Ihr nächster Termin und Gesundheitskarte

Wichtige Termine nach der Krebsdiagnose

Nach der Diagnose kommen eine Reihe von Terminen auf Sie zu. Manche müssen Sie selbst vereinbaren, andere wird man Ihnen mitteilen. Es ist wichtig, dass Sie die Termine wahrnehmen, denn viele der Untersuchungen oder Behandlungen sind die Voraussetzungen für weitere Maßnahmen. Hinzu kommt, dass die beteiligten Ärzte und Fachkräfte sich untereinander abstimmen und einen Plan erstellen. Wenn Sie ohne Absprache Änderungen vornehmen oder Termine ausfallen lassen, kann das dazu führen, dass der gesamte Plan neu erstellt werden muss und es so zu Verzögerungen kommt, die für Sie nachteilig sind. Sollten Sie bei einzelnen Untersuchungen oder Behandlungen Bedenken haben oder sie gänzlich ablehnen, klären Sie das im Vorfeld. Damit geben Sie den medizinischen Mitarbeitern die Gelegenheit, rechtzeitig zu reagieren. Das gilt auch für Termine, die Teil der Nachsorge sind, denn auch hier sollten Sie die Gespräche und Untersuchungen unbedingt wahrnehmen.

Wie dringend sind die Termine?

Wie es mit den Terminen nach der Diagnose weitergeht, hängt von der Art der Krebserkrankung und dem Stadium ab. In sehr ernsten Fällen kann die Therapie schon am selben Tag beginnen. Handelt es sich um eine Erkrankung mit guter Prognose und langsamem Verlauf, besteht sogar die Möglichkeit, dass die Ärzte ein Abwarten empfehlen. Sie können sich dazu selbstverständlich eine zweite Meinung einholen.

Zeitmanagement ist wichtig

Sie werden in Zukunft Termine in Anspruch nehmen, die für Sie enorm wichtig sind. Darüber hinaus werden Sie sich sicher auch mit Gesprächsangeboten oder Therapien befassen, die Sie selbst initiiert haben und von denen Sie noch nicht absehen können, ob sie von Vorteil sind. Achten Sie deshalb unbedingt auf ein gesundes Zeitmanagement. Bemessen Sie Fahrtzeiten großzügig und planen Sie zusammen mit Familienmitgliedern. Vor allem der Alltag von Kindern sollte möglichst nicht vollständig umgestellt werden. Junge Familienmitglieder brauchen ihren Alltag, Hobbys und Freunde, um emotional stabil zu bleiben. Aber auch Sie sollten sich genug Zeit für Pausen und für den Alltag nehmen. Berücksichtigen Sie, dass sich Ihre Verfassung vor allem nach den Behandlungen vorübergehend verschlechtern kann und Sie sich ausruhen wollen und müssen. Versuchen Sie deshalb nicht, zu viele Termine in kurzen Abständen zu planen. Fragen Sie beteiligte Ärzte, wie Sie aus der Erfahrung die Verträglichkeit der jeweiligen Anwendungen einstufen. Planen Sie entsprechende Zeitpuffer ein. Es ist wichtig, dass Sie sich zwischendurch erholen und keinen zusätzlichen Stress erleben. Sagen Sie, wenn Ihnen etwas zu viel wird und sprechen Sie mit dem sozialen Dienst im Krankenhaus darüber.

Umgang mit unangenehmen Terminen

Schieben Sie unangenehme Termine nicht auf. Andernfalls besteht die Gefahr, dass daraus ein Stau mit wichtigen Behandlungen und Gesprächen entsteht. Es ist nur natürlich, dass Sie manche Termine beunruhigen. Sprechen Sie das offen aus. Sie haben das Recht, sich vor Verfahren zu fürchten und Sie haben das Recht, dass man Ihre Sorgen ernst nimmt. Schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gespräche Ihnen helfen, sich den Herausforderungen zu stellen. Nutzen Sie aber auch jede Chance, den nötigen Mut zu entwickeln, sich den Gesprächen und den Fakten zu stellen. Je eher Ihnen das gelingt, desto besser werden Sie die Termine bewältigen und wieder etwas mehr zur Ruhe finden.

Termine absagen, das müssen Sie wissen!

Es kann immer passieren, dass Sie einen Termin absagen müssen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Ihre persönliche Verfassung ist der wichtigste Grund, z. B. weil sie akut erkrankt sind. Sagen Sie Termine so früh wie möglich ab und bemühen Sie sich um einen Ersatztermin. Sagen Sie Termine möglichst nicht ab, weil sie verunsichert sind. Nehmen Sie den Termin an und äußern Sie Ihre Sorgen vor Ort. Das medizinische Fachpersonal ist sachkundig genug, um Sie sicher durch die Behandlung zu begleiten. Nehmen Sie eine Vertrauensperson mit, die Ihnen Mut zuspricht, falls das möglich ist. Bedenken Sie, dass die Klinik den Termin für Sie freihält. Ärzte und Mitarbeiter im Labor und in der Pflege stehen bereit, um Ihnen zu helfen. Auch deshalb ist es wichtig, Termine nicht im letzten Moment abzusagen.

Termine zur Nachsorge

Zum Behandlungsende erstellen Ihre Ärzte einen sogenannten Nachsorgeplan. Daraus geht hervor, welche Gespräche und Untersuchungen anstehen. Der Nachsorgeplan umfasst den Zeitraum, in dem das Risiko für einen Rückfall gegeben ist. Zumeist ist hier von fünf Jahren die Rede. Sobald das Risiko sinkt, werden die Termine weiter gefasst. Als Patient können Sie den Überblick über die anstehenden Untersuchungen leichter einhalten, wenn Sie sich einen Nachsorgepass ausstellen lassen. Ein solcher Pass ist ein freiwilliges Angebot, das viele Kliniken in ihrem Programm haben.