Krebstherapie - Üben mit Patent

Rehakliniken für Krebspatienten

Sie sind auf der Suche nach einer Rehaklinik? Möglicherweise wurden Ihnen bereits bestimmte Kliniken empfohlen. Trotzdem sollten Sie einige Dinge bei der Entscheidung beachten, denn die Angebote für die Patienten können erheblich voneinander abweichen.

Das ist wichtig für die Vorauswahl der Rehaklinik

Der richtige Zeitpunkt, sich nach einer Rehaklinik umzusehen und eine Entscheidung für eine Klinik zu fällen, ist vor der Antragstellung, auch wenn Sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wissen können, ob die Rehamaßnahme genehmigt wird. Informieren Sie sich aber bei der Suche, ob Ihre Wunschklinik die erforderlichen Maßnahmen für Ihre Erkrankung anbieten kann. Haben Sie eine entsprechende Aufstellung mit Rehakliniken, können Sie im nächsten Schritt die Kliniken auswählen, die Ihnen besonders zusagen. Erstellen Sie sich eine Favoritenliste, in der Sie Ihre bevorzugten Kliniken zusammenfassen. Wenn Sie den Antrag einreichen, geben Sie Ihre Auswahl als favorisierte Rehaklinik an. Ein solches Wahlrecht steht Ihnen nach § 9 SGB (Sozialgesetzbuch) zu. Die Voraussetzung für die Genehmigung durch den Kostenträger ist, dass die Klinik zertifiziert ist und dass es keine medizinischen Gründe gibt, die gegen diese Klinik sprechen. Wenn Sie Ihr Wahlrecht in Anspruch nehmen, dürfen Ihnen daraus allein auch keine zusätzlichen Kosten entstehen. Achten Sie aber auch darauf, dass die Klinik für Sie gut erreichbar ist, ganz besonders wenn weite Fahrten für Sie eine große körperliche Strapaze darstellen.

Weitere Voraussetzungen und mögliche Ablehnung

Hinweise auf die zwingend nötige Zertifizierung finden Sie auf den Webseiten oder den Informationsbroschüren. Die Klinik muss zudem den Vorgaben Ihrer Krankenkasse entsprechen und für Ihre medizinischen Voraussetzungen geeignet sein. Das gilt nicht nur für die Erkrankung, die Grund für die Kur ist, sondern auch für den Umgang mit weiteren Grunderkrankungen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Lehnt der Kostenträger die Klinik ab, muss er das begründen. Die Argumentation, dass die Krankenkasse oder der Rentenversicherer selbst die Klinik aussucht, genügt nicht. Bei einer solchen „Anordnung“ haben Sie das Recht auf Widerspruch. Das Recht auf Ablehnung hat der Kostenträger, wenn Sie in den vergangenen vier Jahren schon einmal eine solche Maßnahme in Anspruch genommen haben. Ausnahmen gibt es dennoch, und zwar wenn die gesundheitliche Entwicklung die Maßnahme erfordert. Eine weitere Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass Sie als Versicherungsnehmer in den vergangenen zwei Jahren mindestens sechs Monate Ihre Beiträge geleistet haben.

Leistungen von Rehakliniken

Eine Rehamaßnahme dauert für gewöhnlich drei Wochen. Eine Verlängerung ist möglich, aber abhängig von den Umständen. Sie muss darüber hinaus vom Kostenträger genehmigt werden. Je nach Verfassung und Art der Krebserkrankung kann für Sie eine stationäre Maßnahme oder die ambulante Reha möglich sein. Wenn Sie sich in einem Beratungsgespräch mit dem Arzt für eine Variante entscheiden, müssen Sie prüfen, ob die gewählte Klinik diese Leistung erbringen kann. Die Grundleistungen umfassen:

  • Physiotherapie
  • Bewegungsprogramme
  • Nachbehandlung
  • Ernährungsberatung für Krebspatienten

Die Anwendungen werden individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst. Rehakliniken können sich nicht nur auf Krebs, sondern auch auf bestimmte Krebsarten spezialisieren. Im Fall von Brustkrebs bedeutet das z. B., dass Behandlungen zur Verbesserung des Lymphflusses durchgeführt werden. Sollten Amputationen notwendig geworden sein, lernen die Patienten, wie Sie mit der neuen Situation bestmöglich umgehen und den Verlust ausgleichen können. Darüber hinaus werden Sie durch Experten ganzheitlich beraten. Mit deren Unterstützung können Sie die Rückkehr in den Alltag einleiten, natürlich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.

Kosten der Rehaklinik

Die Kosten werden bei gesetzlich Versicherten durch die Krankenkasse oder die Rentenversicherung übernommen. Wer zuständig ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Kostenträger klären die Zuständigkeit aber im Zweifel untereinander. Als Patient müssen Sie lediglich den Eigenanteil von 10 Euro pro Tag leisten, sofern Sie davon nicht befreit sind. Die Zuzahlung entfällt auch, wenn die Höchstgrenze erschöpft ist, weil Sie bereits vorher an Krebs erkrankt waren. Befreit sind außerdem Patienten, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.