Eintrag eines Termins für eine Vorsorgeuntersuchung in einem Kalender

Prostatakrebs – Vorsorge ab wann empfehlenswert

Prostatakrebs ist eine Tumorerkrankung, die vor allem bei Männern ab dem 60. Lebensjahr auftritt. Das bedeutet nicht, dass nicht auch schon jüngere Männer erkranken können. Da die Häufigkeit von Prostatakrebs steigt, sollten Sie sich in jedem Fall mit der Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchungen befassen, unabhängig von Ihrem Alter. Inzwischen raten Experten Männern ab dem 18. Lebensjahr zur Vorsorge. Auch von einer Versorgungslücke in der Altersklasse 18 bis 35 ist die Rede. Dabei sind gerade jüngere Männer schwieriger für diese Vorsorge zu sensibilisieren. Falsche Scham, gerade bei Erektionsstörungen, kann dazu führen, dass Prostatakrebs zu spät erkannt wird, was eine Heilung erschwert, schlimmstenfalls sogar unmöglich macht. Jedes Jahr sterben bei etwa 50.000 Neuerkrankungen in Deutschland insgesamt etwa 12.000 Männer an Prostatakrebs. Nur etwa 14% aller Männer nehmen die Vorsorgeuntersuchung überhaupt in Anspruch. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Männern ab dem 45. Lebensjahr. Bei Verdacht durch die verschiedenen Symptome steht es Ihnen aber in jeder Altersklasse frei, sich auf Kosten der Krankenkasse gezielt untersuchen zu lassen.

Die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs ist einfach durchführbar und schmerzfrei. Ansprechpartner ist der Urologe als Spezialist auf dem Gebiet. Wenn Sie die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen wollen, melden Sie sich mit diesem Wunsch in der Praxis Ihrer Wahl an. Das Prostatascreening setzt sich zusammen aus:

  • Arztgespräch
  • Begutachtung
  • Tastuntersuchung
  • PSA-Bestimmung
  • Ultraschall

Sind die Befunde positiv, wird der Arzt weiterführende Untersuchungen anordnen, die ebenfalls der Früherkennung dienen. Dazu gehören die Biopsie, Magnetresonanztomografie und die Magnetresonanzspektroskopie.

Arztgespräch und Begutachtung

Im Rahmen des Arztgesprächs wird der Arzt Sie nach Auffälligkeiten befragen. Hier sollten Sie mögliche Anzeichen schildern. Dazu gehören vor allem Harnstörungen, aber auch Probleme mit der Potenz. Diese Symptome sind Hinweise darauf, dass es Veränderungen an der Prostata gibt. Schildern Sie diese Symptome auch, wenn Sie sie für eine Alterserscheinung halten oder Sie sich davon nicht eingeschränkt fühlen. Berichten Sie auch, wenn männliche Verwandte an Prostatakrebs erkrankt sind. Das kann auch Ihr Risiko erhöhen und wird deshalb in die Vorsorgeuntersuchung mit einbezogen. Prostatakrebs wächst bei den meisten Betroffenen eher langsam. Es besteht daher in den meisten Fällen nicht die Notwendigkeit, innerhalb kurzer Zeit schwerwiegende Entscheidungen zu fällen.

Begutachtung und Tastuntersuchung

Prostatakrebs und Hodenkrebs können bei Früherkennung gut behandelt werden. Bei der Begutachtung überprüft der Arzt, ob von außen Veränderungen zu sehen sind. Für die Tastuntersuchung muss der Arzt die Prostata mit einem Finger abtasten. Dazu muss er einen Finger in den After einführen. Als Patient liegen Sie dazu sehr wahrscheinlich auf der Seite. Die Untersuchung wird so schonend wie möglich durchgeführt und ist nicht schmerzhaft. Sie ist außerdem für gewöhnlich in einer Minute beendet. Für die meisten Männer ist der psychische Effekt belastender als die Untersuchung als solche. Ärzte berichten aber immer wieder, dass ihre Patienten im Anschluss erklären, dass sie sich die Tastuntersuchung schlimmer vorgestellt haben. Die Prostata hat etwa die Größe einer Kastanie. Sollten bei Ihnen Auffälligkeiten bestehen, ertastet der Arzt eine Vergrößerung. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Oberfläche und/oder die Konsistenz verändert hat. Sollte das der Fall sein, bedeutet das keine Krebsdiagnose. In den allermeisten Fällen liegt die Ursache in einer störenden aber ungefährlichen Ursache. Aus diesem Grund leitet der Arzt dann weitere Untersuchungen ein.

Arzt klärt über Prostatakrebs an Hand eines Modells auf

 

PSA-Test zur Prostata Vorsorge

PSA ist die Abkürzung für Prostata-spezifisches Antigen. Wenn sich Prostatakrebs entwickelt, ist das Gewebe in der Lage, PSA zu bilden. Das gilt auch für Metastasen, was wiederum bedeutet, dass der natürliche PSA-Spiegel deutlich ansteigen kann. Damit ist der PSA-Test auch als Tumormarker geeignet. Die PSA-Bestimmung genügt dennoch allein nicht. So ist ein niedriger Spiegel von PSA kein sicherer Beweis dafür, dass es sich nicht um Krebs handelt. Ist der PSA-Wert jedoch hoch, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Prostatakrebs handelt. Weitere Untersuchungen können den Verdacht erhärten oder auch den Nachweis bringen, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt. Der PSA-Test ist nicht unumstritten. Wenn Ihr Arzt eine solche Untersuchung ablehnt, wird er andere Methoden zur Vorsorge verwenden. Die PSA-Untersuchung gehört nicht direkt zu den Verfahren der Früherkennung, sondern wird eher den Abklärungsuntersuchungen zugerechnet. Bei Krebsverdacht wird diese Untersuchung in jedem Fall vorgenommen.

Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs

Die Ultraschalluntersuchung ist ebenfalls Teil der Untersuchungsverfahren bei der Früherkennung von Prostatakrebs. Der Arzt wird eine Ultraschalluntersuchung aber erst anraten, wenn bereits ein Krebsverdacht besteht. Auch die Ultraschalluntersuchung wird rektal durchgeführt. Sie folgt für gewöhnlich, wenn sich bei der Tastuntersuchung Auffälligkeiten gezeigt haben. Über den Monitor kann der Arzt sich nun einen Eindruck von den Veränderungen verschaffen, die er zuvor ertastet hat.

Ultraschalluntersuchung eines Patienten mit Prostatakrebs

 

Magnetresonanzspektroskopie und Magnetresonanztomografie

Die Magnetresonanzspektroskopie (MRS) ist ein biochemisches Verfahren und hilft, die Zusammensetzung des Prostatagewebes genau zu differenzieren. Zusammen mit der Magnetresonanztomografie liefert das Verfahren sehr aussagekräftige Ergebnisse.
Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein spezialisiertes Verfahren für die Diagnose von Prostatakrebs. Die Voraussetzung, dass dieses Verfahren ein sicheres Ergebnis liefert ist, dass der begleitende Arzt über besondere Sachkenntnis verfügt. Auch muss das Gerät selbst auf einem hochwertigen Stand sein. Diese Untersuchungen gehören nicht zu den regulären Vorsorgeangeboten. Sie kommen erst bei konkretem Verdacht zum Einsatz. Ihr Vorteil ist die schmerzlose Untersuchung bei geringer Strahlenbelastung.

Biopsie bei der Früherkennung von Prostatakrebs

Für eine Biopsie muss der Arzt Gewebe aus der Prostata entnehmen. Dieses Gewebe wird im Labor untersucht, um die Diagnose zu stellen. Eine Biopsie ist damit nicht Teil der Vorsorge, sondern gehört zu den Maßnahmen der Früherkennung. Sie muss aber nicht zwingend durchgeführt werden. Zeigt sich, dass der Tumor nur sehr langsam wächst, kann das ein Grund sein, auf das Verfahren zu verzichten. Es besteht aber keine Gefahr, dass eine Biopsie das Wachstum verstärkt oder etwa die Bildung von Metastasen fördert.

Computertomographie eines Patienten mit Prostatakrebs

 

Vorsorgeuntersuchungen als IGeL-Leistungen

IGeL ist die Abkürzung für individuelle Gesundheitsleistungen. Leistungen sind Behandlungen und Untersuchungen durch ärztliches Fachpersonal. Individuelle Gesundheitsleistungen sind Leistungen, die Krankenkassen nicht zwingend übernehmen müssen. In diesen Fällen können andere Leistungsträger einspringen. Ist das bei Ihnen nicht so, sind Sie selbst zur Zahlung verpflichtet. Der behandelnde Arzt wird Sie aber vorher darüber informieren und Ihnen auch sagen, welche Kosten dafür auf Sie zukommen. Auch Ihre Krankenkasse kann Ihnen dazu Auskunft geben. Auf Anfrage wird man Ihnen mitteilen, welche Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs übernommen werden, aber auch, welche besonders empfehlenswert sind. Besteht Krebsverdacht, wird die Krankenkasse alle Untersuchungskosten übernehmen. Ihr Alter ist dabei unerheblich. Es spielt auch keine Rolle, ob Sie in den Jahren zuvor das Angebot der jährlichen Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen haben. Ihre Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn Sie über 45 Jahre alt sind, einmal jährlich. Zum Untersuchungsumfang der normalen Vorsorgeuntersuchung gehören die Tastuntersuchung, die Untersuchung der Genitalien und das Abtasten der Lymphknoten in den Leisten.

Fazit:

Nutzen Sie die Vorsorgeangebote, wenn Sie als gefährdet eingestuft oder älter als 45 Jahre sind. Beobachten Sie auch darüber hinaus Veränderungen bei natürlichen Prozessen und teilen Sie Störungen Ihrem Arzt frühzeitig mit.

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