Krebsbehandlung - Diagnosebesprechung unter Ärzten

Gleichberechtigung in Deutschland? In 170 Jahren!

Mit ganz viel Glück …

Frauen arbeiteten im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen rund 79 Tage unentgeltlich. Jedes Jahr am 19. März macht deshalb der Equal Pay Day auf das Recht auf Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Bis zur wirtschaftlichen Gleichberechtigung ist es also noch ein weiter Weg. Und die Lücke scheint nicht kleiner, sondern größer zu werden. Denn laut des jährlichen Reports des Weltwirtschaftsforums (WEF) zum „Gender Gap“ ist die wirtschaftliche Gleichberechtigung in Deutschland rückläufig.

Frauen in Deutschland: Nur halb so viele wirtschaftliche Chancen wie Männer

Für das Jahr 2016 liegen Frauen in puncto wirtschaftlicher Chancengleichheit um 59 Prozent hinter den Männern. Und diese Lücke wurde nicht kleiner, sondern größer. Im letzten Jahr gingen Experten noch davon aus, dass der Gender Gap (Kluft zwischen den Geschlechtern)  in rund 118 Jahren Geschichte sein könnte. In diesem Jahr liegen die Schätzungen für Deutschland bereits bei 170 Jahren.

Wirtschaftliche Nachteile = Lücken in der Altersvorsorge

Dass deutlich weniger Frauen Führungspositionen besetzen und sie generell weniger Gehalt für die gleiche Tätigkeit als Männer bekommen, zieht gleich einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Nachteilen mit sich. Denn weniger Gehalt bedeutet auch, dass weniger Rücklagen für das Alter gebildet werden können. Hinzu kommen Beitragsunterbrechungen in die gesetzliche Rentenkasse, durch Elternzeit, die Pflege der eigenen Eltern und Teilzeittätigkeiten. Ganz abgesehen davon, dass Frauen durchschnittlich älter werden, als Männer und deshalb wesentlich höhere Rücklagen bilden müssten. Deshalb ist die Frau von heute umso mehr auf die private Vorsorge angewiesen.

Gender Gap: 74 von 144 Ländern haben sich verschlechtert

Seit dem Jahr 2005 bewertet der WEF-Bericht einmal pro Jahr anhand von vier Kategorien die Gleichheit der Geschlechter:

  • Gesundheit und Überlebenschancen (Geburten- und Sterberaten, durchschnittliche Lebenserwartung)
  • Wirtschaftliche Chancen (Gehalt, Arbeitsmarktchancen, Führungskräfte)
  • Bildungsweg ( Alphabetisierungsrate, Schuld- und Hochschulbildung)
  • Politische Teilhabe (Parlaments-, Kabinettssitze)

Der aktuelle 391-Seiten-Report hat 144 Länder untersucht. Bei 68 Ländern habe sich die Kluft zwischen den Geschlechtern verkleinert, in 74 Fällen ist sie allerdings noch größer geworden.

Skandinavier ganz weit vorne

Die Isländer weisen zum achten Mal in Folge den niedrigsten Gender-Gap auf. Sie konnten die Lücke bisher zu 87 Prozent schließen. Darauf folgen weitere skandinavische Länder: Finnland, Norwegen und Schweden. Den 5.Platz kann Ruanda für sich verbuchen. Deutschland liegt dagegen mit 76 Prozent weit abgeschlagen auf dem 13. Rang der Gesamtwertung.  Zum Vergleich: 2006 belegte Deutschland bei insgesamt 115 Ländern den 5.Rang.

Noch schlechter schneidet Deutschland in den einzelnen Kategorien ab:

Platz 10: Politische Teilhabe

Platz 54: Gesundheit und Überlebenschancen

Platz 57: Wirtschaftliche Chancen

Platz 100: Bildungsweg

Hier geht es zur vollständigen Studie.

Titelbild: © kantver

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