Snowskating - Skifahrer mit Bergpanorama in der Brille

Snowskating: Der neue Trend im Wintersport

Skier an und ab auf die Piste. Egal ob Langlauf oder Abfahrt, Ski- bzw. Snowboardfahren erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. 490.000 Deutsche verbringen ihre Freizeit mehrmals monatlich auf dem Hang. Doch neben den Skifahrern und Snowboardern tummeln sich seit einiger Zeit auch Neulinge an Schlepper und Co. – mit kurios anmutenden Fahrgeräten.

 Snowskating: Skateboarden auf Schnee

Skateboarden ist vielen nicht neu und so manch einer hat sich bereits an einer kleinen Halfpipe ausprobiert. Doch nun zieht der US-amerikanische Trend des Sommers auch in den Winter ein. Immer mehr Menschen betreiben Snowskating. Das Prinzip ist einfach: Denn was tut man, wenn die Rollen des Boards im Winter nicht so wollen – richtig, sie durch Skier ersetzen.

Der Nischensport wird zum Trend

Snowskating kommt – man würde es kaum anders erwarten – aus den USA. Bereits in den 70er Jahren wurden hier zum ersten Mal Snowskater gesichtet. Statt Rollen schraubten sich die ehemaligen Skateboarder kurze Skier unter das Brett. Doch bis auf wenige Enthusiasten hielt sich der Trend nicht lange. Bis sich eben diese paar Amerikaner kurzerhand entschieden, das Snow-Skatboard weiterzuentwickeln. Mit nur einem breiten Ski unter dem Brett und diversen Federungssystemen gibt es seit Anfang der 2000er das Sportgerät zu kaufen.

Geschick, Gleichgewicht und Feingefühl

Der Herausforderung des Snowskating liegt ähnlich wie beim originalen Skateboarden darin, nicht vom Brett zu fallen. Denn eine Fixierung wie beim Snowboarden oder Skifahren gibt es nicht. Aufsteigen, losfahren und oben bleiben, heißt die Devise. Wer sich dann nach einiger Übung auf dem Board hält, kann sich in ähnlichen Tricks wie beim Skateboarden versuchen. Dafür braucht es jedoch vor allem Geschick, Gleichgewicht und Feingefühl.

Aller Anfang ist schwer

Besonders Skateboarder oder Snowboarder haben für gewöhnlich Vorteile auf dem neuen Gerät. Denn die Fahrtechnik und Tricks sind sehr ähnlich. Zudem ist das Snow-Skateboard mit 15 bis 20 km/h wesentlich langsamer als ein normales Snowboard, das um die 60 km/h erreichen kann. Darüber hinaus ist das Board nicht mit den Füßen durch eine Bindung verbunden, was das Abspringen bei Gefahr erleichtert.

Das Risiko fährt mit

Trotzdem ist auch beim Snowskating das Verletzungsrisiko hoch. Denn obwohl das Board nicht an den Schuhen fixiert ist, können auch bei Stürzen erhebliche Verletzungen davongetragen werden. Eine Sicherheitsausrüstung wie einen Helm und Rückenschutz sollte daher auch bei dieser Wintersportart getragen werden.

Von wegen steile Abfahrt

Ein Vorteil des Snowskatings gegenüber anderen Wintersportarten liegt darin, dass das neue Board auch im flachem Gelände gut funktioniert. Steile Abfahrten oder schwierige Pisten sind daher nicht nötig – der Hügel vor dem Haus tut es für den Anfang auch. Auch ist nicht in jedem Skigebiet das Snowskating erlaubt. Manche Liftbetreiber verbieten das Board, weil es nicht am Körper festgeschnallt ist.

Titelbild: ©lassedesignen