Schlaganfall - Junge Frau auf dem Bett

Schlaganfall: Pflegefall nach Schlafstörungen?

Schlafapnoe ist ein unterschätztes Risiko!

In Deutschland erleiden pro Jahr rund 280.000 Menschen einen Schlaganfall. Laut einer aktuellen Studie wurde bisweilen ein Risikofaktor übersehen: der Schlaf.

Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens von Schlafstörungen heimgesucht. Je nachdem, welche Art von Beeinträchtigung vorliegt, kann dies ein Vorbote für einen (erneuten) Schlaganfall sein. Zu diesem Ergebnis kam Prof. Dirk M. Hermann, Inhaber des Lehrstuhls für vaskuläre Neurologie, Demenz und Altersforschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Vor allem Atemaussetzer (obstruktive Schlafapnoe) erhöhen das Schlaganfall-Risiko, lautet das Fazit der Mediziner. Schlafstörungen, die nach einem Schlaganfall auftreten können zudem verhindern, dass sich Nervenzellkontakte neu ausbilden. (Quelle: Fachjournal „Neurology“)

Ihre Forderung: “Obwohl Schlafstörungen nach einem Schlaganfall häufig vorkommen, werden nur sehr wenige Schlaganfallpatienten darauf getestet”, so Hermann. “Die Ergebnisse unserer Übersichtsstudie zeigen, dass sich dies ändern sollte.”

Als typischer Vorbote eines Schlaganfalls gilt die transitorisch ischämische Attacke (Tia), bei der der Patient ebenfalls auf Schlafstörungen untersucht werden sollte. Auch hier liegt eine Durchblutungsstörung des Gehirns vor. Dazu gesellen sich zum Beispiel Seh- und Sprachstörungen, Schwindel und Lähmungserscheinungen. Halten diese Symptome länger als 24 Stunden an, gehen Mediziner von einem Schlaganfall aus. Häufig folgt in den ersten zwei Wochen nach der Tia eine noch akutere Durchblutungsstörung.

Speziell bei nächtlichen Atemproblemen (obstruktive Schlafapnoe) konnte ein erhöhtes Schlaganfallrisiko belegt werden. Ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus (Insomnie und Restless-Legs-Syndrom) lässt anhand der Untersuchung bisher weniger auf die Gefahr einer Durchblutungsstörung im Gehirn schließen, wenngleich bereits bestehende Studien die Menge an Schlaf ebenfalls mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko in Verbindung bringen.

Schlaganfall + Schlafstörungen = Pflegeheim

So lautet die Schlussfolgerung der Studie, denn Patienten mit einem gestörten Schlafverhalten erleiden häufiger weitere Schlaganfälle, die sie wiederum schneller von fremder und vor allem kostspieliger Hilfe abhängig machen.

Die monatlichen Pflegeheim-Kosten belaufen sich (je nach gewählter Einrichtung) auf 2.000 bis 3.000 Euro. Abgesehen davon, dass die Pflege-Tagessätze der Heimeinrichtungen weiterhin steigen, müssen auch die Kinder pflegebedürftiger Personen mit hohen Kosten rechnen. Immer häufiger holen sich die zuständigen Kommunen fehlende Gelder bei den engsten Familienmitgliedern zurück. Ein weiteres Indiz dafür, dass die private Altersvorsorge bislang noch zu stiefmütterlich behandelt wird, ist die steigende Anzahl pflegebedürftiger Menschen, die auf Sozialhilfe (Hilfe zur Pflege) angewiesen sind.

Medizinisch vorbeugen

Zum einen empfehlen Neurologen spezielle Atemmasken, die Aussetzer beim Atmen verhindern sollen und Tiefschlafphasen fördern. Die Wahl der Medikamente sollte mithilfe eines Facharztes und sehr behutsam erfolgen, da die Einnahme von Schlafmitteln in eine Abhängigkeit führen kann.

Gesunder Lebensstil

Doch abgesehen von den medizinischen Maßnahmen können Betroffene durch eine gesündere Lebensweise auch selbst etwas gegen ihre Schlafstörungen tun.

Dazu gehören zum Beispiel:

Verzicht auf Koffein (vor allem nachmittags und abends)
Schwere und fettige Mahlzeiten (vor allem abends)
Zu viel Alkohol (meist schläft man schnell ein, wacht allerdings schnell wieder auf und/oder hat keine Tiefschlafphase)
Mittagsschlaf vermeiden, um abends auch wirklich müde zu sein
Hochleistungssport am Abend ist ebenfalls kontraproduktiv

Finanziell vorbeugen

Das Risiko einer Pflegebedürftigkeit lässt sich damit allerdings nur minimieren. Eine finanzielle Altersvorsorge ist also unverzichtbar. Mit der IDEAL UniversalLife-Police lassen sich alle wichtigen Komponenten, die für eine allumfassende Altersvorsorge unabdingbar sind, mit nur einer Police abdecken. Dazu gehört auch der variable Pflegefallschutz, der als Grundabsicherung (vor allem in jungen Jahren) mit besonders günstigen Beiträgen sowie als lebenslange Absicherung abgeschlossen werden kann. Nähere Informationen erfahren Sie hier und in diesem Beitrag.

Titelbild: © contrastwerkstatt