Eine Erdkugel liegt auf einem Löffel und steht als Symbolbild für das Thema nachhaltige Ernährung

Nachhaltige Ernährung

Insbesondere durch die Friday-For-Future Demonstrationen hat das Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein aktuell eine noch größere Rolle in der Gesellschaft eingenommen. Der Klimawandel wird allmählich jedem bewusst. Gesellschaft und Politik fordern immer mehr dazu auf, unsere Erde nicht unnötig zu belasten. Neben einem geringeren Plastikverbrauch und der Verringerung des CO2-Austoßes, ist auch eine umweltfreundliche Ernährung von großer Bedeutung. Denn diese Faktoren hängen alle zusammen. Ob der Kauf von unverarbeiteten Lebensmitteln aus dem monokulturellen und ökologischen Anbau oder die Vermeidung von aufwändig hergestellten Produkten: Wie Sie der Erde mit einer klimafreundlichen Ernährung helfen können, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Inhalt

Was ist nachhaltige Ernährung und wie bedeutend ist sie für den Klimaschutz? 

Nachhaltige Ernährung ist ein breit gefächerter Begriff. Einerseits bezieht sich das Wort Nachhaltigkeit auf den Menschen selbst und seine Gesundheit. Lebensmittel mit fragwürdigen Inhalts- oder Zusatzstoffen gilt es deshalb zu vermeiden und schon beim Einkauf darauf zu achten. Andererseits spielen auch soziale und ökonomische Kriterien, wie beispielsweise schlechte Arbeitsbedingungen oder die Unterernährung in Entwicklungsländern, eine große Rolle.

Zudem kommt den meisten Menschen bei dem Wort Nachhaltigkeit die ökologische Dimension in den Sinn. Sie bezieht sich auf die Umwelt und die Auswirkungen der Lebensmittelproduktion auf die Erde. Ob die Abholzung des Regenwaldes für ökonomische Zwecke jeglicher Art oder der CO2-Ausstoß in der Produktion, auch die Lebensmittelindustrie ist hier mit von der Partie.

Ein nachhaltiger Ernährungsplan spielt daher eine große Rolle für den Klimaschutz. Denn Nahrungsmittel und der Ausstoß von Treibhausgasen hängen stark zusammen. Es gilt also die Ernährung so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Aber wie?

Die größten Klimasünden der Lebensmittelindustrie

Die größten Klimasünden in Sachen Ernährung starten damit, dass viele Menschen sich nicht damit auseinandersetzen beziehungsweise ihnen nicht bewusst ist, in welchem Maße die Umwelt durch unseren Konsum beeinflusst wird. Denn das gewaltige Angebot, welches wir täglich im Supermarkt vorfinden, ist bei weitem nicht umweltschonend. Ob Himbeeren im Winter oder Spargel im Herbst, das Verbraucherverhalten hat sich stark verändert. Durch eine Rund-um-die-Uhr Versorgung mit allen möglichen Lebensmitteln wird unsere Erde durch Lagerung, Produktion und Transport in hohem Maße belastet. Die Lebensmittelindustrie macht allein rund 15 Prozent der menschlichen Treibhausgasemissionen aus.

Insbesondere der Fleischkonsum der Menschen trägt einen großen Anteil an dieser Belastung. Denn neben dem CO2-Ausstoß bei der Produktion von Lebensmitteln, können auch bei der Tierhaltung oder der Bewirtschaftung von Land Treibhausgase entstehen. Vor allem Methan und Lachgas, welche einen weitaus stärkeren Einfluss auf das Klima hat als CO2. Methan entsteht bei der Haltung von Wiederkäuern während deren Verdauung. Die größten Mengen an Methan entstehen bei der Haltung von Milchkühen. Deswegen werden diese auch oftmals als „Klimakiller“ bezeichnet. Eine Einschränkung des Fleischkonsums kann also schon sehr viel verändern. Aber auch die Nutzung von Stickstoffdüngern und Pestiziden in der Landwirtschaft kann dafür sorgen, dass Stickoxide freigesetzt werden. Neben der hohen Fleischnachfrage ist  auch die Überfischung der Meere ein weitläufiges Problem, da es die Meeres-Ökosysteme tiefgreifend verändert.

Abschließend sind noch die Verpackung sowie der Abfall im Bereich der Lebensmittel zu erwähnen. Allein durch die Lebensmittelverschwendung entstehen deutschlandweit 6,7 Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Die Gründe dafür sind beispielsweise die Entsorgung von genießbaren Produkten kurz nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oder aufgrund von Käufen in zu hohen Mengen, wodurch Lebensmittel verderben. Auch der enorme Plastikverbrauch ist ein schwerwiegendes Problem in der Lebensmittelindustrie. Alles ist durch Kunststoffverpackungen geschützt und wird nach dem Verbrauch entsorgt. Und das in solch großen Mengen, dass weder der Mensch noch die Erde wissen, damit umzugehen.

Nachhaltigkeit durch Regionalität und Saisonalität

Wie können Sie ihren Teil dazu beitragen, dass sich Treibhausgasemissionen, Verschwendung und Abfall in Grenzen halten? Das Gefühl der Nachhaltigkeit sollte ein ständiger Begleiter ihres Alltags sein. Sie sollten mit dem Gedanken in den Supermarkt gehen, die Umwelt zu schonen und nachhaltig einzukaufen. Insbesondere regionale und saisonale Lebensmittel sind hier die beste Lösung. Durch kurze Transportwege fällt die Umweltbelastung geringer aus und die heimische Wirtschaft wird gestärkt. Außerdem verfügen beispielsweise Obst und Gemüse aus der Region über mehr Nährstoffe sowie einen besseren Geschmack, da es wegen des kürzeren Transports besser ausreifen kann.

Durch das Überangebot an Produkten vergessen wir häufig, welche Produkte zu welcher Jahreszeit bei uns wachsen oder angebaut werden. Denn um beispielsweise Früchte im Winter genießen zu können, müssen diese meist aus wärmeren Ländern eingeflogen werden. Durch den Flugzeugtransport werden beispielsweise viele Treibhausgase freigesetzt und schaden dem Klima. Aber auch Produkte, die während der kalten Monate in der direkten Umgebung produziert werden, sind oftmals eine Belastung für die Umwelt. So schlucken beheizte Gewächshäuser eine Menge Energie und stellen eine Belastung für die Umwelt dar. Um im Bereich der Saisonalität immer auf dem aktuellen Stand zu sein, ist ein Saisonkalender das A und O. Er zeigt an, welches Obst und Gemüse gerade reif ist und mit gutem Gewissen gekauft werden kann. Der Saisonkalender der Verbraucherzentrale ist hierfür eine gute Option.

4 einfache Tipps für eine nachhaltige Ernährung

Bereits mit kleinen Änderungen der Ernährung können wir alle dazu beitragen, die Umweltbelastung zu verringern. Mit diesen vier einfachen Tipps steht dem ersten Schritt für eine nachhaltige Ernährung nichts mehr im Wege.

  1. Saisonale und regionale Produkte

Regionale Produkte stellen die beste Variante dar, um die Umwelt zu schonen und dabei die Wirtschaft in ihrer Umgebung zu unterstützen. Durch die kürzeren Transportwege haben die Produkte eine bessere Reife und schmecken auch besser. Außerdem vermeiden sie dadurch erhöhte Treibhausgas-Emissionen.

  1. Plastik vermeiden

Kaufen Sie nur solche Produkte, die wenig bis keine Plastikverpackung besitzen. Alternativen finden Sie beispielsweise auch in so genannten „unverpackt“-Läden. Hier können Sie mit einem Einwegglas sämtliche Produkte des täglichen Bedarfs abfüllen und umweltschonend transportieren.

  1. Verzichten Sie (öfter) auf Fleisch

Sie müssen nicht gleich zum Vegetarier werden. Dennoch: Die Deutschen essen rund 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf im Jahr. Eindeutig zu viel! Wer öfters mal auf Fleisch verzichtet, schont dabei nicht nur die Umwelt, sondern auch seine Gesundheit.

  1. Lebensmittelverschwendung: Weniger ist manchmal mehr

Der Einkaufswagen ist bis zum Rand gefüllt, der Kühlschrank voll. Eine Woche später wird dann schlechtes vom „noch Haltbaren“ getrennt. Und wieder landen zu viele Lebensmittel im Mülleimer. Um das zu vermeiden, sollten Sie sich zu Beginn der Woche einen Plan machen und alle Lebensmittel, die Sie noch haben und ablaufen könnten verplanen. Fehlendes wird hinzugekauft. So vermeiden Sie, dass Sie etwas wegwerfen müssen.

Titelbild: © SasinParaksa / iStock.com

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