Mutter mit Säugling im Park

OECD-Studie: Mütter verdienen in Deutschland zu wenig

Frauen sind gleichberechtigt. Sie stehen in einer modernen Gesellschaft den Männern in nichts nach. Zumindest auf dem Gesetzespapier. Die Realität spricht besonders für junge berufstätige Mütter eine andere Sprache. Laut einer aktuellen OECD-Studie verdienen junge Mütter in Deutschland im europäischen Vergleich noch immer zu wenig. Teilzeitarbeit und ein traditionelles Rollenbild sind ursächlich für diese Entwicklung. Die von Medien vielfach angeprangerte “Teilzeitfalle” wird im Alter schnell zur Armutsfalle.

Geringer Beitrag zum Haushaltseinkommen

In keinem anderen europäischen Land tragen Mütter so wenig zum Haushaltseinkommen bei wie in Deutschland. Das ergab die aktuelle Studie “Dare to Share” zur partnerschaftlichen Aufgabenverteilung in Beruf und Familie der internationalen Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD). In Deutschland erwirtschaften Mütter mit mindestens einem Kind durchschnittlich 22,6 Prozent des Haushaltseinkommens. Die Bundesrepublik ist damit Schlusslicht unter den 15 untersuchten Ländern. Zum Vergleich: Dänemark steht mit 42 Prozent an der Spitze des Rankings.

Mütter arbeiten in Deutschland überdurchschnittlich viel in Teilzeit

Erfreulich. Die Erwerbstätigenquote der Frauen ist innerhalb der vergangen 15 Jahre um über 11 Prozent gestiegen. Damit ergibt sich ein Anstieg von 58,1 auf 69,5 Prozent. Eine positive Entwicklung zwar, doch der Schein trügt bei genauerer Betrachtung der derzeitigen Erwerbsstruktur. Die folgende Grafik schlüsselt auf, wie Mütter in Deutschland beruflich aufgestellt sind. Mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Mütter arbeitet hierzulande in Teilzeit. Nur Österreich und die Niederlande weisen höhere Zahlen auf.

Ursache: Traditionelle Altlasten

Der Mann. Der Vorstand der Familie. Ein Konzept, das in Deutschland schnell als archaisches Denkmodel abgewunken wird. Schließlich hat die Frauenbewegung hierzulande seit Ende der 60er Jahre Pionierarbeit geleistet. Erfolgreich. Doch: “Das Modell des männlichen Allein- bzw. Hauptverdieners ist in Deutschland weiterhin vorherrschend”, so die Erkenntnis der Studienautoren. Immer weniger Deutsche halten zwar an dieser Einstellung fest. Die Zahl der Menschen, die der Meinung sind, dass beispielsweise Mütter mit Kindern im Vorschulalter nicht arbeiten sollten, ist in den alten Bundesländern rückläufig. 2002 sagten dies 46,6 und zehn Jahre später nur noch 21 Prozent.

Doch die Gefahr, als Mutter in Deutschland in die “Teilzeitfalle” zu geraten, ist nach wie vor besonders hoch. Die Studienautoren sehen vor allem verheerende Konsequenzen für die Altersvorsorge:

“Wenn Mütter im selben Umfang wie Väter erwerbstätig sein könnten, würde dies ihre wirtschaftliche Sicherheit im Fall einer Scheidung oder Auflösung der Partnerschaft stärken und ihr rentenbezogenes Risiko der Altersarmut verringern.”

Die Möglichkeit bleibt jungen Müttern hierzulande oft verwehrt. Die gesetzliche Vorsorge reicht dann nicht mehr aus, um nicht im Alter aus der Teilzeitfalle in die Armutsfalle zu rutschen. Besonders für junge erwerbstätige Frauen mit Kindern muss die private Absicherung deshalb zum Thema werden. Eine flexible Beitragsgestaltung, wie es die IDEAL UniversalLife-Police bietet, macht eine private Altersvorsorge ebenso für junge Kunden erschwinglich. Weitere Informationen zur Police gibt es hier.

Titelbild: ©goodmoments

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