junge Frau mit Mundschutzsmaske

Pandemie oder Epidemie – was ist der Unterschied?

Egal, wohin man auch schaut und hört, das Coronavirus ist in aller Munde und dominiert die aktuellen Schlagzeilen. Die Anzahl der Infizierten weltweit, aber auch in Deutschland ist im letzten Jahr immer wieder stark gestiegen. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht den täglich aktuellen Stand. In vielen Unternehmen wurde aufgrund der Pandemiegefahr Homeoffice angeordnet. Restaurants und Hotels wurden geschlossen und auch im Einzelhandel fanden viele Schließungen statt. Wie eine große Welle überrollen Grippe-Erreger von Zeit zu Zeit den gesamten Planeten– wie beim Coronavirus. Hier ist von einer Pandemie die Rede. Tritt die Krankheit nur lokal begrenzt auf, spricht man von einer Epidemie. Die genauen Unterscheidungsmerkmale zwischen Pandemie und Epidemie und wie Sie sich in einer Notsituation verhalten, erfahren Sie hier im Beitrag.

Pandemie oder Epidemie – was ist der Unterschied?

In Fachkreisen ist von einer Epidemie die Rede, wenn eine Infektionskrankheit in einem Land oder größeren Landstrich zur Massenerkrankung wird. In Deutschland gilt die Regel: Wenn etwa zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung während der jährlichen Grippezeit erkranken, handelt es sich um eine Epidemie. Im Normalfall trifft es deutlich weniger Menschen. Unter Pandemie versteht man eine Epidemie, die weltweit auftritt. Die Begriffe „pan“ und „demos“ stammen aus dem Griechischen und bedeuten „alles“ und „Volk“. Das ganze Volk also. Von Pandemien sind extrem viele Menschen betroffen. Dabei gibt es keine klare Regel, in welchen zeitlichen Abständen Pandemien auftreten. Im vergangenen Jahrhundert belief sich der zeitliche Ablauf zwischen 11 und 39 Jahren.

Die klassische Epidemie: Die Grippewelle

Halsschmerzen, trockener Husten, Fieber, oftmals starke Kopf- und Gliederschmerzen. Und das ganz plötzlich über Nacht. Jeder, der schon einmal mit Grippe im Bett gelegen hat, kennt die Symptome. Die echte Grippe oder Influenza ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Übertragen wird sie per Tröpfchen- und Schmierinfektion. Die Ansteckung bei einem Infizierten ist bereits einen Tag bevor derjenige Symptome spürt möglich. Nach Ausbruch der Krankheit sind Betroffene im Normalfall eine Woche lang ansteckend, das entspricht in etwa der Dauer der Grippesymptome. Den effektivsten Schutz bietet die Impfung. Gründliches Händewaschen und vorsorgliche Hygienemaßnahmen können helfen, sich vor Viren zu schützen.

Die Länder berichteten für die Saison 2020/2021 über eine niedrige Grippeaktivität, schreibt die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert-Koch-Institut in ihrem Wochenbericht für die Kalenderwochen 52 und 53 (2020). Das RKI verzeichnete in diesen 2 Wochen 41 bestätigte Influenzafälle. In der KW 51 wurden 23 Fälle verzeichnet.
Zum Vergleich: Im Jahr 2019 wurden für KW 51 insgesamt 692 bestätigte Influenzafälle dem RKI gemeldet. Seit Beginn der aktuellen Grippesaison ab Kalenderwoche 40 verzeichnet das RKI insgesamt 387 bestätigte Influenzafälle (Stand KW 4 2021).
Zum Vergleich: bis zum 28.01.2020 wurden für die Saison 2019/2020 20.702 bestätigte Influenzafälle verzeichnet. Grund für die geringeren Influenza-Infektionen sind die bundesweit verordneten coronabedingten Hygienemaßnahmen.

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Die aktuelle Pandemie: Das Corona-Virus

Der Name Corona (lateinisch: Kranz, Krone) ist auf das charakteristische, kranzförmige Aussehen der Viren zurückzuführen. Diese können sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Beim Menschen kann der sogenannte SARS-CoV-2 Erkrankungen der Atemwege hervorrufen. Diese können als harmlose Erkältung verlaufen, aber auch tödlich sein. Das Ende 2019 in China ausgebrochene Coronavirus kann außerdem eine schwere Lungenentzündung hervorrufen – offizielle Bezeichnung hierfür: Covid-19. Die ersten Impfstoffe zur Bekämpfung der Pandemie sind zugelassen und werden bereits eingesetzt. Von der Bundesregierung wurde mit dem Impfstart eine Impfkampagne veröffentlicht. Weitere Forschungen für Impfstoffe und medikamentöse Behandlungen finden statt.

Erkältung, Grippe oder Corona?

Der erste Herbst unter dem Einfluss der Corona-Pandemie liegt hinter uns. Es handelt sich dabei üblicher Weise um die Erkältungs- und Grippesaison und auch die Zahlen der Covid-19-Erkrankungen stieg in der Zeit enorm an. Weltweit war das Corona-Virus mit unterschiedlichen Einschränkungen und Maßnahmen vor Ort Thema Nummer eins.

Mit der Forschung zur Pandemie sind wir aber längst noch nicht soweit wie bei Erkältungen und Grippe-Erkrankungen. Nicht alle Symptome sind bekannt, die Langzeitfolgen und damit die Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht komplett absehbar und zu den Impfstoffen liegen auch nur erste Studien vor. Langzeitstudien folgen erst in den nächsten Jahren. 

Wie kann ich also feststellen, ob ich erkältet bin oder mich sogar mit dem Corona-Virus infiziert habe?

In den ersten Tagen ist es für Laien fast unmöglich zu unterscheiden, ob man eine Erkältung hat oder an Covid-19 erkrankt ist. Die Symptome, wie Husten und Halsschmerzen treten bei beiden Erkrankungen auf, der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns wird hingegen eindeutig Corona zugeschrieben.

Hier ein Überblick über typische Symptome, deren Ausprägungen jedoch nicht immer und wenn, dann in der Schwere sehr individuell, auftreten können:

Übersicht Symptome Covid-19, Erkältung und Grippe

Eindeutigen Aufschluss, ob Sie an Covid-19 erkrankt sind, kann nur ein Test ergeben. An wen Sie sich im Falle des Verdachts auf eine Infektion wenden können, haben wir in unserem Artikel Wann in die Notaufnahme des Krankenhauses, wann zum Hausarzt?“ für Sie zusammengestellt.

Ist eine Grippeschutzimpfung sinnvoll?

Das Robert Koch Institut empfiehlt für folgende Personengruppen eine Influenzaimpfung:

  • alle Personen ab 60 Jahre
  • Schwangeren ab dem 2. Trimenon sowie bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab dem 1. Trimenon
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens
  • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen (siehe oben) gefährden können
  • Personen, die ein erhöhtes berufliches Risiko haben, wie medizinisches Personal

Gerade für die Personen, die ein Risiko auf einen schweren Verlauf einer Grippe haben, ist eine Grippeimpfung in der derzeitigen Covid-19-Pandemie empfehlenswert. Im Rahmen der Grippewelle sollen so schwere Influenza-Verläufe verhindert werden und Engpässe in den Krankenhäusern für Intensivbetten und Beatmungsplätze vermieden werden. Zur Entlastung des Gesundheitssystems sollen Grippeimpfstoffe weiter genutzt werden.

Aktuelle Informationen rund um die Grippeschutzimpfung sowie der Covid-19-Pandemie erhalten Sie auf den Seiten des Robert Koch Instituts.

Das Coronavirus in Deutschland

Das Coronavirus und auch seine ersten Mutationen sind in Deutschland zu finden. Das Virus ist weltweit verbreitet und spielt mit all seinen Gefahren überall eine große Rolle. Die ersten Impfungen fanden in Deutschland in den letzten Wochen statt. Eine große Impfkampagne wurde von der Bundesregierung dazu veröffentlicht. Immer wieder werden neue Einschränkungen zu einem Lockdown von der Bunderegierung genannt und jedes Bundesland entscheidet über konkrete Regeln zur Umsetzung. Laut Bundesministerium für Gesundheit dürfen die Risiken der Pandemie auch nach einem Jahr und gerade mit den neuen Mutationen nicht unterschätzt werden. Das RKI informiert täglich zur aktuellen Lage zum Corona-Virus und definiert z.B. auch aktuelle Risikogebiete

Große Pandemien im vergangenen Jahrhundert

In der Vergangenheit sind weltweit schon viele Pandemie aufgetreten, von der eine Vielzahl der Menschen betroffen waren.  So wütete die Spanische Grippe zwischen 1918 und 1920. Laut Robert Koch-Institut starben nach dem Ersten Weltkrieg zwischen 20 und 50 Millionen Menschen an der Pandemie. Schon damals war der Erreger ein Vogelgrippevirus, der durch Mutation auf Menschen übertragen wurde. Zwischen 1957 und 1958 grassierte die Asiatische Grippe. Ihr fielen etwa vier Millionen Menschen zum Opfer. Zur vorerst letzten Pandemie kam es 1968: Der Hongkong-Grippe erlagen etwa eine Million Menschen. Weltweit stimmen Experten darin überein, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis eine erneute Influenza-Pandemie auftritt.

Richtiges Handeln in Notfallsituationen

Deutschland ist mit sämtlichen Einrichtungen wie Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, Technischem Hilfswerk und Katastrophenschutzorganisationen in Sachen Krisenmanagement gut aufgestellt. Es gilt das Krisenmanagement mit allen Beteiligten Personen im Alltag zu unterstützen. Je mehr die Pandemie durch ein richtiges Handeln der Gesellschaft  im Alltag eingeschränkt wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir gemeinsam gegen die Viruskrise ankommen. Das Bundesministerium informiert über das richtige Verhalten in der Krise, gibt Tipps zum Alltag in der Corona-Krise und präsentiert aktuelle Zahlen zum Stand der Pandemie.

Je stärker das Immunsystem ist, umso besser. Unterstützend wirkt hier bereits eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Welche Lebensmittel besonders vitaminreich und empfehlenswert sind, finden Sie in unserem Magazinartikel „Gesunde Ernährung in jedem Alter“

Private finanzielle Vorsorge bei einer schweren Corona-Erkrankung

Die Erkrankung COVID-19 hat in den allermeisten Fällen einen leichten Verlauf. Wenn es jedoch durch Corona zu einer dauerhaften und schweren Erkrankung kommt, kann es zu großen finanziellen Belastungen führen. Es ist z. B. denkbar, dass durch Corona die Lunge nachhaltig geschädigt oder auch andere Organe aufgrund von Medikamentengabe betroffen sind. Dann muss der Alltag neu organisiert werden. Hier zahlt die IDEAL TotalProtect, eine Dread-Disease-Versicherung, bei allen schweren Krankheiten eine vereinbarte Versicherungssumme aus. Dies umfasst auch noch unbekannte oder seltene Krankheiten.

Reiseausfall, Konzertabsage – Bekomme ich mein Geld zurück?

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind überall in Deutschland sichtbar. Läden mussten schließen, Kultureinrichtungen sagten Veranstaltungen ab, Reisebüros bearbeiteten eine Stornierung nach der anderen. Das bedeutet für viele Besitzer und Veranstalter eine extreme finanzielle Einbuße, trotz staatlicher Unterstützungsmaßnahmen. Doch auch die Bevölkerung , die bereits das Konzertticket seit einem Jahr zu Hause zu liegen hat oder die nächste Reise buchen will, steht vor der Frage, welche Rechte man als Verbraucher hat und welchen Ausfall man erstattet bekommt. In unserem Beitrag „Corona-Pandemie – Welche Rechte hat man möchten wir Ihnen dazu einen Überblick geben.

Titelbild: © LewisTsePuiLung / iStock.com

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