Vater mit Sohn auf Bahnsteig

Klimafreundlich reisen – Tipps für einen umweltfreundlichen Urlaub

„Reisen“ ist für die meisten Deutschen der Inbegriff von grenzenloser Freiheit, neuen Abenteuern, absoluter Entspannung und höchstem Genuss – oftmals all das auf einmal. Aktuell machen sich viele Deutsche zum Jahresende bereits an die Urlaubsplanung für 2020, um bewusst Auszeiten vom Alltag zu schaffen und abschalten zu können. Doch wie steht es bei all dem Urlaub eigentlich um unseren ökologischen Fußabdruck? Denn was uns guttut, kann der Umwelt erheblich schaden. Gibt es Möglichkeiten, Reisen und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen? Wir haben recherchiert und hilfreiche Tipps gesammelt, die nachhaltiges Reisen für jeden möglich machen und den nächsten Urlaub klimafreundlicher gestalten.

Inhalt:

Eines steht fest: Die Deutschen verreisen viel und gern. Mehr als die Hälfte haben demnach 2018 eine mehrtägige Reise unternommen. Laut statista.com waren das mit rund 55 Millionen Menschen so viele wie noch nie zuvor. Besonders beliebt: Städtereisen, Wanderurlaube, Radreisen und der Badeurlaub. Im Durchschnitt ging es für 13 Tage auf Reisen und der Urlaub war den Deutschen pro Person und Reise rund 1.000 Euro wert. Seit 2015 wechseln sich in Bezug auf das beliebteste Verkehrsmittel das Flugzeug und der PKW jährlich ab. Seit 2018 hat das Auto allerdings leicht die Nase vorn. Weit dahinter folgen dann die Bahn, das Wohnmobil und das Schiff. Am seltensten fiel die Wahl des Verkehrsmittels in den letzten fünf Jahren auf den Bus.

Urlaub versus Umweltbewusstsein

 In Gedanken schon bei einem exotischen Cocktail mit den Füßen im Sand am einsamen Traumstrand sitzend, kommt den wenigsten Menschen die persönliche Klimabilanz in den Sinn. Dass Reisen jedoch Auswirkungen auf die Umwelt hat und nachweislich das Klima schädigt, ist in Zeiten der globalen Erderwärmung und weltweiten Klimakatastrophen keine Neuigkeit mehr. Allerdings ist der Tourismus wie kaum ein anderer Bereich auf eine intakte Natur angewiesen. Gleichzeitigt beeinträchtigt er sie auf vielfältige Weise. Neben der Zerstörung von Lebensräumen und dem damit verbundenen Verlust biologischer Vielfalt, nimmt er beispielsweise für den Bau von Hotels, aber auch für die Verkehrsinfrastruktur, große Flächen in Anspruch.

Einer Studie der Allianz pro Schiene aus dem Jahr 2018 zufolge gehört der Straßenverkehr mit 19 Prozent zu den Top drei Produzenten von Treibhausgas-Emissionen in Deutschland – Tendenz weiter steigend.

Statistik der Allianz pro Schiene

Wahre Klimakiller unter den Transportmitteln sind Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe. So stößt ein Flug von Frankfurt nach Bangkok, eine Strecke von 8.972 km, rund 5,51 Tonnen CO2 für den Hin- und Rückflug in der Economy Class aus. Der Naturschutzbund Deutschland e. V. berichtet, dass ein Kreuzfahrtschiff pro Tag so viel CO2 ausstößt wie fast 84.000 Autos, so viel Feinstaub wie etwa über eine Million Autos und so viel Schwefeldioxid wie gut 376 Millionen Autos.

Statistik der Allianz pro Schiene

Tipps zum klimafreundlichen Reisen

Viele Menschen sind sich der Notwendigkeit von nachhaltigem Tourismus bewusst und durchaus bereit, etwas für ihre persönliche Klimabilanz zu tun. Oftmals scheitert es schlichtweg an der verwirrenden Vielfalt an Informationen. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer: Wer offen für neue Ziele und Reisearten ist, wird feststellen, dass klimafreundlich reisen sogar eine Bereicherung sein kann.

Die Wahl des Reiseziels

Deutschland und Europa bieten eine Vielzahl traumhafter Orte, die nur darauf warten erkundet zu werden. Warum also nicht anstelle einer Flugreise auf die Malediven, eine Wellness-Auszeit in den Bergen nehmen? Wer keine Fernreise unternimmt, muss nicht fliegen und reist schon ökologischer.

An- und Abreise

Am umweltfreundlichsten und auch noch nachhaltig sind Urlauber per Bus oder Bahn unterwegs. Bequem und flott an vielen Reisezielen Europas ist man beispielsweise mit dem Schnell- und Nachtzug. Bei der Reiseplanung können auf Bahn spezialisierte Reisebüros behilflich sein.

Wenn sich eine Flugreise nicht vermeiden lässt, sollte der Urlaub entsprechend länger (circa zwei Wochen) dauern. Wer seltener, aber dafür länger verreist, spart meist nicht nur bares Geld, sondern auch umweltschädliche Emissionen. Außerdem können bei jeder Reise Emissionen ausgeglichen werden. Flugpassagiere zahlen dabei freiwillig einen von den Emissionen abhängigen Klimaschutzbeitrag, der gezielt in Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländer investiert wird und so Armut vor Ort mindert. Die Klimaschutzorganisation atmosfair hat einen CO2-Kompensations-Rechner entwickelt, mit dem der CO2-Fußabdruck eines Fluges berechnet und ein entsprechender Betrag gespendet werden kann. Hier geht’s zum Rechner.

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Umweltfreundlich übernachten

Bei der Wahl der Unterkunft gibt es einige Punkte zu berücksichtigen, die den Urlaub umweltfreundlicher gestalten: Urlauber können beispielsweise auf Energiesparmaßnahmen, Ökosiegel und Bio- bzw. regionale oder auch vegetarische Küche in den Hotels achten. Nachhaltige und umweltfreundlich aufgestellte Hotels lassen sich an speziellen Zertifizierungen, wie dem Siegel von tourCert, erkennen. Die Organisation fördert nachhaltigen Tourismus, setzt sich u.a. gegen den Missbrauch von Kindern und für umweltfreundliches Reisen ein.

Einen Überblick über Ökosiegel im Tourismus bietet die von der EU geförderten Plattform Destinet.

Aktivitäten und Verhalten vor Ort

Vor Ort kann nahezu jede Urlaubsregion komplett emissionsfrei per Rad oder zu Fuß erkundet werden. Wie wäre es also zur Abwechslung mit einer kleinen Wanderung oder einer Kanutour? Die typischen, vom Massentourismus geprägten Orte sollten dabei vermieden und stattdessen nachhaltige und naturverträgliche Angebote in Anspruch genommen werden, die ohnehin meist deutlich sehenswerter sind. Wer unterwegs ist, greift oftmals auf Einweg-Plastikflaschen zurück. Um Plastik zu vermeiden, können eigene Trinkflaschen eingepackt und mit auf Reisen genommen werden. Umweltfreundlich reisen bedeutet nicht nur Emissionen zu vermeiden und Abfall zu reduzieren. Auch die Rücksichtnahme auf sensible Lebensräume, Tiere und Pflanzen gehört dazu. Der Genuss und die Vielfalt heimischer Obst- und Gemüsesorten ist erstaunlich. Wer dazu noch den Anteil tierischer Produkte verringert, tut zusätzlich noch etwas für die Umweltbilanz.

Christine Neder, die den deutschen Reiseblog, Lilies Diary betreibt, hat sich insbesondere auf nachhaltige Reisen spezialisiert. Auf den sozialen Plattformen zeigt sie, dass ein umweltschonender Lebensstil durchaus möglich ist und gibt täglich wissenswerte Tipps rund um einen nachhaltigen, respektvollen Umgang mit Umwelt und Natur.

Titelbild:  ©SbytovaMN / iStock.com

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