Junger Vater mit Säuglich im Arm

Papas in Elternzeit: Vorsorgen!

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr?

Mehr als ein Drittel aller frischgebackenen Väter geht heute in Elternzeit. Vor zehn Jahren waren es gerade mal 3,5 Prozent. Auch der vierfache Vater und Fernsehmoderator Jörg Pilawa schließt sich dieser Entwicklung an: “Es ist eine intensive Erfahrung und ein Geschenk, viel Zeit für ein Kleinkind zu haben. Und es macht Spaß, den sonnigen Vormittag allein unter vielen Müttern auf dem Spielplatz zu verbringen.“ (Quelle: Emotion)

Doch abgesehen davon, dass Papas in Elternzeit eine intensivere Beziehung zum Kind aufbauen können, ist die finanzielle Seite noch mal eine ganz andere. Verträgt sich die Väterzeit überhaupt mit der Altersvorsorge?

Hier die sechs häufigsten Fragen und Antworten:

1. Habe ich Anspruch auf Elterngeld?

Elterngeld gibt es immer dann, wenn sich Eltern dazu entscheiden, die Kinder eigenständig zu betreuen und in ihrem Beruf kürzer zu treten oder eine Zeit lang ganz zu pausieren. Allerdings darf nur ein Elternteil die Bezüge in Anspruch nehmen. Entschließen sich dennoch beide, gemeinsam die Kindererziehung zu übernehmen, hat grundsätzlich die Mutter den Anspruch. Umgekehrt ist eine übereinstimmende Erklärung erforderlich. Der Antrag muss bei der regionalen Elterngeldstelle eingereicht werden und gilt rückwirkend für maximal zwei Monate. Vorsicht: Wird die Frist versäumt, verfallen auch die Rentenansprüche innerhalb der Erziehungszeit.

2. Wie viel Elterngeld bekomme ich?

Die Beitragshöhe wird anhand des Nettoeinkommens des betreuenden Elternteils ermittelt. Der Mindestsatz beträgt 300 Euro (beispielsweise für Studierende und Arbeitssuchende), der Höchstsatz liegt bei 1.800 Euro pro Monat. Um genau zu errechnen, welche Bezüge Eltern im Einzelfall zustehen, empfiehlt sich die vorherige Benutzung eines Elterngeldrechners.

3. Wie lange darf ich Elternzeit nehmen?

Grundsätzlich liegt die Entscheidung bei den Eltern. Eine Finanzierung in voller Höhe ist allerdings maximal 14 Monate am Stück möglich. Ein früherer Einstieg zurück in die Berufswelt ist dagegen jederzeit planbar.

4. Was bedeutet ElterngeldPlus?

Mit ElterngeldPlus hat man die Option, die Elternzeit zu verdoppeln. Da dabei nur die Hälfte des Elterngeldes gezahlt wird, lohnt sich das ElterngeldPlus besonders in Kombination mit einer Teilzeittätigkeit. Allerdings gilt auch hier die Förderungshöchstdauer von maximal 28 Monaten (mit halbierter Auszahlung).

5. Verändert meine Erziehungszeit die gesetzliche Rente?

Eltern erhalten für die Zeit der Kindeserziehung sogenannte Entgeltpunkte, die sich auf die Rentenhöhe auswirken. Hierbei ist der Durchschnittsverdienst der Versicherten ausschlaggebend. Aktuell liegt dieser bei etwa 35.000 Euro jährlich. Bei Eltern, die nebenher noch arbeiten, wird der Durchschnittsbeitrag zu dem ohnehin eingezahlten Rentenbeitrag addiert. Die Obergrenze liegt bei monatlich 6.050 Euro in den alten beziehungsweise 5.200 Euro in den neuen Bundesländern.

Weitere Details zur Väterzeit finden Sie hier.

6. Junge Familie unbedingt absichern!

Gerade in sehr jungen Jahren kommt der Familienzuwachs oft schneller als gedacht. Auf die private Altersvorsorge sollte dennoch nicht verzichtet werden. Um sich und die Familie rundum abzusichern, lohnt sich der Abschluss der flexiblen IDEAL UniversalLife-Versicherung. Diese beinhaltet die wichtigsten Vorsorge-Bausteine: Eine Renten- und Pflegeversicherung, einen Todesfallschutz – der mit der Gründung einer Familie ganz besonders wichtig wird! – und einen Vertragsschutz im Falle einer Berufsunfähigkeit. Sofern die Elternzeit die Beitragszahlung erschwert, kann man mit den Einzahlungen aussetzen oder diese reduzieren.

Bild: Monkey Business