Krebsbehandlung - Tabletten

Krebsbehandlungsmethoden im Überblick

Wenn Sie oder jemand in Ihrem nahen Umfeld die Diagnose Krebs erhalten hat, beschäftigt Sie die Frage nach den besten Krebsbehandlungsmethoden sicher besonders. Natürlich werden die beteiligten Ärzte geeignete Verfahren empfehlen und anordnen. In Ihrer Entscheidung sind Sie aber frei. Wenn Sie nicht sicher sind oder ein ungutes Gefühl haben, steht Ihnen das Recht auf eine Zweitmeinung zu. Dafür sollten Sie aber in jedem Fall einen Facharzt aufsuchen, der mit modernen Krebstherapien vertraut ist. Bedenken Sie, dass die Forschung in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt hat. Methoden, die in der Vergangenheit noch als sehr belastend beschrieben wurden, können heute weitaus schonender durchgeführt werden.

Diese Krebsbehandlungsmethoden sollten Sie kennen

Es gibt bis heute nichts, was zu 100 % gegen Krebs hilft. Angesichts einer Krebsdiagnose ist es nur natürlich, dass die Suche nach dem einen heilsamen Mittel von einer gewissen Verzweiflung begleitet wird. Außerdem haben Sie als Betroffener womöglich das Gefühl, sich schnell entscheiden zu müssen. Dann ist die Angst, eine falsche Wahl zu treffen, die logische Folge. Ratschläge und Warnungen aus dem Umfeld, aufgrund eigener Erfahrungen oder der Erfahrungen anderer, erschweren die Entscheidung zusätzlich. Deshalb ist es wichtig, dass Sie schon in dieser Phase Ärzte an Ihrer Seite haben, denen Sie voll und ganz vertrauen. Erfahrungsberichte anderer Menschen helfen kaum bei der Entscheidungsfindung, denn hier können die Voraussetzungen völlig anders gewesen sein. Die gemachten Erfahrungen lassen sich daher meist gar nicht übertragen. Informieren Sie sich ausschließlich aus seriösen Quellen und sprechen Sie mit dem medizinischen Fachpersonal auch über ihre Befürchtungen.

Der operative Eingriff

Bei vielen Krebserkrankungen werden die Tumore operativ entfernt, wenn das Stadium und die Verfassung das erlauben. Wenn ein solcher Eingriff sinnvoll ist, wird der Krebs oftmals vorher einer Strahlentherapie unterzogen. Das soll ihn schrumpfen lassen, damit der Eingriff schonender durchgeführt werden kann. Der Chirurg ist bemüht, nur so viel Gewebe zu entfernen, wie notwendig. Dennoch wird er möglichst alles entfernen, was entartet ist, denn ein solcher, operativer Eingriff kann die Lebenswartung erheblich erhöhen. Je kleiner der Tumor bei seiner Entdeckung ist, umso größer ist die Chance auf Genesung. Die größte Chance auf Heilung besteht bei Hautkrebs. Bei Eingriffen im Körperinneren hat sich inzwischen die Operation mittels Endoskop durchgesetzt. Der Chirurg muss so keine großen Schnitte mehr durchführen. Stattdessen erfolgen mehrere kleine Schnitte, um die Instrumente einzuführen. Die Heilung kann so schneller erfolgen und es entsteht weniger Narbengewebe.

Die Bestrahlung

Die Bestrahlung wird mittels harter Röntgenstrahlen durchgeführt. Eine solche Behandlung wird durch hoch entwickelte Systeme überwacht, damit das gesunde Gewebe weitestgehend geschützt bleibt. Die Strahlentherapie wird auch zumeist nicht allein, sondern in Verbindung mit weiteren Verfahren angewandt, vor allem aber in Kombination mit der Chemotherapie. Während eine solche Bestrahlung früher Hautschäden verursachte, ist das heute nur noch sehr selten der Fall. Es ist inzwischen auch möglich, die erste Bestrahlung direkt nach der Operation durchzuführen. So wird auch das Gewebe bestrahlt, in dem sich möglicherweise vereinzelte Krebszellen befinden.

Die Chemotherapie

Die Chemotherapie wirkt bei einigen Tumorerkrankungen besonders gut. Sie hat sich z. B. bei Hodentumoren bewährt, aber auch bei Lymphdrüsenkrebs. Auch junge Leukämiepatienten sprechen sehr gut auf die Chemotherapie an. Der Vorteil der Chemotherapie ist auch, dass sie bei bereits weit fortgeschrittenen Krebserkrankungen den Verlauf deutlich verlangsamen kann. So ist zwar keine Heilung möglich, die Patienten gewinnen aber deutlich mehr Zeit. Allerdings gibt es auch Krebserkrankungen, die weniger gut auf die Chemotherapie ansprechen. Dazu gehören Tumore der Verdauungsorgane. Ein sehr neues Verfahren ist die chronomodulierte Chemotherapie. Bei dieser Behandlung wird das Medikament in der Phase gespritzt, in der die Tumorzellen aufgrund von Teilungsprozessen angreifbarer sind. Diese Medikamente werden für jeden Patienten individuell zusammengestellt und angepasst.

Angiogenesehemmer zur Behandlung von Krebs

Angiogenesehemmer setzten an der Blutversorgung der Tumore an und verhindern so, dass die Tumore weiter wachsen. Dabei werden vor allem die Zellen gestört, die für das Wachstum des Tumors verantwortlich sind. Durch die Wirkung des Mittels wird die Blutversorgung des Tumors gestört. Das führt auch dazu, dass sich der Tumor nach einer Bestrahlung oder Chemotherapie kaum erholen kann. Dieses Verfahren wird vor allem zusätzlich eingesetzt, z. B. um die Wirkung der Chemotherapie zu verbessern. Das Verfahren ist noch recht neu und erst seit 2007 in Deutschland zugelassen. Der größtmögliche Erfolg ist, dass der Tumor abstirbt.

Die Immuntherapie

Der Körper ist in der Lage, durch sein eigenes Immunsystem beschädigte Zellen zu reparieren. Bei Krebs gelingt ihm das nicht. Hier braucht das Immunsystem Hilfe. Die Medizin steht aber vor der Herausforderung, das Immunsystem nicht zu sehr zu aktivieren, denn eine überschießende Reaktion kann einen Autoimmunprozess auslösen. Im Rahmen der Immuntherapie handelt es sich dabei um unerwünschte Nebenwirkungen. Auch ist die Immuntherapie nicht sicher wirksam. Es gibt Patienten, die sehr gut auf die Behandlung ansprechen, in anderen Fällen scheitert das Vorgehen. Die Gründe dafür sind noch nicht erforscht. Derzeit wird die Immuntherapie daher nicht als alleinige Behandlung, sondern in Kombination verwendet, z. B. mit der Strahlentherapie oder der Chemotherapie.

Die Antihormontherapie

Eine Antihormontherapie wird häufig bei Frauen mit Brustkrebs durchgeführt, wenn der Tumor durch die Wirkung von Östrogen wächst. Auch Prostatakrebs, Gebärmutterhalskrebs und Eierstockkrebs sind hormonabhängige Krebsarten, die mit der Antihormontherapie behandelt werden können. Das Ziel ist, die Wirkung des entsprechenden Hormons zu unterdrücken, um das Tumorwachstum unter Kontrolle zu bringen.