Krebsvorsorge - Wage um das Körpergewicht festzustellen

Übergewicht – Ein vermeidbares Krebsrisiko

Übergewicht ist ein Risiko für die Gesundheit. Nahezu alle Zivilisationskrankheiten werden durch starkes Übergewicht ausgelöst und verstärkt. Das gilt auch für manche Formen von Krebs.

Ab wann ist jemand übergewichtig?

Die Grenze zwischen Normalgewicht und leichtem Übergewicht ist fließend. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Das Körpergewicht allein ist kein Maßstab, denn auch die Muskelmasse hat Einfluss auf das Gewicht. So kann eine augenscheinlich schlanke Person einige Kilogramm mehr auf die Waage bringen, wenn sie besonders gut trainiert ist. Leichtes Übergewicht gilt auch nicht als Risikofaktor für Krebs. Übergewicht ist außerdem von Fettleibigkeit abzugrenzen. Erst bei echter Fettleibigkeit (Adipositas) erhöht sich das Risiko für Krebs. Als hilfreiche Berechnungsgrundlage gilt der BMI, der Body Mass Index. Nach dieser Berechnung gilt jeder als fettleibig, der einen BMI von 30 und darüber hat. Die Formel lautet:

Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Warum erhöht Adipositas das Risiko für Krebs

Bei starkem Übergewicht kommen gleich mehrere Faktoren  zusammen, die das Risiko für Krebs erhöhen. Dazu gehören ein stark erhöhter Körperfettanteil, ungesunde Lebensweise, Bewegungsmangel, die genetische Disposition und der Konsum bzw. der Kontakt mit Stoffen, die Krebs auslösen.  Wie Experten festgestellt haben, steigt durch einen hohen Körperfettanteil das Risiko für

  • Darmkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Nierenzellkrebs
  • Gebärmutterkörperkrebs
  • Leberkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Schilddrüsenkrebs
  • Hirntumore

Auch das Brustkrebsrisiko ist erhöht. Allerdings ist das auch altersabhängig. So steigt das Risiko erst während der Wechseljahre und hält auch danach weiter an. Wissenschaftler warnen aber nicht nur vor einem allgemein erhöhten Risiko. Es hat sich auch gezeigt, dass das Risiko umso größer ist, je schwergewichtiger die Person wird.

Übergewicht und der Teufelskreis

Neben dem erhöhten Körperfettanteil, gehen mit starkem Übergewicht weitere Krebsrisiken einher. Starkes Übergewicht ist eine Folge ungesunder Lebensweise. Dazu gehören eine zu fetthaltige und zuckerreiche Ernährung und Bewegungsmangel. Auch Alkohol kann eine Rolle spielen. Wer stark übergewichtig ist, bewegt sich für gewöhnlich nicht ausreichend. Hier ist es vor allem der Dickdarmkrebs, der durch die ungesunde Lebensweise begünstigt wird. Fettleibigkeit ist damit ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

Wege aus der Fettleibigkeit

Fettleibigkeit hat weitreichende Folgen auf den Organismus, denn durch ausgeprägtes Bauchfett wird der Stoffwechsel nachteilig beeinflusst. Das führt zu einem Ausstoß von Stoffen, die für eine ständige Entzündungssituation im Körper sorgen. Mit dem Entschluss, abzunehmen, ist es meist nicht getan. Fettleibigkeit entsteht durch Fehlverhalten über einen langen, mitunter jahrzehntelangen Prozess und nicht selten finden sich die Auslöser bereits im Kindesalter. Für Erwachsene wird es dann sehr schwer, sich daraus zu befreien. Es ist aber möglich und bei entsprechender Vorbereitung stehen die Chancen auch gut, dass es den Betroffenen gelingt, ihr Gewicht später auch zu halten. Dazu müssen sie zunächst verstehen, was der Grund für ihr Essverhalten und den Bewegungsmangel ist. Folgende Maßnahmen sind anzuraten:

  • Entschluss fassen, das Leben zu ändern
  • Arztbesuch zur Klärung der gesundheitlichen Situation
  • Beratungsgespräche suchen (Ernährung und Bewegung)
  • Plan erstellen
  • Kurse besuchen (Sport und Ernährung)
  • Bei Problemen Psychotherapeuten hinzuziehen

Der Entschluss, das Leben zu ändern

Der Entschluss abzunehmen, genügt bei Fettleibigkeit nicht. Sich aus starkem Übergewicht zu befreien bedeutet, das Leben zu ändern, geliebte Verhaltensweisen aufzugeben und langfristig ein anderes Leben zu führen. Das lässt sich nur in Etappenzielen erreichen, die fair gesteckt sein sollten.

Arztbesuch zur Klärung

Wer unter Fettleibigkeit leidet, hat oft schon gesundheitliche Beschwerden. Das können Verdauungsstörungen sein, Probleme mit dem Blutdruck, Diabetes und Gelenkschmerzen. Sehr viele dieser Probleme lassen mit sinkendem Gewicht nach. Dennoch ist es wichtig, sich auf dem Weg aus der Fettleibigkeit ärztlich begleiten zu lassen. Gute Ansprechpartner sind auch die Krankenkassen, von denen viele sehr gute Begleitprogramme anbieten, die sich bewährt haben. Auch eine Adipositas Kur kann sinnvoll sein, bei der der Patient in der ersten Phase professionell begleitet wird.

Beratungsgespräche suchen

Ernährungsberater sind eine große Unterstützung für Adipositas-Patienten. Sie geben wichtige Tipps und helfen über Verunsicherungen hinweg. Die Experten sorgen für ein besseres Wissen rund um die Ernährung. Denn einige Nahrungsmittel oder Getränke, die gesund scheinen, sind in Wirklichkeit reich an Kalorien.

Plan erstellen

Ein Plan mit gesteckten Zielen hilft, das Wunschgewicht zu erreichen. Das darf gerne ein Jahresplan sein. Es ist wichtig, den Zeitraum nicht zu knapp zu wählen, denn wer 20 Jahre stark übergewichtig war, kann das nicht in wenigen Monaten vollständig rückabwickeln. In den Plan gehören auch Phasen, in denen es nur darum geht, das bis dahin erreichte Gewicht zu halten. Das Gewicht zu halten ist nicht einfach und muss erlernt werden. Es kann durchaus sein, dass das Gewicht in dieser Zeit weiter sinkt. Es ist aber nicht schlimm, wenn das nicht passiert.

Kurse besuchen

Ob Ernährung oder Sport, Krankenkassen, Volkshochschulen und Fitnessstudios bieten Ansprechpartner für Menschen, die gesund abnehmen wollen. Die Teilnahme an Sportkursen sollte mit dem Arzt abgestimmt sein, damit gesundheitliche Risiken durch bereits entstandene Schäden berücksichtigt werden. In der Anfangsphase kann der Sport auch in leichter Ausführung als sehr anstrengend empfunden werden. Die Beweglichkeit fehlt, ebenso die erforderlichen Muskeln und auch die Atemwegsorgane und der Kreislauf sind die Belastung nicht gewohnt. Das verbessert sich aber in den ersten Wochen. Die so erzielten Erfolge sind wichtig für die Motivation.

Bei Problemen – Psychotherapeuten hinzuziehen

Wer unter Fettleibigkeit leidet, wird in belastenden Situationen sehr wahrscheinlich zu Fett und Zucker greifen. Mit Diätbeginn und beschlossener Lebensumstellung ist das nicht mehr erlaubt, denn es würde jeden Erfolg zunichtemachen. Stress und Hunger sind aber sehr unglückliche Verstärker, weshalb der Gang zum Psychotherapeuten sinnvoll ist, wenn es den Betroffenen nicht gelingt, sich selbst zu disziplinieren.

Übergewicht verhindern – rechtzeitig vorsorgen

Fettleibigkeit entsteht schleichend und zumeist schon im Kindesalter. Hier sind vor allem die Eltern gefragt. Kleine Kinder bewegen sich für gewöhnlich gern, auch wenn es Unterschiede je nach Temperament gibt. Gemeinsame Ausflüge, Radtouren, Schwimmen, spannende Waldspaziergänge mit Spielen unterwegs sind für Kinder interessant und sollten nicht mit dem Besuch eines Imbisses enden. Mitgenommene Vollkornbrote, die gesund belegt sind, Obst und mundgerecht geschnittenes Gemüse sehen lecker aus und können bei einem Picknick verzehrt werden. Als Getränk ist Wasser immer noch die erste Wahl.

Aber auch später lässt sich das Leben noch ändern. Wer mit dem Eintritt in die Berufstätigkeit feststellt, dass das Gewicht unaufhörlich steigt, sollte die Notbremse ziehen. Radikales Aufräumen des Kühl- und Vorratsschrankes bringt ans Licht, was schiefläuft. Ein Kochkurs bringt dann neuen Schwung in die Essgewohnheiten. Öfter mal mit dem Rad zu fahren, die Treppe, statt des Aufzugs zu nehmen und die eigenen Essgewohnheiten zu hinterfragen, sind zielführende Maßnahmen. Frauen, die sich nach der Geburt ihres Kindes schwertun, ihr Gewicht zurückzuerlangen, können sich dem Mutter-Kind-Turnen anschließen. Hier bieten immer mehr Sportvereine durchdachte Programme, bei denen die Kleinen in der Turnhalle gesichert spielen, während die Mütter Sport treiben. Natürlich sind dabei auch die Väter willkommen.

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