Mann schreibt ins Haushaltsbuch

Alle Finanzen auf einen Blick – So führen Sie ein Haushaltsbuch

Hier ein kleiner Wochenendeinkauf, dort ein neues Buch, dann müssen Sie den Rundfunkbeitrag zahlen, und schon ist das Geld weg. Um in solchen Situationen nicht unvorbereitet zu sein, eignet es sich, ein Haushaltsbuch zu führen. Was das ist und wie es funktioniert, verraten wir im Beitrag.

Was ist ein Haushaltsbuch?

Einnahmen-Ausgaben-Übersicht, Budgetplaner, Money Diary – das Haushaltsbuch hat heutzutage viele verschiedene Namen. Aufgabe hat es aber vor allem eine: Es dokumentiert, wofür Sie Geld ausgeben.

Warum ist es sinnvoll?

Das Haushaltsbuch hilft Ihnen dabei, den Überblick über Ihre Finanzen zu behalten. Damit eignet es sich, sofern richtig geführt, als Grundlage aller finanziellen Planungen. Besonders lohnt es sich für Menschen, die über ein geringes Budget verfügen oder ihre Finanzen wieder ins Gleichgewicht bringen müssen. Die Übersicht von Einnahmen und Ausgaben sorgt für Klarheit und kann im besten Fall erste Ursachen für knappe Kassen aufdecken. Ein Beispiel: Hohe Versicherungskosten könnten ein Hinweis für eine Überversicherung sein. In einem solchen Fall gilt es, die bestehenden Verträge zu prüfen und gegebenenfalls einen entsprechenden Berater zurate zu ziehen, der dabei helfen kann. Außerdem können Sie Ihr Budget für verschiedene Lebensbereiche einsehen und planen – wieviel kostet der Süßigkeiten-Hunger der Kinder? Wie viel geben Sie für Kuchen, Kaffee oder Alkohol aus? Und welche Auswirkungen haben Restaurantbesuche, Bücher, elektronische Kommunikation und der Handyvertrag auf Ihre Finanzen? Mit dem Haushaltsbuch unterziehen Sie alle Ihre Ausgaben einem gründlichen Test und können neu einschätzen, was Sie wirklich brauchen und wo Sie sparen können. Zuletzt können Sie so auch Ungenauigkeiten und Fehler in Kontoauszügen und Abrechnungen aufdecken.

Ein Haushaltsbuch kann schon nach kurzer Zeit für ein Umdenken sorgen, was Finanzen angeht. Es fördert die Sparsamkeit und hilft dabei, Schulden zu vermeiden.

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Was gehört in ein Haushaltsbuch?

Sowohl sämtliche Einnahmen als auch jede Ausgabe muss im Haushaltsbuch zu finden sein. Zu den Einnahmen gehören zum Beispiel das Gehalt und etwaige Zuschläge wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld. Kapitalerträge aus privaten Anlagen gehören ebenfalls ins Haushaltsbuch. Sollten Sie über mehrere Einkommensquellen verfügen, listen Sie diese am besten nebeneinander auf – so haben Sie eine Vorstellung davon, von welchen Sie besonders abhängig sind.

Bei den Ausgaben sollten Sie ähnlich ausführlich vorgehen. Zunächst einmal gilt es, die monatlichen Fixkosten festzuhalten. Also Miete, Nebenkosten, Telefon- und Internetrechnungen. Sind Sie Mitglied in einem Fitnessstudio oder zahlen Sie in Raten einen Kredit ab? Diese Zahlen gehören ebenfalls dazu. Viertel- oder halbjährlich anfallende Kosten wie den Rundfunkbeitrag können Sie entsprechend teilen und trotzdem für jeden Monat eintragen. So können Sie verhindern, dass eine Abbuchung Sie mal kalt erwischt.

Danach sollten Sie die variablen Kosten, die regelmäßig anfallen, auflisten, zum Beispiel Steuern, Benzinkosten oder Kosten für regelmäßige Zugfahrten. Und zuletzt halten Sie im Haushaltsbuch alle sonstigen regelmäßigen privaten Ausgaben fest. Darunter fallen Ausgaben für Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung oder kleinere Haushaltsgegenstände. Freizeitausgaben wie Restaurantbesuche, Geschenke oder sonstige Konsumgüter gehören in eine zusätzliche Kategorie. Halten Sie selbst Kleinigkeiten, für die Sie nebenbei Geld ausgeben, im Haushaltsbuch fest. Das mag auf den ersten Blick wie unnötige Extra-Arbeit erscheinen, doch auf lange Sicht können gerade diese kleinen unbewussten Ausgaben zu einer recht hohen Summe führen.

Besonders wichtig: Planen Sie größere Einmal-Ausgaben ebenfalls im Haushaltsbuch. Das kann ein neues Auto sein oder auch ein lang ersehnter Urlaub. So können Sie sich schon im Voraus ein festes Budget setzen. Für den Fall, dass ein solcher Einmalbeitrag nicht plötzlich mit anderen Plänen kollidiert, lohnt es sich, stets einen Puffer für überraschende Ausgaben zu lassen. Zum Beispiel für einen Besuch in der Werkstatt, falls das Auto eine Reparatur benötigt, oder für eine neue Waschmaschine.

Wie führe ich ein Haushaltsbuch?

Sie können Ihr Haushaltsbuch entweder handschriftlich in einem Notizbuch oder in einem Heft führen – ganz dem Namen nach. Bei Beratungsstellen oder im Schreibwarenladen gibt es vorgedruckte Formulare und Haushaltsbücher. Allerdings können Sie auch das Tabellenprogramm Excel, spezielle Apps oder Online-Tools nutzen. Das Smartphone ist ohnehin bereits die „Schaltzentrale“ des privaten Lebens vieler, Sie können es auch nutzen, um Ihre Finanzen zu verwalten. Die Auswahl ist gewaltig. Einige Hausbanken bieten bereits Apps für Haushaltsbücher an, die sich direkt mit dem Konto verbinden lassen. Chip nennt an dieser Stelle zum Beispiel die Apps Bluecoins und Money Maker, die Ihre Einnahmen und Ausgaben tracken können. Für den PC schlägt Chip MyMicroBalance vor. Dieses erlaubt eine übersichtliche Verwaltung Ihrer Ersparnisse.

Tipps

Um ein Haushaltsbuch richtig zu führen, sind Disziplin und Ausdauer nötig. Sie brauchen außerdem eine gewisse Struktur, um Einnahmen und Ausgaben langfristig stets korrekt einzutragen. Die folgenden Tipps können dabei helfen.

  • Entwickeln Sie eine Routine: Egal, wie stressig der Tag sein mag, Sie müssen am Ball bleiben, damit Ihr Haushaltsbuch lückenlos bleibt. Legen Sie sich für den Abend eine Zeit fest, in der Sie stets neueste Eintragungen vornehmen. Manchmal hilft auch eine Erinnerung per Wecker oder Smartphone.
  • Setzen Sie sich Ziele: Wenn Sie auf eine größere Anschaffung hinarbeiten, etwa ein neues Auto, haben Sie automatisch mehr Spaß daran, Ihre kleinen Erfolge beim Sparen zu sehen.
  • Nutzen Sie die verschiedenen Unterkategorien, um gezielt zu sparen. Zum Beispiel die Wocheneinkäufe. So erzielen Sie kleinere Zwischenerfolge, die sich am Ende aufsummieren.

Häufig gemachte Fehler

Das Haushaltsbuch soll dabei helfen, Ihre Finanzen langfristig zu stabilisieren. Dafür ist es notwendig, dass Sie sowohl gründlich dokumentieren als auch die richtige Struktur beibehalten. Auch wenn das Führen des Buches anstrengend wird, sollten Sie nicht aufgeben. Die folgenden Fehler geschehen dabei nur allzu leicht:

  • Keine Konsequenzen: Sie dokumentieren, ohne Veränderungen im Konsumverhalten vorzunehmen. Eine reine Dokumentation reicht oftmals nicht aus.
  • Übereifer: Viel Energie beim Führen des Haushaltsbuches ist wünschenswert, aber achten Sie darauf, diese Energie nicht „ausbrennen“ zu lassen. Es ist nicht notwendig, jeden Kaugummi einzeln einzutragen.
  • Fehlende Sortierung: Natürlich können Sie alle Ausgaben und Einnahmen einfach zusammenfassen und zum Beispiel eine Ersparnis von 250 Euro gegenüber dem Vormonat eintragen. Das hilft allerdings nicht viel bei der Selbstreflektion.
  • Abrunden: Bei manchen Beträgen kann das Abrunden ganz hilfreich sein, aber Sie sollten es damit nicht übertreiben. Zu sehr geschönte Zahlen sorgen nicht unbedingt für den Effekt, den Sie wünschen.

Zuletzt ist vor allem die Ausdauer ein wichtiger Faktor, um erfolgreich ein Haushaltsbuch zu führen. Hören Sie nicht schon nach drei Wochen auf. Setzen Sie sich ein Ziel: Für den Anfang zum Beispiel drei Monate. Danach sollten erstens schon genug Daten vorliegen, um erste Schlüsse zu ziehen, und zweitens können Sie dann besser einschätzen, ob Ihnen das Führen des Haushaltsbuches nützt und liegt.

Titelbild: © Ivan-balvan/iStock.com

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