Sprachschwierigkeiten auftreten, die eine schnelle Kommunikation im Ernstfall behindern oder sogar unmöglich machen. Interessante Reiseziele gibt es fast immer auch in der nahen Umgebung. Hier lohnt sich ein Gespräch mit der Krankenkasse, die durch ihre engen Kontakte zu Kurhäusern auch Empfehlungen aussprechen kann. Weite Reisen mit langen Flügen und anstrengenden Klimabedingungen sind weniger geeignet.

Die Chancen einer Kur

Die Kur steht nicht nur Krebspatienten zu, sondern auch pflegenden Angehörigen. Ob und was dafür in Frage kommt, muss mit der Krankenkasse geklärt werden. Dazu gehört die Frage der Kostenübernahme, aber auch die Überlegung, wohin die Reise gehen könnte. Schließlich müssen die Umgebung und das Angebot im Kurhaus zum Krankheitsbild passen. Da sich Kurhäuser häufig spezialisieren, erleichtert das die Entscheidung. Die Reisenden können sich in Absprache mit den Ärzten genau überlegen, welche Maßnahmen sich besonders empfehlen und eine Chance sind, die Heilung zu beschleunigen.

Eine solche Kur ermöglicht es den Patienten zudem, neue Verfahren auszuprobieren und sich gezielt naturheilkundlich betreuen zu lassen. Darüber hinaus sind erholsame Wellnessanwendungen hoch im Kurs. Zeigt sich, dass die Verfahren anschlagen, empfiehlt sich das Gespräch mit der Krankenkasse, um zu prüfen, ob die Anwendungen auch in Zukunft genutzt werden können. Darüber hinaus bietet eine Kur aber auch psychologische Betreuung. Erfahrene Ansprechpartner für Einzelgespräche ermöglichen den Kurgästen, das Erlebte zu reflektieren und Kraft für die Zukunft zu schöpfen. Außerdem nutzen immer mehr Kururlauber die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch hier warten Chancen, wie auch neue Ideen für die Zukunft. Die Patienten sollen die Gelegenheit bekommen, sich über neue Forschungsansätze zu informieren und von den Erfahrungen anderer zu profitieren.

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