Hepatitis - So schützen Sie Ihre Leber

Hepatitis – So schützen Sie Ihre Leber

Knapp eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer chronischen Hepatitis-Erkrankung B oder C. Aufgrund der grippeähnlichen Symptome deuten sie ihre Krankheit falsch, die Hepatitis bleibt unerkannt. Doch was ist Hepatitis eigentlich? Wir werfen einen Blick auf die Krankheit.

Inhalt

Was ist Hepatitis?

Bei einer Hepatitis handelt es sich um die Entzündung der Leber. Ursprünglich kommt der Begriff vom griechischen Wort „hepar”, das Leber bedeutet. In der Umgangssprache kennt man diese Erkrankung auch als Gelbsucht. Dieser Name stammt von einem der auffälligsten Symptome der Hepatitis: der Gelbfärbung der Haut und des Augapfels. Die Hepatitis kann in mehreren Formen auftreten.

Welche Formen von Hepatitis gibt es?

Die verschiedenen Formen ergeben sich maßgeblich aus der Ursache für die Infektion. Grundsätzlich wird bei der Hepatitis zwischen einer chronischen und einer akuten Hepatitis unterschieden. Chronisch ist sie dann, wenn die Entzündung länger als sechs Monate anhält. Hepatitisviren werden in alphabetischer Reihenfolge Hepatitis A (HAV), Hepatitis B (HBV), Hepatitis C (HCV), Hepatitis D (HDV) und Hepatitis E (HEV) genannt. Sie alle gehören unterschiedlichen Virenfamilien an. Es besteht dementsprechend keine Verwandtschaft zwischen den einzelnen Viren. Hepatitis A und E werden vorwiegend durch die Aufnahme von verunreinigten Nahrungsmitteln übertragen. Die anderen Hepatitis-Arten wiederum übertragen sich vorrangig durch Blut und Sexualkontakte.

Diagnose von Hepatitis

Bei einem Verdacht auf Hepatitis erfolgt zunächst ein Besuch beim Arzt, der eine gründliche Untersuchung vornimmt. Eine Blutabnahme und die Bestimmung anderer Laborwerte können die Diagnose erleichtern. Üblich sind bei einer Hepatitiserkrankung erhöhte Werte bestimmter Leberenzyme. Sollte die Hepatitis die Leber bereits schwer geschädigt haben, können auch veränderte Produktionswerte des Eiweißes Albumin vorliegen. Sollte die Laboruntersuchung die Erkrankung bestätigen, erfolgt die Ursachenforschung. Das Blutbild kann bereits Aufschluss darüber geben, ob eine Virusinfektion vorliegt. Entsprechende Antikörper-Tests (auf Antikörper gegen eine der Hepatitisformen) können der weiteren Orientierung dienen. Weiterhin ist es möglich, durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) den Zustand der Leber zu beurteilen. Dadurch kann der Arzt gleichzeitig andere Ursachen, wie einen Tumor oder Gallenverschluss ausschließen. Eine Entnahme von Lebergewebe kann notwendig sein, um den Schweregrad der Entzündung besser einzuschätzen und die Ursachen zu ermitteln.

Welche Ursachen lösen eine Hepatitis aus?

Die Virushepatitis ist hierbei der häufigste Grund für eine ansteckende Leberentzündung. Die Auslöser dafür sind die bereits erwähnten Hepatitisviren. Allerdings kann eine Hepatitis auch als „Begleitkrankheit“ bei anderen ansteckenden Virusinfektionen vorkommen. Darunter fallen etwa das Mumpsvirus, Röteln oder der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Chronischer Alkoholmissbrauch kann eine Fettleberhepatitis hervorrufen. Zucker- und Fettstoffwechselstörungen können Ursache für die sogenannte NASH (nicht-alkoholische Fettleberhepatitis) sein. Aber auch Medikamente oder Autoimmunerkrankungen können eine Hepatitis mit sich bringen.

Symptome von Hepatitis

Bei den Symptomen gilt es zu beachten, dass die Ausprägungen einer Hepatitiserkrankung je nach Auslöser und Virus anders ausfallen können. Auch können die Symptome ganz fehlen oder sehr schwach ausfallen. Aus diesem Grund bleibt die Erkrankung zunächst oftmals unbemerkt. Zu den möglichen Symptomen gehören zum Beispiel:

  • Oberbauchbeschwerden
  • Druck- und Völlegefühl im Oberbauch
  • grippeähnliche Symptome
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Hautjucken
  • Gelbsucht (die hepatitisbedingten Schäden der Leber sorgen für eine Ansammlung des gelben Gallenfarbstoffs Bilirubin im Blut, da er nicht mehr in ausreichendem Maße in die Galle abgegeben wird)
  • Dunkler Urin und heller Stuhl

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Wie verläuft eine Hepatitis?

Das Wichtigste vorweg: Einen einheitlichen Krankheitsverlauf gibt es nicht. Zu stark unterscheiden sich die Symptome und deren Ausprägung. Zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung können grippeähnliche Beschwerden auftreten. Darunter Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Gliederschmerzen. Auch ein Druckgefühl unter dem rechten Rippenbogen kann häufig vorkommen. Im weiteren Krankheitsverlauf können weitere Symptome auftreten, darunter zum Beispiel die Gelbfärbung der Haut. Die akuten Versionen von Hepatitis heilen nach einigen Wochen von allein wieder ab. Bei den chronischen Hepatitiserkrankungen können allerdings schwere Nachwirkungen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs erfolgen.

So behandelt man Hepatitis

Die Behandlung oder Therapie ist schwer von der Ursache der Leberentzündung abhängig. Darum ist es nicht möglich, eine allgemeingültige Therapie oder Therapien für jede einzelne Ausprägungsform der Hepatitis aufzuzeigen. Allerdings gibt es einige Ansätze für die wichtigsten Ursachen von Hepatitis:

Virushepatiden

Solange es sich um akute Virushepatiden handelt, heilen diese oft von selbst aus. Die akute Hepatitis A und E verlaufen nur sehr selten chronisch. Bei fünf Prozent der erwachsenen Infizierten einer Hepatitis B und bei 50 bis 80 Prozent der Patienten mit HCV kann die Krankheit chronisch verlaufen. Für die HCV gibt es Medikamente, die meistens schon bei kurzer Therapiedauer zu einer vollständigen Heilung führen können.

Alkoholhepatitis

Hier ist der vollständige Verzicht auf Alkohol die wichtigste Therapie. Danach muss die Therapie darauf ausgerichtet sein, die bereits vorhandenen Schäden an der Leber zu lindern und auch die Alkoholsucht zu beenden.

Fettleberhepatitis

Hier ist es wichtig, die Ernährung des Betroffenen anzupassen. Liegt eine Fettleberhepatitis im Rahmen von Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen vor, ist das Ziel eine langsame Reduzierung des Körpergewichts sowie verstärkte körperliche Aktivität. Entsprechende Medikamente werden derzeit erforscht und entwickelt. Eine Gewichtsreduzierung um zehn Prozent kann bereits für eine starke Verbesserung der Leberentzündung sorgen.

Autoimmunhepatitis

Bleibt diese Form der Hepatitis unbehandelt, nimmt sie einen chronischen Verlauf. Die von ihr verursachten Schäden an der Leber können so schwer werden, dass eine Zirrhose entsteht. Aus diesem Grund ist ein frühzeitiges Erkennen und ein Behandlungsstart essenziell. Weil hier eine Störung des Immunsystems vorliegt, helfen Medikamente, die fehlgeleitete Reaktionen des Immunsystems zu unterdrücken. Das wichtigste dieser sogenannten Immunsuppressiva ist Kortison sowie dessen Unterarten. Die Behandlung muss allerdings über Jahre, wenn nicht sogar lebenslänglich durchgeführt werden. Aus diesem Grund kann sie für Nebenwirkungen sorgen. Darunter veränderte Blutwerte oder eine Osteoporose. Betroffene können sich beim Arzt darüber informieren, welche Nebenwirkungen erfolgen können und wie diese sich behandeln lassen.

Wie beuge ich einer Hepatitis vor?

Ein hundertprozentiger Schutz vor allen Hepatitis-Formen ist pauschal nicht möglich. Gegen Hepatitis A und B gibt es entsprechende Impfungen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen gedeckt sind. Um herauszufinden, ob eine solche Impfung sinnvoll ist, eignet sich ein Besuch beim Arzt. Eine gute Lebensmittel- und Handhygiene beugt den Hepatitisviren A und E vor. Das gilt erst recht bei Reisen in tropische Gebiete oder welchen mit einer mangelhaften Hygiene. Hepatitis B und C wiederum lassen sich durch den Gebrauch von Kondomen und körperliche Distanz abwehren. Auch sollten Sie keine persönlichen Hygieneartikel mit infizierten Personen teilen. Darunter etwa Rasierapparate oder Zahnbürsten. Ein gesunder Lebensstil tut sein Übriges: Trinken Sie nur in Maßen Alkohol, treiben Sie ausreichend Sport und verzichten Sie auf unnötige Einnahme von Medikamenten.

Titelbild: © yodiyim / iStock.com

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