Zwei kleine Kinder sitzen mit ihren Sparschweinen am Boden

Kind & Kosten: So viel Geld verschlingt der Nachwuchs

Inhalt

Kein Geld für Kinder?

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass kinderlose Paare vor allem aus Kostengründen auf den Nachwuchs verzichten. Diese Einschätzung äußerten 63 Prozent der Befragten einer Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Familie muss man sich eben leisten können. Eine Haltung, die sich nicht verwächst, sondern bei immer mehr Deutschen in punkto Kinderwunsch zum Zünglein an der Waage wird. Noch vor sechs Jahren haben 58 Prozent die Kosten als Hauptgrund für die Kinderlosigkeit angesehen. Ob 3.000 Euro für die Erstausstattung oder 1.700 Euro für den Führerschein. Erwachsenwerden kostet. Mit diesen Ausgaben müssen Eltern bis zum Studium der Sprösslinge rechnen. Was kosten also Kinder?

Laut statistischem Bundesamt schlägt ein Kind pro Monat mit 584 Euro zu Buche. Bis zum 18. Lebensjahr summieren sich die Ausgaben auf hochgerechnet rund 130.000 Euro.

Babys und Kleinkinder: Von Windeln und Bauklötzen (1. bis 6. Jahr)

Das Magazin Stern teilte die Ausgaben in unterschiedliche Phasen ein. Phase 1: Baby- und Kleinkindalter. In dieser Zeit belaufen sich die Ausgaben auf etwa 37.000 Euro. Darunter fällt die Erstausstattung wie Kinderwagen oder das Kinderbettchen, Kleidung oder die Wickelkommode. Allein für einen trockenen Babypo müssen in dieser Phase 1.000 Euro veranschlagt werden. Weitere Kosten fallen für die Betreuung der Kleinen an: ein Platz in der Grippe oder im Kindergarten, auch der Babysitter möchte entlohnt werden. Hochgerechnet belaufen sich die Kosten in diesem Alter auf rund 520 Euro pro Monat.

Schulzeit: Wie teuer sind Kinder auf dem Weg ins Jugendalter? (7. bis 12. Jahr)

Ein leichter Anstieg der Ausgaben ist mit Eintritt ins Schulalter zu verzeichnen. Die Gesamtkosten belaufen sich in Phase 2 auf rund 43.500 Euro. Für ein Schulkind in diesem Alter sind monatliche Ausgaben von 604 Euro einzurechnen. Wenn Kinder wachsen und gedeihen verdoppeln sich die Ausgaben für Verpflegung und Unterkunft nahezu. Zusätzlich kommen Bücher, Spielzeug und Aufwendungen für Freizeitbeschäftigung hinzu.

Allein die Ausstattung für den ersten Schultag schlägt bereits mit durchschnittlich 240 Euro zu Buche. Auch die Ausgaben für die Handyrechnung sollten mit 150 Euro pro Jahr eingerechnet werden.

Jugend: Preisaufschlag für Wachstumsschub und Hormonstau (13. bis 18. Jahr)

Phase 3: Der Weg ins Erwachsenenalter ist für so manchen Teenager kein Zuckerschlecken. Die Gefühle fahren Achterbahn und die Ausgaben der Eltern gehen weiter steil nach oben. Rund 50.000 Euro fallen für Kinder bis zum Alter von 18 Jahren an. Etwa 700 Euro monatlich, für Kleidung, Verpflegung, Transport und Kommunikation. Eine Klassenfahrt zwischen den Jahrgängen sieben und zehn schlägt beispielsweise durchschnittlich mit 300 Euro pro Kind zu Buche. Und der Führerschein bescheinigt die Volljährigkeit mit rund 1.700 Euro.

Was kosten Kinder? Versicherung, Wohnkosten, reduzierte Arbeitszeiten

Mit Hilfe unserer Modellrechnung können Sie ungefähr abschätzen, welche Kosten auf Sie pro Kind bis zum Alter von 18 Jahren zukommen können. Aus der Beispielrechnung herausgenommen sind allerdings die Aufwendungen für Versicherungen und Gesundheitsvorsorge sowie die Kosten für Studium und Ausbildung oder ein eventueller Wohnungswechsel aufgrund des Familienzuwachses.

Bereits in der ersten Phase können nichtberücksichtigte Mehrkosten entstehen. Zum Beispiel dann, wenn sich Eltern entscheiden, ihre Arbeitszeiten zu Gunsten der Kinderbetreuung zu kürzen. Mehr Zeit für die Kleinen bedeutet im Normalfall auch einen Einschnitt in der Familienkasse.

Neben den klassischen Konsumkosten können z. B. Ausgaben für kieferorthopädische Behandlungen anfallen. Und auch während des Studiums oder der Ausbildung stehen Eltern noch häufig in der Verantwortung, Ihre Kinder finanziell zu unterstützen, sofern Ihnen keine Unterstützung in Form von BAföG zusteht.

Kind & Kosten: Unsere Tipps zum Sparen

Damit das Familienglück nicht durch unvorhergesehene Ausgaben getrübt wird, hier ein paar Tipps, wie Sie die Kosten in Grenzen halten können. Kinder wachsen schnell, besonders in den ersten Lebensjahren. Warum sich also teure Kleidung leisten, wenn Verwandte oder Freunde noch Baby-Kleidung ihrer herausgewachsenen Sprösslinge im Schrank haben? Ein Leichtes vor allem für Eltern, die bereits ein älteres Geschwisterkind zu versorgen haben. Getragene, günstige Kinderkleidung können Sie auf Plattformen wie Ebay erstehen. Unser Tipp vor dem Hintergrund des Nachhaltigkeitstrends: Auswaschbare Stoffwindeln. Zugegeben, es mag den ein oder anderen frischgebackenen Elternteil an die eigene Kindheit erinnern, doch Stoffwindeln sind auf lange Sicht deutlich günstiger als die Wegwerfvarianten.

Auch die Betreuung der Kinder muss nicht immer teuer sein. Vor allem dann, wenn die Großeltern wie vernarrt in die Kleinen sind. Vielleicht helfen auch mal Freunde aus. Fragen kostet nichts.

Wo soll die Reise des Kindes hingehen? Haben Sie den Führerschein oder das Studium bereits klar vor Augen? Ausgaben die noch weit in der Zukunft liegen, lassen sich besser planen, wenn Eltern bereits von Anfang an Geld zurücklegen, auf das sie dann zum richtigen Zeitpunkt zurückgreifen können.

Eltern mit niedrigem Einkommen können sogar Zuschüsse für beispielsweise Klassenfahrten oder Sportkurse beantragen. Nehmen die Kinder später ein Studium auf oder beginnen eine Ausbildung, greift, sofern Eltern unter die Bemessungsgrenze fallen, das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Doch den Grundstein für einen sparsamen Umgang mit finanziellen Ressourcen legen Eltern nur, wenn Sie ihre Kinder zu einem verantwortungsvollen Bewusstsein für Geld erziehen. Kinder sollten möglichst früh lernen, welchen Wert Geld hat und welche Leistungen dafür zu erbringen sind. Umso schneller sind sie in der Lage, sich Wünsche aus eigener Initiative heraus zu erfüllen.

Titelbild: © cassinga/iStock.com

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