Häusliche Hilfe bei Krebspatentin

Häusliche Krankenpflege nach einer Krebserkrankung

Die häusliche Krankenpflege nach einer Krebserkrankung stellt Sie als Krebspatienten und Ihre Angehörigen vor neue Herausforderungen. Zu klären ist, in welchem Umfang Sie in der Lage sind, Ihren Alltag zu bewältigen und wo Unterstützung geleistet werden muss. Eine solche Unterstützung gibt es durch Pflegedienste, aber auch durch Hilfsmittel. Es stellt sich außerdem die Frage, wer die häusliche Krankenpflege koordiniert. Wenn Sie nicht allein leben, muss außerdem besprochen werden, in welchem Umfang Ihre Angehörigen Hilfe leisten können und wo diese entlastet werden müssen.

Was ist Teil der häuslichen Krankenpflege?

Zur häuslichen Krankenpflege von Krebspatienten gehören viele Aufgaben. Sie können sich aus der Grundpflege, Behandlungspflege und hauswirtschaftlicher Versorgung zusammensetzen. Was davon wirklich zur Umsetzung kommt, ist natürlich von Ihnen und Ihren Bedürfnissen als Patient abhängig. Natürlich sollen Sie bei allen Dingen unterstützt werden, die Sie selbst nicht leisten können. Ziel ist aber auch, dass Sie alles, was Sie selbst bewältigen können, auch weiterhin erledigen, auch wenn es nicht mehr so gut funktioniert, wie vor der Erkrankung.

Die Behandlungspflege

Zur Behandlungspflege gehören alle medizinischen Aufgaben, die nicht von einem Arzt durchgeführt werden müssen. Das können Verbandswechsel sein, aber auch die Gabe von Spritzen. Der Umfang der Aufgaben ergibt sich aus Ihrer gesundheitlichen Verfassung. Sie umfassen damit alle Behandlungsmaßnahmen zusammengefasst, die nötig sind, damit die Erkrankung zur Ausheilung kommt und sich die Beschwerden lindern. Bei fortschreitenden Prozessen soll verhindert werden, dass sich die Situation für Sie als Patienten verschlimmert.

Die Grundpflege

Zur Grundpflege gehören alle Tätigkeiten, die körperbezogen sind. Das ist neben der Körperpflege auch die Mobilität, Ernährung und alles, was dazu beiträgt, dass sich der Zustand nicht verschlimmert, sondern möglichst verbessert. Die Körperpflege umfasst Ihre Körperreinigung, inklusive dem Waschen und Trocknen der Haare. Darüber hinausgehende Maßnahmen, wie z. B. das Schminken, gehören jedoch nicht dazu. Weiterhin zugerechnet werden das Zähneputzen bzw. die Reinigung des Gebisses, Kämmen, Rasieren und Unterstützung beim Toilettengang, bis hin zu den nötigen Reinigungsmaßnahmen. Bei der Ernährung umfasst die Grundpflege, dass die Nahrung mundgerecht zubereitet wird. Unter Mobilität fasst die Grundpflege zusammen, dass Sie das Bett verlassen bzw. ins Bett gehen können, abhängig von Ihren persönlichen Bedürfnissen. Es ist auch sicherzustellen, dass Sie Hilfe beim An- und Auskleiden erhalten, sofern das erforderlich ist.

Die hauswirtschaftliche Versorgung

Die hauswirtschaftliche Versorgung umfasst alle zu erledigenden Arbeiten in Ihrem Haushalt. Dazu gehört die Reinigung der Wohnung, aber auch Einkaufen und das Zubereiten Ihrer Mahlzeiten.

Die Voraussetzungen für die ambulante Versorgung

Ansprechpartner für die häusliche Krankenpflege sind die Krankenversicherung und die gesetzliche Pflegeversicherung. Die jeweilige Zuständigkeit ist im Sozialgesetzbuch geregelt. Sollten Sie privat versichert sein, ist der mit dem Versicherer abgeschlossene Vertrag ausschlaggebend. Für die häusliche Krankenpflege ist zunächst die Krankenversicherung zuständig. Die Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass mit der häuslichen Krankenpflege ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder abgekürzt werden kann. Eine entsprechende Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse gilt zunächst für vier Wochen, kann aber verlängert werden. Sie entspricht trotz gleicher Bezeichnung daher nicht der häuslichen Krankenpflege im Rahmen der Pflegegrade. Die Zuständigkeit der Pflegeversicherung ergibt sich entsprechend aus einer langen Pflegebedürftigkeit. Als Richtwert gelten sechs Monate mit erheblicher Beeinträchtigung und der Notwendigkeit der Unterstützung bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität. Ist das bei Ihnen der Fall, müssen Sie einen Antrag auf Anerkennung des Pflegerades stellen.

Zuerst die Krankenkasse kontaktieren

Trotz Zuständigkeit der Pflegeversicherung ist die Krankenversicherung die koordinierende Stelle. Die Einstufung erfolgt dann durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse. Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt bereits pflegebedürftig sein, ist zu prüfen, ob eine Höherstufung Ihres Pflegegrades sinnvoll und möglich ist. Beachten Sie auch, dass Angehörige ebenfalls bestimmte Leistungen übernehmen müssen. Diese Leistungen müssen aber zumutbar sein. Außerdem muss die Person dazu in der Lage sein. Das umfasst z. B. die Gabe von Medikamenten, auch in Form von Spritzen. Wenn Angehörige sich weigern, müssen sie das begründen. Die Krankenkasse prüft dann den Grund für die Weigerung. Eine Begründung kann sein, dass sich der Angehörige überfordert fühlt, weil er durch die Schwere der Erkrankung eine Vielzahl weiterer Verpflichtungen auf sich genommen hat.

Wer trägt die Kosten für die häusliche Krankenpflege

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Leistungen, die erforderlich sind, um den Zweck der Maßnahme zu erfüllen, also einen Krankenhausaufenthalt abzukürzen oder zu verhindern. Was genau übernommen wird, ist im Sozialgesetzbuch streng geregelt. Dazu gehört auch die Häufigkeit der Maßnahmen, die denen des alltäglichen Lebens angeglichen sind. Für Leistungen, die Sie darüber hinaus wünschen, müssen Sie selbst aufkommen. Beachten Sie außerdem, dass die Krankenkasse die häusliche Krankenpflege genehmigen muss. Es genügt nicht, wenn Sie die ärztliche Verordnung einreichen. Die Krankenkasse kann die Kostenübernahme auch ablehnen oder den Zeitraum einschränken. Dennoch ist es nicht ungewöhnlich, dass Patienten in die Situation kommen, dass sie den Pflegedienst benötigen, obwohl die Genehmigung noch nicht vorliegt. In diesem Fall unterstützen die Mitarbeiter der Pflegedienste für gewöhnlich den Antrag und übernehmen die Pflege schon bevor eine Entscheidung gefallen ist. Genehmigt die Krankenkasse den Antrag, zahlt sie rückwirkend die bereits erbrachte Leistung.

Zusätzliche Kosten durch die häusliche Krankenpflege

In den ersten 28 Tagen müssen Sie 10 % der anfallenden Kosten selbst tragen. Das gilt bei längerer Pflege in jedem Jahr wieder neu. In diesem Fall zahlen Sie also pro Kalenderjahr vier Wochen 10 % der Kosten für den Pflegedienst. Die jeweils neu zu erstellende Verordnung schlägt jeweils mit 10 Euro zu Buche.

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