Altersvorsorge - Geldmünzen als Turm gestapelt

Rentenniveau um 2040? Abhängig vom Wohnort und dem Beruf!

Menschen mit wenig Rente weiterhin im Nachteil

Wer um das Jahr 2040 in den Ruhestand geht, ahnt bereits jetzt, dass die gesetzliche Rente den Lebensabend nicht mehr sicherstellen wird. Auch die Bundesregierung warnt, dass das Rentenniveau bei der derzeitigen Gesetzeslage bis zum Jahr 2045 von 47,8 Prozent des Durchschnittslohns auf 41,6 Prozent fällt. Das Prognos-Institut sagt für 2040 nur noch ein Rentenniveau von 41,7 Prozent voraus. Im Auftrag des GDV hat es untersucht, wie hoch die Rente für die zehn häufigsten Berufe abhängig vom Wohnort um 2040 sein wird.

Einheitliche Haltelinie, aber …

Zwar plädiert Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles für eine einheitliche Haltelinie, die sicherstellen soll, dass das Rentenniveau nicht unterschritten wird, dennoch wird es auf der „Verliererseite“ diejenigen treffen, die eh schon zu den Geringverdienern zählen und eine niedrige Rente beziehen.

Das zeigt die Prognos-Studie, die im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft in Auftrag gegeben wurde. Bedeutet genauer, dass jede Person unterschiedlich von dieser pauschalen Haltelinie ‚profitiert‘. Maßgeblich sind dabei der Beruf, die familiären Verhältnisse sowie der Wohnort.

Niedrigstes Rentenniveau, aber höchste Rente?

Laut Prognos habe der Entwicklungsingenieur zwar das geringste individuelle Rentenniveau- ginge er 2030 in Rente bekäme er nur rund 34,2 Prozent seines Einkommens, das er in seinen fünf letzten Arbeitsjahren verdient hat – dennoch bekommt er im Vergleich zu den restlichen neun untersuchten Berufen die höchste Rente von knapp 2.000 Euro im Monat.

Wieso hat ein Gutverdiener ein so niedriges Niveau? Grund ist die Beitragsbemessungsgrenze: „Die Obergrenze für den Rentenbeitrag deckelt die Beiträge von Gutverdienern im Arbeitsleben und begrenzt gleichzeitig die späteren Ansprüche an das Rentensystem“, so Oliver Ehrentraut, Leiter volkswirtschaftliche Fragen der Prognos AG.

Beruf und familiäre Verhältnisse: Kinderlose bis 2030 im Vorteil

Das Rentenniveau einer kinderlosen Bürokauffrau liegt im Jahr 2030 dagegen bei etwa 46 Prozent ihres Gehalts der letzten fünf Jahre. Das sind bei einem Einkommen von 3.170 Euro rund 1.350 Euro monatliche Rente. Bis zum Jahr 2040 sollen es allerdings nur noch 34,3 Prozent sein.

Eine Frau, die den gleichen Beruf ausübt und Mutter zweier Kinder ist, hat dagegen ein niedrigeres Rentenniveau von ungefähr 38,5 Prozent. „Schuld“ sind Ausfälle bei den Beitragszahlungen, durch Familienzeiten und Teilzeitbeschäftigungen.

Während das Niveau der kinderlosen Kollegin sinkt, steigt es im Falle der zweifachen Mutter bis 2040 allerdings auf rund 39,2 Prozent.

Wohnort: Rente kann bis zu 30 Prozent höher ausfallen

Das liegt unter anderem an den stark abweichenden Lebenserhaltungskosten und den unterschiedlichen Gehältern für die gleichen Berufe. Die größte Lücke klafft dabei zwischen Wilhelmshaven und der Sächsischen Schweiz. Je nachdem welcher Beruf ausgeübt wird, ist die Rente im niedersächsischen Wilhelmshaven um bis zu 20 bis 30 Prozent höher, als im Erzgebirge. Das liegt daran, dass zum Beispiel eine kinderlose Bürokauffrau in ostdeutschen Gebieten in ihren letzten Arbeitsjahren mehr verdient und somit ein niedrigeres Rentenniveau hat.

Es bleibt zwar abzuwarten, ob es nicht doch noch zu einer Erhöhung des Rentenniveaus seitens der Politik kommt und auch die wirtschaftliche Entwicklung lässt sich nicht 1:1 vorhersagen. Dennoch wird ersichtlich, dass die pauschale Anhebung des Rentenniveaus nicht ausreicht, um vor allem diejenigen zu unterstützen, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. GDV-Experte Peter Schwark warnt: „Wir müssen viel genauer auf die individuelle Situation schauen – sonst gibt es enorme Streuverluste.“ Und so ist auch die private Altersvorsorge längst keine Kür mehr sondern ein absolutes Pflichtprogramm.

Überblick über die Entwicklung des Bruttorentenniveaus bei Rentenbeginn für Arbeitnehmerinnen

Hier geht es zur vollständigen Studie.

Grafik: © Prognos / GDV

Titelbild: © weyo

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