Krebsvorsorge - Am Handy telefonierender Mann

Strahlen und Handy – besteht ein Risiko?

Gehirntumore durch Mobiltelefone und Sendemasten? Seit Jahren warnen Kritiker vor Strahlen, die mit der modernen Technik verbunden sind. Die Rede ist vor allem von elektromagnetischer Strahlung, die gleich eine Reihe von Krebserkrankungen auslösen kann. So warnen Wissenschaftler vor allem Vielnutzer vor der häufigen Verwendung von Handys. Aber ist diese Warnung berechtigt und wie steht es um moderne Smartphones?

Was steckt hinter den Warnungen?

Einer der neueren Auslöser für Diskussionen über Krebs bei Vieltelefonierern ist das Urteil eines italienischen Richters aus dem Jahr 2017, der die Krebserkrankung eines Mannes den berufsbedingten häufigen Telefonaten zugeordnet hat. Der Manager arbeitete für einen Telefonkonzern und telefonierte täglich mehrere Stunden, und zwar über einen Zeitraum von 15 Jahren. Er entwickelte einen Tumor im Ohr, der operiert werden musste. Im Anschluss war der Patient auf dem betroffenen Ohr taub. Der Manager verklagte seinen Arbeitgeber und die Richter bestätigten den Zusammenhang der schweren Erkrankung mit dem häufigen Telefonieren. Aber kann das stimmen?

Mobiltelefone funktionieren über elektromagnetische Strahlung. Diese Strahlung erreicht natürlich auch den Menschen. Dass daraus Risiken entstehen können, ist zutreffend. Damit das aber möglichst nicht passiert, gibt es Grenzwerte für die Strahlung, die per Gesetz festgelegt sind und als SAR-Wert bezeichnet werden. SAR steht für: Spezifische Absorptionsrate. Handys der neuen Generation haben einen SAR-Wert von 0,10 und 1,99W/Kg (Leistung pro Masse). Die Werte Ihres Mobiltelefons können Sie beim Hersteller abrufen. Ab wann aber bei intensiver Nutzung ein Risiko für die Gesundheit entsteht, ist umstritten. Damit die Fragen abschließend beantwortet werden können, wird seit Jahren intensiv geforscht. Bis eindeutige Ergebnisse vorliegen, wird es auch weiterhin gewisse Unsicherheiten geben, und das gilt auch für Sendemasten und Basisstationen von schnurlosen Telefonen. Im Fall des oben erwähnten Italieners waren die Juristen sicher, dass das Telefon der Auslöser war. Ob noch weitere Risikofaktoren hinzugekommen sind, ist nicht bekannt. Eine Reihe von Wissenschaftlern geht davon aus, dass sehr viel Handynutzung das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen kann, für sich allein aber eher nicht der Auslöser von Tumorerkrankungen ist.

Vorsichtsmaßnahmen zur Reduktion der Strahlenbelastung

Achten Sie beim Kauf eines Handys immer auf einen niedrigen SAR-Wert. Wenn Sie viel telefonieren, nutzen Sie außerdem ein Head-Set. So ist das Telefon weiter von Ihrem Kopf entfernt, was die Strahlenbelastung reduziert. Tragen Sie das Handy auch nicht direkt am Körper, sondern lieber in einer Tasche. Strahlenschutzfolien sind beliebt und sie sind auch geeignet, die Strahlung zu reduzieren. Allerdings stören Sie auch den Empfang. Das wiederum sorgt dafür, dass das Handy stärker strahlt, um überhaupt eine Verbindung aufzubauen. Vor diesem Hintergrund ist ihre Verwendung problematisch. Aber es gibt weitere Methoden, mit denen Sie sich schützen können.

Legen Sie das Handy nicht neben das Bett, sondern möglichst weit entfernt. Unabhängig davon, wie stark ein Handy wirklich strahlt oder nicht, für Kinder ist das Risiko in jedem Fall höher als für Erwachsene. Achten Sie daher darauf, dass Kinder nicht ständig das Handy bei sich tragen. Platzieren Sie aber auch sonst möglichst keine elektronischen Geräte in Kinderzimmern.

IDEAL Krebsversicherung: Mann mit Kissen
Krebsversicherung
  • Absicherung bis zu 150.000 €
  • Einfache Gesundheitsprüfung
  • Fast alle schweren Krebsarten abgedeckt

Beitrag
berechnen
Produkt
infos

*Mindestbeitrag