Prostatakrebs - Ärztin mit blauer Schleife

Prostatakrebs erkennen

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 50.000 Männer neu an Prostatakrebs. Allerdings wird die Erkrankung oft erst spät erkannt, dabei können Vorsorgeuntersuchungen erheblich dazu beitragen, dass die Krankheit in einem frühen Stadium diagnostiziert wird. Das verbessert die Heilungschancen deutlich. Für die frühe Diagnose gibt es gleich mehrere Verfahren, die einander ergänzen. Die Kosten für die Vorsorgeuntersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen.

Tastuntersuchung ermöglicht Früherkennung

Die Tastuntersuchung ist ein Verfahren, das in der Früherkennung von Prostatakrebs zum Einsatz kommt. Eine solche Tastuntersuchung bezeichnet der Arzt als DRU (Digitale rektale Untersuchung). Digital bezieht sich in diesem Zusammenhang darauf, dass der Arzt die Untersuchung mit seinem Finger (lat. Digitus) durchführt. Die DRU ist eine unverzichtbare Methode, um die Größe und den Umfang der Prostata zu überprüfen. Es ist dabei aber auch schon möglich, Hinweise auf eine Krebserkrankung zu finden, wenn der Tumor zur Seite oder Richtung Bauch wächst. Genau das sind die ersten Anzeichen, die bei einer Krebserkrankung der Prostata besonders häufig zu beobachten sind. Zu diesen Anzeichen gehören eine tastbare Vergrößerung und eine veränderte Oberfläche. Die Prostata liegt sehr nahe am Rektum und ist aus diesem Grund mit dem Finger gut erreichbar. Schmerzhaft ist eine solche Untersuchung nicht. Wenn Sie diese Untersuchung für sich in Anspruch nehmen und sie mit einem positiven Ergebnis endet, ist das noch keine gesicherte Diagnose. Nur in 28% der positiven Befunde stellt sich letztendlich heraus, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Der Arzt wird bei Verdacht eine Probe aus dem Gewebe entnehmen, die in einem Labor untersucht wird. Das bedeutet aber auch, dass die alleinige Tastuntersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge nicht ausreicht. Vielmehr muss sie durch den PSA-Test vervollständigt werden. Das gilt für Prostatakrebs, wie auch für andere Krebsarten, wie den Hautkrebs. Auch die Diagnose für den schwarzen und weißen Hautkrebs werden durch mehrere Verfahren und schließlich durch eine Untersuchung des Gewebes gesichert.

PSA-Test vervollständigt Vorsorgeuntersuchung

Die PSA-Bestimmung ist ein Bluttest, bei dem im Labor nach sogenannten Tumormarkern gesucht wird. PSA ist das Prostata-spezifische Antigen. Kommt es im Blut erhöht vor, kann das ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom sein. Das ist aber nicht die zwingende Folge. PSA kommt auch beim gesunden Mann vor. Es wird als Eiweiß in den Drüsen der Prostata gebildet und hat die Aufgabe, die Samen nach dem Samenerguss zu verflüssigen. Es findet sich jedoch auch gebunden im Blutserum. Da die Krebszellen bei Prostatakrebs ihrerseits PSA bilden, kann der PSA-Wert deutlich ansteigen. Auch das passiert nicht in allen Fällen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich bei der Vorsorge nicht auf ein einziges Untersuchungsverfahren verlassen.

Anzeichen für Prostatakrebs

Typische Anzeichen für den Prostatakrebs gibt es nicht. Vielmehr können die Anzeichen so unspezifisch sein, dass die Gefahr besteht, dass Sie sie nicht mit einer ernsten Erkrankung in Verbindung bringen. Das Auftreten dieser Anzeichen bedeutet nicht, dass Sie an Krebs erkrankt sind, sie können aber Warnsignale sein, die Sie in jedem Fall Ihrem Arzt mitteilen sollten. Zu diesen Signalen gehören:

  • Häufiger Harndrang
  • Startschwierigkeiten beim Harnlassen
  • Harnfluss gestört
  • Blut im Urin
  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Erektionsstörungen
  • Probleme beim Samenerguss

Es müssen nicht alle Probleme auf einmal auftreten. Möglicherweise treffen auf Sie nur einige wenige zu. In den meisten Fällen wird es sich um eine Vergrößerung der Prostata handeln, die gutartiger Natur ist, aber dennoch größere Probleme verursachen kann. Auch diese Probleme sind behandelbar.

Ursachen für Prostatakrebs

Grafische Darstellung einer ProstataEs gibt keine klar bewiesene Ursache für Prostatakrebs. Während früher angenommen wurde, dass ein hoher Testosteronspiegel die Entstehung begünstigen kann, sind Experten mittlerweile von dieser Vermutung wieder abgerückt. Liegt allerdings Prostatakrebs vor, kann ein hoher Testosteronspiegel das Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen. Wenn Sie an einer Vorsorgeuntersuchung teilnehmen, wird Ihr Arzt Sie untersuchen und Ihnen helfen, ihr persönliches Risiko einzuschätzen. Bei dieser Gelegenheit können Sie im vertraulichen Gespräch Ihre Lebensumstände schildern und gemeinsam mit dem Arzt Strategien für ein gesünderes Leben entwickeln.

Risikofaktoren für die Entstehung von Prostatakrebs

Es gibt einige Faktoren, die die Entstehung von Prostatakrebs begünstigen können. Dazu gehört laut einer amerikanischen Studie ein sehr aktives Sexualleben in jungen Jahren. Sollten Sie bereits über 50 Jahre alt sein und sind nicht erkrankt, gilt für Sie das Gegenteil. In diesem Alter wirkt häufiger Samenerguss der Entstehung von Prostatakrebs entgegen. Insgesamt ist dieser Krebs eine Erkrankung des höheren Lebensalters. In mehr als 80% der Fälle sind die Betroffenen älter als 60 Jahre. Ein weiterer Risikofaktor ist die genetische Disposition. Sollten bereits Männer aus Ihrem Verwandtenkreis an Prostatakrebs erkrankt sein, sollten Sie unbedingt regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.

Lebensweise beeinflusst die Krankheitswahrscheinlichkeit

Sie können die Entstehung von Prostatakrebs nicht sicher verhindern, Sie können aber das Risiko reduzieren, an diesem Krebs zu erkranken. Dazu gehört vor allem eine gesunde Lebensweise. Experten gehen heute davon aus, dass eine fett- und kohlenhydratreiche Ernährung das Risiko einer Krebserkrankung erhöht. Das gilt auch für Sie, wenn Sie besonders viel Fleisch konsumieren. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung, die auch ausreichend Ballaststoffe enthalten sollte. Es hat sich außerdem gezeigt, dass mangelnde Bewegung das Risiko von Prostatakrebs erhöhen kann. Mindestens leichte sportliche Aktivität sollte daher zu Ihrem Freizeitprogramm gehören. Wenn Sie einen Beruf mit viel Kontakt zu Schwermetallen oder hoher Strahlenbelastung ausüben, entsteht auch daraus allgemein ein erhöhtes Risiko für Krebs, sodass Ärzte davon ausgehen, dass das auch für Prostatakrebs gilt.

Fazit:

Achten Sie in jedem Fall auf Ihre Ernährung. Essen Sie maßvoll, reduzieren Sie den Konsum von tierischen Eiweißen, treiben Sie Sport und nutzen Sie die Vorsorgeuntersuchungen.

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