Krebsnachsorge - Kosmetikerin trägt bei einer Krebspatientin Make-up auf

Mit Make-up zurück ins Leben nach dem Krebs

Krebs ist eine schwere Erkrankung, die die Lebensqualität erheblich beeinflusst. Es ist daher kein Wunder, dass man den Betroffenen die Erschöpfung ansieht. Selbst nach überstandener Krebserkrankung dauert es noch einige Zeit, bis das Hautbild wieder dem eines gesunden Menschen gleicht. Aber natürlich können auch operative Eingriffe an gut sichtbaren Stellen nötig werden. Das dann entstehende Narbengewebe braucht seine Zeit, bis es sich soweit reduziert hat, dass es nicht mehr direkt ins Auge fällt. Kosmetische Tricks können helfen, Narben ihren Schrecken zu nehmen.

Für das eigene Wohlbefinden

Beim Make-up geht es in erster Linie darum, dass Sie sich gut fühlen. In zweiter Linie spielt es natürlich auch eine Rolle, wie Sie wahrgenommen werden möchten. Es ist verständlich, dass Sie nicht bei jeder Gelegenheit darauf angesprochen werden wollen, dass Sie erschöpft oder krank wirken. Make-up kann dazu beitragen, dass Sie deutlich frischer aussehen und sich besser fühlen. Das führt sogar dazu, dass Bekannte Ihnen gelassener und unbekümmerter begegnen, was wiederum gut für Ihr Selbstwertgefühl ist und Ihnen etwas Erholung vom Alltag erlaubt.

Achten Sie auf Ihren Hauttyp

Bedenken Sie, dass sich die Haut während der Krebserkrankung verändern kann. Sie kann damit auch empfindlicher auf Inhaltsstoffe reagieren, als das früher der Fall war. Schauen Sie sich Ihre Haut deshalb genau an, bevor Sie sich für neue Pflegeprodukte entscheiden. Vermutlich ist die Haut deutlich trockener. Das erweckt dann den Anschein, dass die Faltenbildung zugenommen hat. In diesem Fall sind Sie mit flüssigem Make-up gut beraten. Verzichten Sie auf Puder, um die Haut nicht zusätzlich auszutrocknen. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Haut während der Krebstherapie fleckig wird. Sie können diese Veränderung ebenfalls mit Make-up ausgleichen. Verwenden Sie dazu ein Schwämmchen, mit dem Sie das Make-up leichter verteilen können. Das Ergebnis ist ein deutlich gleichmäßigeres Hautbild. Verwenden Sie ruhig etwas Rouge. Das frischt Ihr Erscheinungsbild zusätzlich auf und lässt Sie jünger aussehen. Entfernen Sie das Make-up am Abend immer mit einer sanften Reinigungsmilch und versorgen Sie die Haut mit pflegenden Substanzen.

Augenbrauen und Wimpern

Durch die Chemotherapie können Augenbrauen und Wimpern ausfallen. Sie wachsen nach, aber wahrscheinlich möchten Sie die Wartezeit überbrücken. Schminken Sie noch vorhandene Wimpern mit Mascara und verwenden Sie einen Augenbrauenstift. Sind keine Wimpern mehr vorhanden, setzen Sie mit dem Kajalstift kleine Punkte auf die Augenlider und ziehen Sie das Augenlid nach. Etwas dunkler geschminkte Augen lenken außerdem von den Wimpern ab, sodass das Fehlen kaum auffällt.

Das mögen die Lippen

Lippen und Augen sind Blickfänger in jedem Gesicht. Vermutlich sind Ihre Lippen blass und von der Chemotherapie trocken, vielleicht sogar rissig. Sorgen Sie daher regelmäßig für ein Nachfetten mit Pflegemittels auf der Basis von Glycerin. Sie können auch Lippenstift auftragen. Haben Sie Mut zu kräftigen Farben.

Camouflage Make-up – das steckt dahinter

Bei roten Flecken im Gesicht oder Ringen unter den Augen helfen Concealer. Eine Grundierung sorgt dann für ein schönes und gleichmäßiges Hautbild. Mit Camouflage Make-up haben Sie sehr viel mehr Möglichkeiten, etwas für Ihr Aussehen zu tun, wenn die Haut unter der Therapie und der Erkrankung gelitten hat. Dieses Make-up hat eine wesentlich höhere Pigmentdichte und deckt damit auch sichtbare Narben gut ab. Camouflage Schminke ist in der Welt der Prominenten der Tipp, wenn die Müdigkeit nicht zu übersehen ist und im Scheinwerferlicht auch bei geschicktem Schminken auffallen würde. Mit Camouflage lässt sich das vermeiden. Sie werden frischer aussehen und Ihr Anblick im Spiegel wird Ihnen guttun.

Was verschönert die Arme?

Ein Solarium ist keine Lösung, wenn Sie unter der Blässe leiden. Auch auf Sonnenbäder sollten Sie verzichten, denn es ist wichtig, alles zu vermeiden, was das Hautkrebsrisiko erhöht. Greifen Sie stattdessen zu Selbstbräunern und verwenden Sie Mineralpuder. Sprechen Sie aber die Anwendung vorher mit dem betreuenden Arzt ab, denn er kann Ihnen genau sagen, ob die Vorgehensweise für Sie konkret geeignet ist. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Haut irritiert ist und anders reagieren kann, als Sie das sonst gewöhnt sind.

Die Nägel nicht vergessen

Leider verändern sich die Finger- und Zehennägel während der Krebstherapie häufig. Ganz besonders, wenn Pilzerkrankungen die Therapie begleiten. Nicht zuletzt sind die Nägel auch immer Spiegelbild der allgemeinen Gesundheit. Verformte, weiche Nägel sind daher bei einer Krebserkrankung keine Seltenheit. Ebenso kann es passieren, dass die Nägel ausfallen. Versuchen Sie, die Nägel möglichst zu schonen. Es ist leider nicht möglich, sie so zu kräftigen, dass sich das Ausfallen sicher verhindern lässt. Natürlich wachsen sie wieder nach. Allerdings kann es sein, dass die ersten Wachstumsschübe wieder Verformungen aufweisen, was aber nicht sein muss. Sie können erfahrene Fußpfleger und Nageldesigner hinzuziehen und erhalten so zusätzlich professionelle Unterstützung bei der Pflege der Nägel.

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