Krebstherapie - Clown in Interaktion mit Kindern

Klinikclowns – Lachen als Krebstherapie

Spätestens seit der amerikanische Schauspieler Robin Williams im Jahr 1998 als Klinikarzt Patch Adams kranke Menschen zum Lachen brachte, ist der Beruf des Klinikclowns international bekannt. Das ist umso schöner, weil es Patch Adams wirklich gibt. Der Amerikaner Hunter Doherty (Patch) Adams ist nicht nur praktizierender Arzt, sondern auch professioneller Clown. Bis heute ist der bekannte Mediziner weltweit für die ganzheitliche und fürsorgliche Behandlung kranker Menschen tätig. Diesem Vorbild folgend, ist in Deutschland die Stiftung „Humor hilft Heilen“ seit 20 Jahren für große und kleine Patienten in den Kliniken aktiv. Bekanntester Unterstützer ist der Humorist und Arzt, Dr. Eckart von Hirschhausen. Weitere Organisationen, wie z.B. „Clownvisite“ oder der Dachverband „Clowns für Kinder im Krankenhaus Deutschland“ sind weitere überregionale Ansprechpartner. Lobenswert sind darüber hinaus die eigenen Initiativen vieler Krankenhäuser, die ihre Clowns über Spenden und Fördervereine finanzieren und so die Patienten und auch das Personal aufheitern. Damit sind Klinikclowns in deutschen Krankenhäusern keine Ausnahme mehr.

Was passiert, wenn wir amüsiert sind?

Lachen ist mehr als ein Ausdruck von Heiterkeit. Wer wirklich amüsiert ist, spürt dieses Gefühl am ganzen Körper. Lachen ist also eine ganzheitliche Reaktion. Sie setzt Energie frei, die gerade bei Schmerzen und Unwohlsein kaum erreichbar ist. Aber das ist noch nicht alles, denn Lachen ist ansteckend. Der Psychologe und Lach-Experte Professor Robert Provine hat in einer Studie herausgefunden, dass Lachen die Menschen verbindet. Dazu muss der Auslöser nicht einmal besonders komisch sein. Bricht ein Mensch in Lachen aus, hebt sich auch die Laune der Menschen in seiner direkten Umgebung. Das gute Gefühl setzt aber noch weitaus früher ein, nämlich schon dann, wenn eine andere Person ihr Gesicht verzieht oder erkennbar versucht, ein Lachen zu unterdrücken. Auch das Geräusch eines lachenden Menschen erreicht Umstehende sofort. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Reaktion aus der Hirnrinde kommt. Sie reagiert auf die Signale und löst beim Empfänger ebenfalls angenehme Emotionen aus. Lachen zu unterdrücken ist übrigens gar nicht so einfach. Kinder lernen es mühsam, wenn sie eigentlich lachen möchten, aber wissen, dass es gerade nicht angemessen ist. Für Kliniken gilt das natürlich nicht. Das Lachen ist ausdrücklich erwünscht und Personal und die Angehörigen stimmen gern ein und können so belastende Situation mit mehr Kraft bewältigen.

Wer sind Klinikclowns?

Klinikclowns können Mitarbeiter oder auch freischaffende Künstler sein. Immer handelt es sich dabei aber um engagierte Menschen, die den Patienten und ihren Angehörigen helfen wollen. Dieses große Engagement kann auch schon im Kleinen stattfinden. Vor allem auf den Kinderstationen nutzen viele Kliniken die verschiedenen Gelegenheiten, den Pflegekräften und Ärzten Zaubertricks zu vermitteln, die die jungen Patienten aufheitern. Ein Trick löst Erstaunen aus, das Lachen beruhigt Ängste. Es schafft aber auch eine Vertrauensbasis zwischen den Kindern, der Familie und den Ärzten und Pflegern. Gerade Ärzte und Pflegekräfte, die in der Onkologie tätig sind, begleiten die Familien oft über einen sehr langen Zeitraum. Daher ist bei ihnen die Arzt-Patient-Beziehung besonders wichtig und braucht ein hohes Maß an Stabilität und Vertrauen. Das lässt sich nur erreichen, wenn der Austausch über medizinische Themen hinausgeht und viel Menschlichkeit in den Krankenzimmern zulässt. Klinikclowns können aber auch von Kliniken gebucht werden. Sie treten in den Bewegungshallen oder im Speisesaal auf und beziehen bei ihren Vorführungen möglichst viele Patienten mit ein. Auch hier stehen Kunststücke und Scherze weit oben auf der Unterhaltungsliste. Clowns sind bunt, ziehen Grimassen, bewegen sich viel und sie übertreiben in allem was sie tun. All das reißt selbst schwerkranke Menschen aus ihrem Leid und hilft ihnen, sich zu entspannen. Klinikclowns unterhalten aber auch Erwachsene in Krankenhäusern und animieren ebenfalls bei ihnen Hirnareale, die bei Krankheit nahezu brachliegen, dabei aber doch das Wohlbefinden deutlich verbessern können.

Das wollen Klinikclowns

Klinikclowns versuchen nicht, zwanghaft witzig zu sein. Sie agieren, beobachten dabei das Publikum und gehen aktiv und ermunternd auf die Zuschauer ein. Sie können trösten, Mut zu sprechen und animieren. Menschen, die sich für den Beruf des Clowns entscheiden, verfügen über ein hohes Maß an Empathie, Beobachtungsgabe und Menschenliebe. Mitarbeiter der Klinik, die sich mit Zusatzausbildungen zum Klinikclown fortbilden, merken sehr schnell, dass sie mit kleinen Tricks die Patienten in schwierigen Situationen besser erreichen. Das schult nicht nur die eigenen empathischen Fähigkeiten, es stärkt auch das Selbstvertrauen, denn wer Menschen im Beruf zum Lächeln bringt, obwohl sie gerade wenig Grund dafür haben, wird seine Aufgaben in Zukunft noch besser erledigen können.

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