Krebsbehandlung - Krankenhausflur mit Krankenbetten

Generation Y: Nur vier Prozent haben eine Patientenverfügung

Sind digitale Vorsorge-Dokumente die Lösung?

In unserer schnelllebigen Zeit gibt es vor allem ein Thema, dem zu selten Platz eingeräumt wird. Dem Tod und damit auch der Art und Weise, wie wir sterben wollen. Natürlich lässt sich der Tod nicht planen. Dennoch können wichtige Vorkehrungen getroffen werden, damit man seine letzte Zeit auf Erden so selbstbestimmt wie nur möglich verleben kann. Laut einer Studie des IfD Allensbach aus dem Jahre 2014 haben zwar bereits 28 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Patientenverfügung verfasst, allerdings sind es bei den 16- bis 29-Jährigen (Generation Y) gerade mal vier Prozent. Und selbst, wenn eine Patientenverfügung abgeschlossen wurde, sind diese häufig unklar formuliert oder nicht rechtzeitig auffindbar. Unternehmen, die sich auf digital abrufbare Patientenverfügungen spezialisiert haben, sollen dies nun ändern. Eine Chance, um die junge Generation an das Thema Altersvorsorge heranzuführen?

Digital heißt vertrauen!

Natürlich unter der Voraussetzung, dass der Kunde auf den neuen digitalen Service vertraut. Für junge Menschen könnte diese Möglichkeit tatsächlich eine verlockende Alternative zu klassischen Vorsorge-Dokumenten sein, da sie wesentlich angstfreier sind, wenn es um das Preisgeben persönlicher Daten über digitale Wege geht, als der ältere Bevölkerungsteil.

Fragebogen + Software = Individuelle Patientenverfügung?

Patientenverfügungen lassen sich in Notsituationen häufig schlecht auffinden und die Aussagen darin sind meist so unklar formuliert, dass sie für die behandelnden Ärzte und die Angehörigen nutzlos sind. So sind sich trotz vorformulierter Vordrucke beide Parteien häufig uneinig darüber, ob die beschriebene Situation bereits eingetreten ist. Die Formulierung: “Folgende Anweisungen sollen im unmittelbaren Sterbeprozess gelten” sei beispielsweise für Ärzte viel zu ungenau.

Der elektronische Service kann über einen Online-Fragebogen Wünsche zu Diagnosen und Therapien sowie zu speziellen Notsituationen speichern: Unter welchen Umständen will der Betroffene wiederbelebt werden, will dieser Bluttransfusionen erhalten? Stimmt er einer künstlichen Ernährung zu? Will dieser zu Hause oder in einem Krankenhaus sterben? Mit Hilfe einer Software wird aus diesen Angaben eine individuelle Patientenverfügung erstellt und dort gespeichert. Der Kunde erhält einen Zettel, auf dem die Internetadresse und der persönliche Zugangscode stehen. Der Code wird dann auf der Versichertenkarte angebracht, damit Notärzte im Ernstfall schnell darauf zugreifen können.

Individuelle Beratung bleibt auf der Strecke

Fachanwälte und Medizinethiker stehen einer ausschließlich digitalen Verfügung sehr skeptisch gegenüber, da dabei das persönliche Gespräch, in dem die wichtigsten Fragen geklärt werden sollten, nicht stattfindet. Zwar bieten digitale Anbieter Hotlines zur Verfügung, doch auch diese ersetzen keinesfalls eine intensive Beratung zwischen einem Arzt oder Juristen und dem Betroffenen. Hinzu kommt, dass gewisse Wünsche, die man durch einen Fragebogen festlegen kann, gar nicht umgesetzt werden können.

So zum Beispiel der Wunsch, nach dem Verlust des Augenlichtes nicht mehr leben zu wollen. Denn dieser kollidiert ganz eindeutig mit der aktiven Sterbehilfe, die in Deutschland eine Straftat darstellt. Ein weiteres Problem sei die Definition bestimmter Lebensumstände. Zwar formuliert das Programm dann die Verfügung, doch erkrankt der Patient zusätzlich und lehnt Medikamente und intensivstationäre Behandlungen ab, würde er auch im Falle einer Lungenentzündung kein Antibiotika, sondern stattdessen eine palliative Behandlung bekommen.

Titelbild: © upixa

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