Frau, die sich am bunden Herbstlauf erfreut

Sonne, Ginseng und Co: Mit 6 Tipps durch einen gesunden Herbst

Wenn die bunten Blätter von den Bäumen fallen, sinkt bei vielen auch die Abwehrkraft des Immunsystems. Kühle, nasse Tage führen zu kalten, feuchten Nasen. Herbstzeit bedeutet für uns Grippezeit. Da helfen nur der Zwiebelschalen-Look, erhöhte Hygiene und eine gesunde Lebensweise. Mit den folgenden sechs Tipps kommen Sie ohne Medikamente gesund durch den Herbst.

1. Fass das nicht an!

Um nicht den Grippeviren in die mikroskopischen „Hände“ zu fallen, hilft es ein paar Grundregeln zu beachten. Häufig werden Erreger über eine Schmierinfektion übertragen. Das kann beispielsweise durch das Anfassen von Türklinken, durch Händeschütteln oder das Begrüßungsküsschen geschehen. Daher gilt zur Herbstzeit erhöhte Händehygiene. Mit Seife und Handdesinfektion werden die meisten Erreger getötet.

2. Heiß und kalt

In der Übergangszeit lässt sich der Körper mit Hilfe von Wechselduschen oder Saunagängen abhärten. Durch die schwankenden Temperaturen verringert sich das Kälteempfinden. Wir frieren nicht so schnell und das Immunsystem hält an kälteren Tagen stand.

3. Sonnenbad

In den Herbstmonaten scheint weniger die Sonne. Dem Körper fehlt dadurch eine ausreichende UVB-Bestrahlung. Das Vitamin D, welches durch die Sonne in der Haut gebildet wird, ist nicht mehr ausreichend vorhanden.

Laut einer Studie von norwegischen Wissenschaftlern ist das der Grund, warum in der dunklen Jahreszeit so oft die Grippewelle ausbricht. Solarien bieten sich in verantwortungsvoller Nutzung zur Vitamin D Produktion an. Zeigt sich aber mal die Sonne, sollte lieber sie als Vitamin-Lieferant dienen!

4. Mit Probiotika pro Gesundheit

Die Darmflora und die Darmschleimhaut machen circa 70 bis 80 Prozent des menschlichen Abwehrsystems aus. Ist die Darmflora ausgeglichen, ist sie in der Lage schädliche Mikroorganismen im Darm direkt abzutöten, sodass diese gar nicht erst bis in den Blutkreislauf vordringen. Durch die Einnahme hochwertiger Probiotika helfen wir also unserem Verdauungstrakt und unserer Gesundheit.

5. Freie Radikale sind keine politischen Rebellen

Auch wenn es fast so klingt. Die hochreaktiven Sauerstoffverbindungen werden im Körper gebildet und entstehen unter anderem durch Schadstoffe in der Luft. Sind zu viele im Körper vorhanden, entsteht sogenannter oxidativer Stress der Zellschäden und Krankheiten verursacht.

Antioxidantien sind im Kampf gegen sie unsere Verbündeten. Dazu gehören: Vitamin A, C und E sowie Selen und sekundäre Pflanzenstoffe. Wer viel Obst und Gemüse, Kräuter, Sprossen und Samen isst, nimmt viele dieser Radikalfänger auf. Auch bestimmte Teesorten, Süßholz und Ingwer enthalten Antioxidantien.

6. Den Naturheilmitteln sei Dank

Die Wurzel des Ginseng gilt als bewährtes Tonikum. Die Wirkstoffe aus der Wurzel stärken das Immunsystem, regen den Stoffwechsel an und machen den Körper zudem stressresistenter. Die Wirkung tritt allerdings nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen ein. Menschen, die unter Diabetes oder hohen Blutzucker leiden, dürfen Ginseng nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Das Naturheilmittel Umckaloabo ist ein Wurzelextrakt, der das Immunsystem stärkt. Die südafrikanische Volksmedizin setzt es unter anderem gegen Durchfall und Nasennebenhöhlenentzündungen ein. Den Wirkstoff der Pflanze gibt es in getrockneter Form in der Apotheke. Ebenso als Tropfen, Sirup und Kapseln.

Alles zu spät?

Wenn die Grippe bereits ausgebrochen ist, helfen alle genannten Tipps trotzdem. Sie beschleunigen die Heilung auf natürlichem Wege. Bis auf die Saunagänge und Wechselduschen. Die müssen bei Krankheit unbedingt vermieden werden.

Titelbild: © Syda Productions