Koffer mit Schriftzug Reiseapotheke

Reiseapotheke – Vorbereitet in den Urlaub

Der Sommer steht vor der Tür. Das bedeutet für viele auch: Die Urlaubszeit beginnt. Rund 54 Millionen Deutsche haben 2017 eine Urlaubsreise unternommen. Doch aufgepasst, auch im Urlaub können kleinere Erkrankungen schnell zum Problem werden. Insbesondere, wenn ein wichtiges Gepäckstück fehlt: Die Reiseapotheke. Wir zeigen Ihnen, was Sie in der mobilen Apotheke auf keinen Fall vergessen sollten.

Sommerzeit ist Reisezeit

Auch 2018 ist die Reiselust der Deutschen groß. Fast jeder Dritte entscheidet sich spontan, welches Ziel die Reise haben soll. Die meisten Befragten wollen ihren Urlaub in einem anderen Land verbringen. Nur 26 Prozent planen in Deutschland zu bleiben. Dabei gilt: Das beliebteste Auslandsreiseziel ist Spanien. Im vergangenen Jahr verbrachten 13,7 Prozent der Deutschen ihren Urlaub in dem sonnigen Land. Und auch dieses Jahr planen rund acht Prozent nach Spanien zu reisen. Diejenigen, die es weiter in die Ferne zieht – im übrigen ganze neun Prozent der Deutschen – sind dann nach Angaben des letzten Jahres eher in Nordafrika oder Asien zu finden.(Quelle: Statista, Login nötig).

Exotisch auch in Sachen Krankheiten

Andere Länder, andere Krankheiten. So lautet die Devise zumindest, wenn man sich auf eine exotische Fernreise begibt. Denn besonders in asiatischen oder afrikanischen Ländern gibt es viele Krankheiten, die schwerwiegende Folgen mit sich bringen können. Malaria, Gelbsucht oder Hepatitis sind nur einige davon. Ist eine Fernreise geplant, sollte man sich bereits vorab beim Hausarzt informieren und gegebenenfalls impfen lassen. Zudem ist es sinnvoll, schon vor der Reise die Begebenheiten vor Ort zu recherchieren. Wo sind Krankenhäuser oder Ärzte am Reiseziel zu finden? Wie steht es um die Versicherung im Ausland?

Ein kleiner Helfer mit großer Wirkung

In schwerwiegenden Krankheitsfällen muss auch im Urlaub mit einem Arztbesuch gerechnet werden. Bei weniger schweren Krankheiten reicht es jedoch oft aus, die kleine Reiseapotheke auszupacken. Immerhin wurden vergangenes Jahr 11 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in ihrem Sommerurlaub krank. Die meisten davon litten unter einer Erkältung oder einer Unverträglichkeit aufgrund der anderen Essgewohnheiten. Eine gut ausgerüstete Reiseapotheke kann in diesen Fällen schnell Linderung verschaffen. (Quelle: Statista, Login nötig)

Was gehört in die Reiseapotheke?

Die kleinen Wehwehchen des Alltags verschonen auch die Urlauber nicht. Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Allergien, Sonnenbrand oder kleinere Wunden sind zu Hause schnell versorgt, doch in der euphorischen Urlaubsplanung werden sie oftmals vergessen. Deshalb sollten Pflaster & Co. in jede Reiseapotheke. Hier unsere Checkliste für die Reiseapotheke:

Must-Haves für jeden Urlaub:

  • Kopfschmerztabletten
  • Fieberthermometer und Medikamente gegen Fieber
  • Medikamente gegen Magen-Darm-Probleme (Durchfall, Verstopfung usw.)
  • Sprays oder Salben gegen Insektenstiche, Sonnenbrand oder allergische Reaktionen
  • Für Erkältungen: Lutschpastillen gegen Halsschmerzen, Nasenspray
  • Für kleine Wunden: Mullbinden, Pflaster, Verband, Desinfektionsspray, Schere und Pinzette
  • Wichtig: Dauermedikation, wie Blutdrucktabletten, Anti-Baby-Pille

Städtereise, Wanderlust oder Strandurlaub – mit Kindern oder Großeltern?

Auch die Urlaubsart sollte beim Packen der Reiseapotheke mit eingeplant werden. Denn jede Reise birgt unterschiedliche Risiken. Besonders Aktivurlaube sind für den Körper belastend. Blasen und Gelenkbeschwerden sind keine Seltenheit. Hier ein paar Tipps, was bei unterschiedlichen Reisetypen zu beachten ist:

Badeurlaub:

  • Salbe gegen Fußpilz (besonders bei Swimmingpools)
  • Cremes gegen Lippenherpes, z. B. UV-bedingt
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
  • Pflegecremes (z. B. für nach dem Sonnenbaden)

Schiff- und Städtereisen:

  • Präparate gegen Reiseübelkeit, vor allem für Schifffahrten und Busreisen
  • Medikamente und Salben gegen Gelenk- und Gliederschmerzen
  • Blasenpflaster für Sightseeing-Touren

Aktivurlaub:

  • Eis-Spray zur Schmerzbehandlung, z. B. für Prellungen, Verstauchungen
  • Wundheilcreme für kleinere Verletzungen
  • Medikamente und Salben gegen Gelenk- und Gliederschmerzen
  • Blasenpflaster

Hinzu kommt die Frage, mit wem die Reise unternommen werden soll. Besonders für Krankheiten anfällige Personengruppen brauchen oftmals mehr oder andere Medikamente als der durchschnittliche Erwachsene. Entsprechend sollte die Reiseapotheke für Schwangere, Babys, Kinder oder Senioren besonders reichlich ausgestattet sein. Achten Sie auch darauf, dass die Medikamente speziell für diese Personengruppen ausgelegt sind. Im Übrigen: Auch Tiere können sich im Urlaub verletzen. Eine Reiseapotheke sollte also auch für Hunde gepackt werden.

Unbeabsichtigt etwas länger Urlaub

Flugausfälle, Pilotenstreiks oder andere Zwischenfälle können den Urlaub durchaus ungewollt verlängern. Ein zwangsweise längerer Aufenthalt im Ausland ist jedoch besonders für Personen mit Dauermedikation oftmals problematisch. Ist das benötigte Medikament nämlich nur für den ursprünglich geplanten Aufenthalt ausreichend eingeplant, kann es in solchen Ausnahmefällen knapp werden. Aus diesem Grund sollte vor Reiseantritt unbedingt ein Drittel der eigentlich benötigten Medikamentenmenge zusätzlich eingepackt werden.

Medikamentenmitnahme: Absprache mit den Behörden erforderlich

Insbesondere bei längeren Aufenthalten kommen allein durch die Dauermedikation viele Medikamente zusammen. Diese müssen in das Urlaubsland eingeführt werden. Im Regelfall sind verschreibungspflichtige Medikamente im Handgepäck erlaubt. Jedoch gibt es keine weltweit gültige Verordnung, die die Mitführung von Medikamenten regelt. Je nach Land – und insbesondere in arabischen Ländern – kann dies schnell zum Problem werden. Deshalb sollte im Voraus eine Absprache mit den Behörden und Flugbehörden getroffen werden. So stehen der Reiseapotheke auch die Landesgrenzen nicht mehr im Weg. Und der Gesundheit im Urlaub hoffentlich auch nichts mehr.

Titelbild: © racamani

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