Liebespaar neben der Straße

Mach dich glücklich! Tipps für gute Laune

“Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund”: Erst die Schokolade bis zum letzten Krümel einverleiben, dabei den Partner minutenlang anlächeln. Dann zum Angriff übergehen: langanhaltend und leidenschaftlich küssen, am besten noch mit schokoverschmiertem Mund. Um glücklich zu sein, braucht es nicht viel. Glück und Gesundheit zum Selbermachen. Ganz ohne Rezept und ärztliche Kontrolle. Kakao, Lachen und Küssen bauen Stress ab und kurbeln die Produktion von Glückshormonen an.

Unsere drei Tipps für den körpereigenen Drogenrausch:

Lach mal wieder!

“Jetzt lächle doch mal!”. Wer kennt diesen Satz nicht? Lächeln steigert die Produktion von Glückshormonen. Dafür braucht es nicht einmal gute Laune. Die meldet sich allerdings nach der Gesichtsgymnastik doppelt und dreifach zurück. Denn beim Lächeln werden Gesichtsmuskeln angespannt, die automatisch Signale an unser Gehirn weiterleiten. Dort sorgen sie für den Ausstoß eines Cocktails aus Serotonin, Endorphin, Dopamin und vielen weiteren Begleitern. Es ist nicht einmal ausschlaggebend, ob wir gut gelaunt sind oder wir uns zum Lachen zwingen müssen. Das Gehirn erkennt den Unterschied nicht. Lachen kann sogar Genesungsprozesse positiv beeinflussen. Zu diesem Ergebnis sind bereits wissenschaftliche Untersuchungen gelangt. Mehr dazu ist hier nachzulesen.

Schokolade: aber nur die dunkle

Die landläufige Meinung, Schokolade mache glücklich, ist nur die halbe Wahrheit. Eine Studie aus dem Jahr 2006 hat den Mythos entlarvt. Es hängt von der Kakao-Dichte ab, wie glücklich Menschen nach dem Verzehr tatsächlich sind. Kakao enthält natürliche Aufputschmittel, die die Laune heben. Hauptwirkstoff ist Theobromin. Dieser bringt die Serotonin-Produktion im Gehirn in Schwung. Dessen Anteil wird umso geringer, je heller die Schokolade ist. Die heißbegehrte Vollmilchschokolade spielt Konsumenten nämlich einen Streich. Denn Fette und Zucker wirken zwar auf unser Belohnungssystem im Gehirn. Das Glücksgefühl ist ähnlich, macht aber dick. Und dann ist die Laune schneller im Keller als uns lieb ist.

Nicht bussln: Knutschen!

Kaum haben sich die Lippen zweier Liebenden berührt, tischt der Körper eine regelrechte Wagenladung an Glückshormonen auf. 100 Milliarden Nervenzellen tanzen Tango, Serotonin, Dopamin und Adrenalin sprudeln gehirnabwärts in den hintersten Winkel jeder einzelnen Zelle. Der Körper wird in einen drogenrauschähnlichen Zustand versetzt. Der Puls geht schneller, Körpertemperatur und Blutdruck steigen. Positiver Stress für Körper und Geist. Der Energiebedarf steigt. Wer sich also vom Belohnungssystem leiten lassen und sich an der Vollmilchschokolade verausgabt hat, dem beschert der erhöhte Energiebedarf beim Küssen wieder ein von Kalorien befreites gutes Gewissen. Einzige Voraussetzung damit es klappt: Leidenschaft. Nur so kommen die Botenstoffe in Fahrt.

Glück ist zwar kein Zufall, doch ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, das Glück und Zufriedenheit nur mit einer gesunden Lebenseinstellung von Dauer sein kann. Lachen, Schokolade und Küssen wirken dabei unterstützend und können das positive Gefühl zumindest für einen Moment noch weiter steigern.

Titelbild: ©nd3000