Smart Home Haussteuerung

Smart Home – Wenn das Haus zum Leben erwacht

Die Digitalisierung ist da. Häuser werden intelligent. Ein Sprachbefehl reicht, um das Eigenheim in Aktion zu versetzen. Bis 2024 sollen 14,2 Millionen Haushalte innerhalb Deutschlands über sogenannte Smart Home-Technologie verfügen. Doch was ist das eigentlich und wie funktioniert sie?

Inhalt:

Was ist ein Smart Home?

Unter einem Smart Home versteht man ein Haus, in dem verschiedene elektronische Geräte miteinander auf unterschiedliche Arten kommunizieren können oder vernetzt sind. Das Ziel ist es, mittels einer einheitlichen Bedienung dieser Geräte per App oder Sprachbefehl die Lebensqualität, Sicherheit und den Komfort der Bewohner zu erhöhen. Alternative Begriffe für diese Art von Technologie sind Smart Living, connected Home oder auch eHome.

Wie funktioniert ein Smart Home?

Um ein Smart Home mitsamt seiner Technologie nutzen zu können, müssen drei Kernpunkte erfüllt sein:

Produktkompatibilität

Die Produkte innerhalb des Smart Homes müssen miteinander „kommunizieren“ können. Das bedeutet, sie benötigen den leichten Funkstandard (zum Beispiel WLAN oder Bluetooth), weil nur so die automatischen Abläufe funktionieren.

Steuerung

Sämtliche innerhalb eines Hauses vernetzten Geräte sind über eine einheitliche Steuerungszentrale nutzbar. Das kann entweder eine Hersteller-App oder ein Sprachassistent sein. Sollten die Bewohner Smart Home-Produkte verschiedener Hersteller benutzen, so kann es sein, dass für jedes davon eine eigene App oder andere Steuer-Einheit gebraucht wird.

Automation

Es ist auch möglich, bestimmte Smart Home-Geräte auf Umweltreize einzustellen. Zum Beispiel können Sensoren Bewegungen oder Temperaturschwankungen erkennen. Ein Beispiel: Sie gehen morgens in die Küche, laufen durch eine Lichtschranke und aktivieren so die Kaffeemaschine. Oder ein Rauchmelder bemerkt einen Brand und schickt automatisch ein Signal per App. In der „Steuerzentrale“ aktiviert sich dann die Beleuchtung zur Sicherung des Fluchtwegs, eventuell werden weitere Brandmelder aktiviert oder das Handy des Eigentümers informiert. Durch die Automation erfolgen all diese Aktionen gleichzeitig. Eine manuelle Schaltung ist nicht notwendig.

Vorteile vom Smart Home

Ein Smart Home soll vor allem eines: Die Lebensqualität seiner Bewohner verbessern. Das funktioniert zum einen durch einen erhöhten Komfort. Haushaltsroboter, vernetzte Kaffeemaschinen oder ferngesteuerte Ventilatoren übernehmen kleine Aufgaben, die sonst Zeit kosten würden. Weiterhin kann das Smart Home dabei helfen, die eigene Gesundheit besser im Blick zu behalten. Hierbei helfen zum Beispiel eine Waage oder Fitnesstracker. Diese Geräte können bestimmte Werte gemeinsam verwalten und untereinander austauschen, sodass Sie Ihre aktuellsten Ergebnisse alle auf einen Blick haben. Ein weiterer Faktor ist das Entertainment. Mit der richtigen Einstellung und Vernetzung der Geräte ist es zum Beispiel möglich, mit nur einem Sprachbefehl das Licht zu dimmen, die Fenster und Jalousien zu schließen  und das Heimkino oder die Spielkonsole zu aktivieren. Ebenfalls wichtig ist der Security-Aspekt. Ein Smart Home wird zum Safe Home, indem verschiedenster Sicherheits-Technologien zusammenarbeiten, etwa Bewegungsmelder, Rauchmelder, Glasbruch- oder Wassersensoren, die Alarmanlage oder Überwachungskameras. Außerdem ist es dem Hausbesitzer möglich, einfach per App zu prüfen, ob alle Fenster geschlossen sind. Und zuletzt sorgt das Smart Home für einen verringerten Energieverbrauch. Smarte Licht- und Heizungssteuerung kann – mit kleinen Beträgen Tag für Tag – dafür sorgen, dass Energie gespart und der CO2-Ausstoß verringert wird.

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Was kann ein Smart Home steuern?

Einfach gesagt: Ein Smart Home kann alle Geräte steuern, die mit dem Steuerungs-Hub verbunden sind. Wie bereits ausgeführt, muss dafür allerdings der Funkstandard übereinstimmen. Die folgenden Geräte sind davon eingeschlossen:

  • Sensoren: Darunter etwa Wassermelder, Bewegungssensoren, Rauchmelder, aber auch Fenster- und Türkontakte.
  • „Upgradeables“: Herkömmliche Elektrogeräte, die mittels verschiedener Upgrades zu Smart-Geräten aufgewertet wurden. Zum Beispiel ist es möglich, Lampen mit einer WLAN-Steckdose auszurüsten und sie so fernzusteuern.
  • Gadgets: Geräte, die über App, WLAN oder Bluetooth mit einem Smartphone verbunden sind. Sie benötigen zumeist keine externe Basisstation, sondern erhalten ihre Befehle direkt vom Smartphone. Beispiele für Gadgets sind Bluetooth-Lautsprecher, Fitness-Tracker oder Drohnen.
  • Bediengeräte: Zu dieser Gruppe gehören das Smartphone oder Tablet, Sprachassistenten oder das Touch-Display an der Wand.
  • Hub: Damit ist die zentrale Steuereinheit gemeint, ohne die das Smart Home nicht funktioniert.

Die Grafik zeigt auf, welche smarten Geräte die Deutschen am häufigsten benutzen.

Quelle: Conrad Connect © Statista

Wieviel kostet ein Smart Home?

Die Kostenfrage lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn es kommt beim Smart Home stets darauf an, wie viele Geräte vernetzt werden sollen und welche Vernetzungstechnik im Spiel ist. Einstiegsangebote beginnen laut der Verbraucherzentrale bei mehreren hundert Euro. Sie rät dazu, eine Grundausstattung auszuwählen und darauf aufbauend mit zusätzlichen Geräten zu erweitern.

Unterschiedliche Varianten

Beim Smart Home wird zwischen vielen verschiedenen Techniken unterschieden. Offene Systeme haben einen Standard, der von verschiedenen Anbietern unterstützt wird, das bedeutet, eine Aufrüstung ist auch flexibel möglich. Produkte von verschiedenen Anbietern können so leicht miteinander verknüpft werden. Anders ist das bei geschlossenen Systemen. Hier sind Sie auf einen Anbieter angewiesen. Wenn dieser eine bestimmte von Ihnen gewünschte Lösung nicht hat, können Sie auch nicht die Technik anderer Anbieter zurückgreifen. Auch besteht die Wahl zwischen auf Funk oder auf Kabelleitungen basierenden Systemen. Wie die Verbraucherzentrale berichtet, sind „Funk“-Systeme einfacher zu installieren, dafür aber anfälliger für Störungen. Kombinierte „Kabel-Funk“-Systeme sind ebenfalls möglich.

Risiken vom Smart Home

Beim Smart Home gibt es mehrere Kritik- oder Sorgenpunkte. Einer davon ist die Cyber-Sicherheit. Viele Smart Home-Geräte sind mit dem Internet verbunden, was für Sorgen hinsichtlich des Datenschutzes sorgt. Sensible Daten wie Kameraaufnahmen oder Standort-Daten können zum Beispiel in Cloud-Systemen gespeichert werden und damit auf Servern, die womöglich im Ausland lagern und nicht die in Europa geltenden Datenschutz-Standards erfüllen. Auch Sprachbefehle, etwa von Amazon Alexa oder Google Home, werden gespeichert. In den Medien gab es dazu bereits Berichte, dass Anbieter gesammelte Aufnahmen von Mitarbeitern auswerten ließen, um die Funktionsweise der Sprachassistenten zu verbessern. Auch sind Nutzer wegen der Kompatibilität besorgt. Kaufe ich vielleicht gerade ein Gerät, das gar nicht mit meinem Smart Home vernetzbar ist? Für Interessierte ist es daher unabdingbar, sich ausreichend zu informieren und über die eigene Smart Home-Technologie Bescheid zu wissen.

Titelbild: © zhudifeng / iStock.com

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