Frau sammelt Pilze

Start in die Pilzsaison – Tipps für Sammler

Der Sommer neigt sich langsam seinem Ende zu. Dafür steht der Herbst bereits in den Startlöchern. Und mit ihm die bekannteste Pilzsaison. Doch welche Pilze sind am besten für den Verzehr geeignet, wo sind sie zu finden und worauf gilt es zu achten?

Inhalt:

Wann ist Pilzsaison?

Pilze fühlen sich das ganze Jahr über in den deutschen Wäldern wohl. Allerdings gibt es einen bestimmten Zeitraum, in dem die meisten Pilzsorten wachsen und in dem Sammler die meisten Pilze finden: Die Pilzsaison. In Mitteleuropa sind damit die Monate zwischen dem späten Sommer und Herbst gemeint. Je nach Wetterlage kann die Pilzsaison früher beginnen und später enden. Mehrere Regentage hintereinander begünstigen das Pilzwachstum, trockenes Wetter wirkt dagegen negativ. Um sich genauer darüber zu informieren, wann welche Pilze wachsen, eignet sich ein Blick in den Pilzkalender.

Wie sammle ich Pilze?

Ein Pilzsammler sollte nicht ohne ein Pilzbestimmungsbuch aus dem Haus gehen. Dieses Buch kann Ihnen buchstäblich das Leben retten, denn viele der beliebten Speisepilze haben giftige „Zwillinge“. Wenn ein Sammler einen geeigneten und korrekt identifizierten Pilz findet, empfiehlt es sich, ihn vorsichtig aus der Erde zu drehen. Ein grobes Herausreißen kann das unterirdisch wachsende Pilzgeflecht beschädigen. Damit das Pilzgeflecht nicht austrocknet, sollten Sammler entstehende Löcher nach dem Pflückvorgang mit Erde oder Laub füllen. Da Pilze in Plastiktüten schnell verderben, eignet sich ein luftdurchlässiger Korb am besten für den Pilztransport.

Welche sind die beliebtesten Speisepilze?

Der beliebteste Pilz in Deutschland ist mit Abstand der Champignon. Pro Jahr landen davon etwa 1,9 Kilo auf dem Teller jedes Deutschen. Im Jahr 2019 produzierte die Bundesrepublik 75.000 Tonnen Champignons. Danach folgten sogenannte Edelpilze (3.900 Tonnen). Die folgenden Speisepilze sind bei deutschen Sammlern besonders beliebt:

Steinpilz

Steinpilz

Der Steinpilz ist einer der beliebtesten Speisepilze Deutschlands. Meistens wächst er im Spätsommer in Nadel- oder Mischwäldern, oftmals auf sandigen Böden. Gerade die jungen Steinpilze sind sehr fest, daher der Name. Sein Hut wird bis zu 25 Zentimeter groß. Achtung: Der Steinpilz steht unter Schutz und darf nur für den Eigenbedarf gepflückt werden.

Pfifferling

Pfifferling

Weil der Pfifferling einen hellen, oftmals dottergelben Hut besitzt, wird er auch Eierschwamm genannt. Er kann zwischen Frühsommer und November wachsen, je nachdem, ob die Witterung günstig ist. Nach heißen, schwülen Tagen haben die Sammler die besten Chancen. Der Pfifferling wächst oft unter Fichte, Kiefer, Buche oder Eiche. Vorsicht ist geboten, wenn der Pfifferling einen orangefarbenen Stich hat. Dann kann es sich um den „Falschen Pfifferling“ handeln, der Verdauungsstörungen auslöst.

Birkenpilz

Birkenpilz

Der Gemeine Birkenpilz, auch Langhaxen oder Birkenraufuß genannt, kommt am häufigsten zwischen Juni und November vor. Er wächst generell unter Birken und ist leicht mit anderen unter Birken wachsenden Röhrlingen zu verwechseln. Diese „Kopien“ sind jedoch ungiftig. Der Birkenpilz kann ganz unterschiedliche Hutfarben haben. Es gibt dunkelbraune oder graubraune Exemplare, jedoch auch gelbe bis rotbraune.

Dunkler Hallimasch

Dunkler Hallimasch

Beim Gemeinen Hallimasch (auch Dunkler Hallimasch genannt) handelt es sich eigentlich um einen Giftpilz. Damit er genießbar wird, muss er 20 Minuten lang gekocht werden, erst dann ist er verwendbar. In der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sowie in der Naturheilkunde werden Extrakte des Hallimaschs zur Behandlung von Krankheiten benutzt. In der westlichen Medizin ist der Dunkle Hallimasch dagegen unbekannt, seine Heilkraft nicht belegt. Der Pilz kann mit anderen Hallimasch-Pilzen verwechselt werden, etwa dem Gelbschuppigen Hallimasch, dem Honiggelben Hallimasch oder dem Sparrigen Hallimasch, die giftig sind. Der Gemeine Hallimasch wächst auf Nadelholz und kann auch alleine auftreten.

Stockschwämmchen

Stockschwämmchen

Das Stockschwämmchen kann fast das ganze Jahr über in fast allen Waldtypen wachsen. Diese Pilzart wird bis zu fünf Zentimeter groß und hat braune, feucht glänzende Hüte. Einzig ihr segmentierter Stiel unterscheidet sie vom beinahe identischen Gift-Häubling. Stockschwämmchen haben eine geschuppte dunkle untere Stielhälfte und eine cremefarbene obere Hälfte.

Welche Pilze darf ich nicht sammeln?

Achtung: Der Griff zum falschen Pilz kann unter Umständen lebensgefährlich sein. Generell sollten Sammler sämtliche Pilze stehen lassen, die sie nicht einwandfrei identifizieren können. Auch zu alte oder zu junge Pilze gehören nicht in den Korb. Angefressene Pilze sollten zudem nicht zerstört werden, denn sie können noch Sporen absondern.

Außerdem dürfen Sammler nur eine begrenzte Menge an Pilzen sammeln. Hierbei gilt die Faustregel: Sie dürfen nur so viele Pilze sammeln wie für zwei Mahlzeiten ausreichen. Wer mehr Pilze sammeln will als er für den eigenen Bedarf braucht, benötigt einen von der unteren Naturschutzbehörde ausgestellten Pilzsammelschein. Wer dagegen Pilze für den Weiterverkauf oder als Geschenk für andere sammelt, kann rechtlich in Schwierigkeiten geraten.

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Wo finde ich die meisten Pilze?

Speisepilze gedeihen vor allem in waldreichen und sandigen Gebieten. Oft finden Sammler sie am Fuße großer Bäume – einige Pilzarten sind sogar von Bäumen in der Nähe abhängig. Pilze profitieren von hoher Luftfeuchtigkeit und milder Witterung.

Lagerung von Pilzen

Direkt nach dem Pflücken sollte der Sammler seinen Fund putzen. Danach muss er beachten, dass Pilze sich nicht allzu lang halten. Sie müssen dementsprechend gelagert und schnell verbraucht werden. Tüten oder geschlossene Dosen eignen sich nicht, da Pilze stetig Wasser ziehen, das in abgeschlossenen Behältnissen nicht mehr verdunsten kann. Am besten ist es, die Pilze sofort nach dem Sammeln zu verarbeiten.

Was tun bei einer Pilzvergiftung?

Eine Pilzvergiftung äußert sich in verschiedenen Symptomen. Dazu gehören zum Beispiel Schweißausbrüche, Durchfall und Benommenheit. In solchen Fällen sollten Betroffene umgehend einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen. Größere Städte haben auch Giftnotrufzentralen, die sich um solche Fälle kümmern. Sollte der Verzehr fünf Stunden oder weniger zurückliegen, so kann absichtlich herbeigeführtes Erbrechen die Rettung sein. Bei längeren Zeiträumen, wenn die Vergiftung erst nach acht oder neun Stunden ersichtlich wird, besteht akute Lebensgefahr. In solch einem Fall müssen Betroffene sofort den Notarzt rufen.

Titelbild: © MirekKijewski / iStock.com

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