Schulweg_Kinder

Tipps für einen sicheren Schulweg

Für viele Kinder beginnt mit dem ersten Schultag eine Zeit der neuen Herausforderungen. Mindestens ebenso aufregend, wenn nicht noch aufregender, ist dieser Tag für Eltern. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Weg zur Schule mit neuen Gefahren verbunden ist. Laut  Statistischem Bundesamt (Destatis) sind hierzulande im Jahr 2018 über 29.000 Kinder im Straßenverkehr zu Schaden gekommen. Niemand will, dass das eigene Kind ein Teil dieser Statistik wird. Dennoch sollten die Heranwachsenden den Schulweg idealerweise auch ohne „Elterntaxi“ bestreiten können, denn zum einen ist Bewegung immer gut, zum anderen fördert der selbst  zurückgelegte Schulweg auch die Selbständigkeit. Kinder sammeln auf diese Weise wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr. Doch wie genau sieht die richtige Verkehrserziehung aus und welche Ausstattung erhöht die Sicherheit auf dem Schulweg?

Inhalt:

Warum sind Kinder auf dem Schulweg gefährdet?

Für Erwachsene kann es manchmal schwierig sein, sich ins Kindesalter zurückzuversetzen. Die Zeit, als alles noch neu und aufregend war und die Welt unendlich groß erschien. In diesem Alter stellt der Schulweg eine besondere Herausforderung dar. Die Aufmerksamkeitsspanne ist noch gering. Reize und Ablenkungen, wie etwa ein Freund auf der anderen Straßenseite oder ein Hund, der die Straße überquert, können impulsive Reaktionen auslösen. Außerdem ist vieles in unserer Umwelt eher für Erwachsene ausgelegt. Aufgrund der geringeren Körpergröße –  vor allem von Grundschülern – sind sie für Autofahrer schwer zu entdecken. Auch das Sichtfeld von Kindern ist beispielsweise durch parkende Autos beeinträchtigt.

Zusätzlich ist die allgemeine Wahrnehmung von Heranwachsenden gegenüber Erwachsenen eingeschränkt. Das Sehvermögen bei Kindern unter acht Jahren ist sowohl in der Tiefe als auch in der Breite noch nicht so stark ausgeprägt, wodurch es ihnen schwerfällt, Entfernungen und Geschwindigkeiten abzuschätzen oder Geräuschen einer Ursprungsrichtung zuzuordnen. Zudem gehen sie häufig davon aus, dass die Sicht von Autofahrern oder anderen Verkehrsteilnehmern ihrer eigenen Perspektive entspricht. Laut Statistik sind dies die häufigsten Ursachen für Unfälle mit Fußgängern im Alter von sechs bis 14 Jahren. In 58 Prozent der Fälle wurde nicht auf den Fahrzeugverkehr geachtet, in weiteren 28 Prozent ist die Unfallursache das plötzliche Hervortreten hinter Sichthindernissen.

Ab dem achten Lebensjahr steigt die Konzentrationsfähigkeit an und das vorausschauende Erfassen von Gefahren wird langsam ausgeprägt. Allerdings ist der Weg zur Schule auch hier noch risikoreich. Durch jahrelange Routine kann die Achtsamkeit von älteren Schülern nachlassen. Außerdem missachten Heranwachsende zuweilen absichtlich Verkehrsregeln, um „cool“ zu wirken oder weil andere es auch machen.

Wie können Eltern die Sicherheit auf dem Schulweg erhöhen?

Um für möglichst viel Sicherheit auf dem Schulweg zu sorgen, ist die richtige Verkehrserziehung notwendig. Eltern sollten ihren Nachwuchs idealerweise in der ersten Zeit nach der Einschulung zu Fuß zur Schule begleiten und dabei alle wichtigen Regeln vermitteln:

  • Planen Sie genug Zeit für den Weg ein, um Stress und Hektik zu vermeiden.
  • Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste. Nehmen Sie für mehr Sicherheit auch Umwege in Kauf.
  • Keine gefährlichen Abkürzungen nehmen.
  • Auch bei grüner Fußgängerampel abwarten, bis alle Autos zum Stillstand kommen.
  • Besondere Vorsicht gilt bei Zebrastreifen, Einfahrten und abbiegenden Autos. Autofahrer könnten unachtsam sein.
  • Niemals hinter Sichthindernissen wie parkenden Autos auf die Straße laufen. Ihrem Kind die Perspektive des Autofahrers erklären.
  • Gefahrenstellen wie Baustellen und komplizierte Kreuzungen ausführlich besprechen.

Am besten verarbeitet das Gehirn Gelerntes, wenn man es selbst erklären muss. Hat man den Weg – und auch den Rückweg ­– oft genug geprobt, so ist ein Rollentausch ratsam. Das Kind darf vorgehen und die Verkehrsregeln erklären. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch einen professionellen Kurs zum Thema Verkehrssicherheit machen. Neben Schulwegplänen zur Auswahl der sichersten Strecke kann auch der sogenannte „Pedibus“ den Weg zu Fuß erleichtern. Hierbei wird eine größere Gruppe von Schülern die ABC-Schützen unter Begleitung von Erwachsenen zur Schule bringen.

Auch der Weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Schulbus sollte geübt und besprochen werden, damit man den jungen Verkehrsteilnehmern zeigen kann, wo man sich festhält, wenn kein Sitzplatz mehr frei ist. Falls der Wechsel zu einer weiterführenden Schule mit einer neuen Route verbunden ist, so sollte auch dieser wenigstens einmal geübt werden.

Die Strecke mit dem Fahrrad oder einem Roller zu überwinden, ist indes laut Experten erst nach der Fahrradausbildung in der Grundschule ratsam, denn hier werden die Verkehrsregeln erneut im Detail beleuchtet.

Sicherheit durch die richtige Ausstattung

Kein Tag gleicht dem vorherigen: Witterungsbedingungen, Lichtverhältnisse, Berufsverkehr und sogar der Wochentag haben einen erheblichen Einfluss auf das Unfallrisiko. Für eine möglichst hohe Verkehrssicherheit sollten Eltern für die richtige Ausstattung sorgen. Helle, wetterfeste Kleidung und Reflektoren an den Schultaschen erhöhen die Sichtbarkeit drastisch. Studien zeigen: Bei schlechten Sichtverhältnissen können Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer mit dunkler Kleidung erst ab einer Entfernung von 25 Metern erkennen. Das reicht bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nicht aus, um das Fahrzeug sicher zum Stillstand zu bringen. Gut sichtbare Montur hilft dabei, die Distanz, in der Autofahrer andere Personen erkennen können, zu verdoppeln.

Sollte Ihr Kind mit dem Rad zur Schule fahren, muss auch hier auf eine verkehrssichere Ausrüstung geachtet werden. In unserem Artikel: „Sicher mit dem Fahrrad unterwegs“ finden Sie hilfreiche Tipps und Informationen.

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Wann sind Schüler auf dem Schulweg versichert?

Im juristischen Sinn ist der Schulweg der kürzeste Weg zwischen dem Wohnort eines Schülers und seinem Unterrichtsort. Er beginnt an der Haustür und endet am Eingang des Schulgrundstücks. Während dieser Strecke ist der Schüler gegen eigene Schäden gesetzlich unfallversichert. Ebenso versichert sind Schüler, wenn:

  • eine Abweichung vom direkten Weg verkehrsgünstiger oder ungefährlicher ist, beispielsweise wenn für Radfahrer ein Umweg über einen ausgebauten Radweg führt
  • mehrere Schülerinnen oder Schüler beziehungsweise deren Eltern eine Fahrgemeinschaft bilden
  • die berufliche Tätigkeit der Eltern es erfordert, das Kind in fremde Obhut zu geben

Anders sieht es aber bei Sachschäden aus, die das Kind unterwegs zur Lehrstätte verursachen könnte. Egal ob mit dem Fußball versehentlich eine Scheibe eingeschossen wurde oder durch den Rucksack ein Kratzer in einem Auto entstand: Dabei hilft nur eine private Haftpflichtversicherung. Hier gibt es spezielle Familientarife, die einen umfangreichen Schutz bieten.

Titelbild: © romrodinka / istock.com

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