Demenz - Ältere Person mit Stock, helfender Hand

Pflege: Ein Leitfaden für den Umgang mit Demenz-Kranken

Diagnose: Demenz. Für Betroffene wie Angehörige eine Hiobsbotschaft. Allein hierzulande erkranken jedes Jahr etwa 300.000 Menschen. Insgesamt 1,6 Millionen Demenz-Kranke gibt es in ganz Deutschland. Viele davon sind auf Hilfe angewiesen und müssen gepflegt werden. Angehörigen fällt das nicht leicht. Trotz der Sorge, der Herausforderung einer Pflege nicht gewachsen zu sein, entscheiden sich einige dafür, sie selbst zu übernehmen. Und sind nach kurzer Zeit am Ende ihrer Kräfte.

Erschöpfung und fehlende Anerkennung

Sich um demente Angehörige zu kümmern, erfordert Mut. Denn die Aufgabe zehrt an Körper und Seele. Laut einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit geben 59 Prozent der Befragten an, keine Kraft mehr für die Pflege aufbringen zu können. Neben der Erschöpfung klagen die Angehörigen auch über mangelnde Unterstützung. Rund Zweidrittel wünschen sich mehr professionelle Hilfe durch Pflegedienste. Genauso viele fordern mehr Selbsthilfeangebote. Für 80 Prozent ist vor allem die fehlende Anerkennung für die Angehörigenpflege schwer.

Leitfaden für den Umgang mit Demenz-Kranken

Die Pflege von Demenz-Kranken ist sowohl für die Patienten als auch für die Familie mit Belastungen verbunden. Nicht selten erkrankt aufgrund der schweren Situation auch der Pflegende selbst. Aus diesem Grund haben wir Ihnen die besten Tipps zur Pflege des Angehörigen und zum eigenen Stressabbau zusammengestellt.

Demenz: Eine eigene Welt

Die Krankheit zwingt den Patienten dazu, sich in seiner eigenen Welt aufzuhalten. Streit und Diskussionen sind daher unnötig. Gewohnheiten beizubehalten kann helfen, die Realität aufrecht zu erhalten. Ein geregelter Tagesablauf hilft dem Kranken sich zu orientieren.

Gefühle: Verständnis und Gelassenheit

Die Gefühle des Patienten sollten in jedem Fall ernst genommen werden. Selbst Gefühlsausbrüchen sollte mit Verständnis begegnet werden. Gelassenheit hilft nicht nur Ihnen, sondern auch dem Kranken.

Fürsorge: Mit Respekt behandeln

Trotz der starken kognitiven Einschränkungen des Erkrankten, sollte die Fürsorge nicht unkontrolliert ausarten. Denn obwohl sich die Kommunikation vor allem mit kurzen und einfachen Sätzen erleichtern lässt, ist der Patient kein unmündiges Kind. Respekt bewahren und den Kranken in den Alltag einbinden.

Information: Mehr Wissen

Je mehr Informationen der Pflegende erhält, desto sicherer wird der Umgang mit dem Erkrankten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet mit der Plattform „Wegweiser Demenz“ ein umfassendes Angebot an. Auch der Austausch mit anderen Pflegenden ist dort möglich.

Gesundheit: Das eigene Wohlempfinden

Auch die eigene Gesundheit ist wichtig. Doch viele wollen alles alleine lösen. Nehmen Sie sich auch mal eine Auszeit. Bitten Sie andere um Hilfe oder beantragen Sie frühzeitig professionelle Unterstützung.

Pflege gleich Geldsorgen?

Doch nicht nur die körperliche und geistige Bewältigung des Pflegealltags wird zum Problem, sondern auch die finanzielle Belastung. 86 Prozent der DAK-Befragten brauchen mehr Geld für die Pflege. Jeder dritte Angehörige wünscht sich günstigere Möglichkeiten private Pflegekräfte zu engagieren. Zwar halten 35 Prozent der Befragten eine Pflege im eigenen Haushalt als am besten geeignet, dennoch regt sich bei fast genauso vielen der Wunsch, die Betroffenen in einer professionellen Wohngruppe oder in einem Pflegeheim betreuen zu lassen. Eine frühzeitige Vorsorge kann für die Zukunft helfen. Der Pflegefallschutz der IDEAL UniversalLife sichert die finanziellen Folgen eines Pflegefalls ab. Darunter auch die Kosten für ein Pflegeheim, Pflegepersonal oder medizinische Behandlungen.

Titelbild: ©Photographee.eu