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Geldanlagen im Vergleich

In Zeiten des Niedrigzinses ist das Thema Geldanlage kein einfaches. Und gerade die geringen Renditen klassischer Sparprodukte lassen das Geld nur langsam wachsen. Dabei ist die Durstrecke noch lange nicht vorbei. Vor allem Sparern drohen schlechte Aussichten, denn auch in den kommenden Jahren prognostizieren Experten keine Besserung. Die Frage: Was tun mit dem Geld? Wir zeigen Ihnen, welche Geldanlagen es gibt und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Anlageformen mit sich bringen.

Konservative Formen der Geldanlage:
Tagesgeld | Festgeld | Sparbuch | Bausparer | Immobilien | Bundesanleihe | Renten- und Lebensversicherungen

Geldanlagen mit höherem Risiko:
Aktien | Aktienfonds | Anleihen | Derivate | Rohstoffe | ETFs | Kryptowährungen

Konservative Formen der Geldanlage

Grafisches Symbol für Tagesgeld mit grünbläulichem Hintergrund 1. Tagesgeld

Das Tagesgeld-Konto ist ein verzinstes Konto, das ausschließlich zur Kapitalanlage genutzt werden kann. Der Vorteil dieser Geldanlage ist, dass keine festgelegte Laufzeit besteht. Der Kontoinhaber kann daher jederzeit auf sein Geld zugreifen, was hohe Flexibilität bietet. Zudem besteht bei einem Tagesgeldkonto hohe Planbarkeit, da kein fixer Anlagebetrag festgeschrieben ist. Nachteilig sind jedoch die variablen Zinssätze. Diese sind nicht festgeschrieben und daher von der aktuellen Marktentwicklung abhängig.

Fazit: Ein Tagesgeldkonto ist sicher, flexibel jedoch wenig renditestark.

Grafisches Symbol für Festgeld mit blauem Hintergrund 2. Festgeld

Eine Alternative zum Tagesgeld ist das Festgeldkonto. Diese Anlageform besitzt den Vorteil, dass der Zins festgeschrieben und damit kalkulierbar ist. Der Nachteil: Auf einem Festgeldkonto wird ein einmalig hinterlegter Betrag verzinst. Ein dauerhaftes Besparen durch monatliche Einzahlungen ist daher nicht möglich. Auch die Laufzeit des Festgeldes ist festgelegt. Bei plötzlichen Geldsorgen kann also nicht auf das Ersparte zurückgegriffen werden. Die Anlagezeiträume variieren je nach Konto zwischen drei Monaten bis zu mehreren Jahren. Bei kurzen Zeiträumen wird das Festgeldkonto auch Termingeld genannt.

Fazit: Das Festgeld ist durch den festgelegten Zins planbar und sicher, jedoch aufgrund der Laufzeitbindung wenig flexibel.

Grafisches Symbol für Sparbuch mit grünem Hintergrund 3. Sparbuch / Sparplan

Der Klassiker unter den Geldanlagen: das Sparbuch. Ähnlich einem Tagesgeldkonto kann ein Sparbuch zu jeder Zeit in unterschiedlichsten Höhen bespart werden. Einzahlungen zwischendurch sind deeshalb kein Problem. Und auch die Auszahlungen sind relativ flexibel. So können bei vielen Banken Beträge bis 2000 Euro monatlich und der Gesamtbetrag nach einer dreimonatigen Kündigungsfrist abgehoben werden. Der Nachteil sind jedoch die variierenden Zinsen. Diese orientieren sich am aktuellen Leitzinssatz und sind entsprechend gering.

Fazit: Das Sparbuch lohnt sich für flexible, dauerhafte und sichere Anleger, die jedoch durch die niedrigen Zinsen keine allzu hohe Rendite erwarten können.

Grafisches Symbol für Bausparer mit weinrotem Hintergrund  4. Bausparer

Man könnte sagen, er ist der zweite Klassiker unter den Geldanlagen: der Bausparer. Ein Bausparvertrag ist eine Form der Geldanalage, die insbesondere zur Immobilienfinanzierung eingesetzt wird. Dabei wird über mehrere Jahre eine gewisse Summe angespart, die dann mit einem festgelegten Darlehen sowie einem Festzins zum Immobilienkauf oder -bau ergänzt wird. Bei Vertragsabschluss werden die Zinssätze, die Höhe des Darlehens, die Ansparungszeit sowie die spätere Tilgungszeit festgelegt. Während der Ansparphase wird der Bausparer regelmäßig bespart, bis er zuteilungsreif wird und ein Darlehen ausgegeben werden kann. Der Vorteil besteht daher klar in dem zu einem bestimmten Zinssatz festgelegten Darlehen. Zudem können beim Bausparer Wohnungsgeldprämien und vermögenswirksame Leistungen geltend gemacht werden. Jedoch beträgt die Laufzeit bis zur Zuteilungsreife oft mehr als 10 Jahre.

Fazit: Der Bausparer ist besonders für Anleger mit Immobilienwunsch geeignet, da das spätere Darlehen einen planbaren Zins besitzt. Gleichzeitig ist diese Form der Geldanlage aufgrund der langen Laufzeit eher unflexibel.

Grafisches Symbol für Immobilien mit grünbraunem Hintergrund5. Immobilien

Egal ob als Anlageform oder zur Eigennutzung, Immobilien sind seit Jahrzehnten eine der beliebtesten Geldanlagen. Und der Immobilienmarkt boomt. Das ist jedoch auch der Grund warum Immobilien derzeit besonders teuer sind. Für den Wert und die zukünftige Wertermittlung sind zudem beim Immobilienkauf die Lage, Ausstattung, Energieeffizienz, Bauweise und aktuelle Vermietungssituation ausschlaggebend. Zentral ist auch, dass Immobilien eine langfristige Anlageform darstellen. Ein Verkauf vor zehn Jahren gilt als Spekulation, sodass weitere Steuerzahlungen anfallen.

Fazit: Immobilien sind eine langfristige und – je nach Lage – besonders sichere Anlageform. Jedoch sind die Preise für Immobilien aufgrund der großen Nachfrage insbesondere auch in den Großstädten sehr hoch.

Grafisches Symbol für Bundesanleihen mit glaugrauem Hintergrund6. Bundesanleihen

Bundesanleihen gehören zur allgemeinen Kategorie der Staatsanleihen. Im Spezielleren verstehen sich Bundesanleihen als Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland. Besonders durch den jährlich ausgezahlten Festzins sowie die volle Rückzahlung der Einlage zum Laufzeitende, sind sie für die Geldanalage gut geeignet. Die Laufzeiten der Bundesanleihen betragen zwischen zehn und dreißig Jahren, sodass die Gelder vor allem langfristig angelegt werden können. Da zudem das Liquiditätsrisiko, also die Frage danach, ob die Bundesrepublik ihre Schulden begleichen kann, als relativ gering eingeschätzt wird, sind die Anlagen besonders sicher. Der Verkauf der Bundesanleihen kann auch über die Börse erfolgen. Hier gilt jedoch: Werden die Bundesanleihen vor Laufzeitende verkauft, können durch den Marktzins und den entsprechenden Anleihekurs Verluste entstehen.

Fazit: Bundesanleihen eignen sich besonders für Anleger, die ihr Geld langfristig – beispielsweise zur Altersvorsorge – investieren möchten. Kurzfristige Verkäufe der Anleihen sind bei schlechten Kursen oftmals mit Verlustgeschäften verbunden.

Grafisches Symbol für Lebensversicherung mit rotbraunem Hintergrund7. Renten- und Lebensversicherungen

Beide Versicherungen können zur Geldanlage dienen, jedoch unterscheiden sich die Renten- und Lebensversicherung grundlegend voneinander. Zunächst gibt es verschiedene Arten: Die Risikolebensversicherung ist allen voran zur finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen im Falle des Ablebens gedacht. Neben einer Gesundheitsprüfung, die Einfluss auf die Tarifhöhe hat, werden beim Abschluss auch die Laufzeit und die Versicherungssumme festgelegt. Neben der Risikolebensversicherung gibt es jedoch auch so genannte kapitalbildende Lebensversicherungen. Diese Form sichert im Falle des Todes sowohl die Hinterbliebenen ab, als auch den eigenen Ruhestand und eignet sich daher ebenfalls als Geldanlage. Erlebt der Versicherte das Vertragsende, wird die Versicherungssumme in Form von Einmal- oder monatlichen Zahlungen ausgeschüttet. Neben dieser spezielleren Form gibt es auch private Rentenversicherungen, die – je nach Tarif – monatliche Zahlungen im Ruhestand gewährleisten.

Fazit: Besonders für Personen, die ihr Geld in die Altersvorsorge investieren möchten, bietet sich eine kapitalbildende Lebensversicherung oder private Rentenversicherung an. Zwar sind hier frühzeitige Auszahlungen weniger rentabel, jedoch gibt es bereits Versicherungen, die auch flexiblere Lösungen durch Ansparpausen anbieten.

Geldanlagen mit höherem Risiko

Grafisches Symbol für Aktien mit dunkelgrünem Hintergrund 1. Aktien

Eine Anlageform mit höherem Risiko sind Aktien. Diese repräsentieren je nach Höhe einen bestimmten Anteil am Grundkapital eines Unternehmens. Erwirbt man also eine Aktie an der Börse, wird man Mitinhaber des Konzerns. Die Aktiengesellschaft wiederum verschafft sich durch die Ausgabe von Aktien Kapital. Die Aktien können je nach Börsenkurs steigen bzw. fallen. Der Vorteil am Aktienhandel ist, dass viele Aktiengesellschaften jährliche Dividenden auszahlen und die Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt mit hohem Gewinn wiederverkauft werden können. Das Risiko ist allerdings entsprechend hoch, denn wenn die Aktien sinken, dann drohen Verluste.

Fazit: Aktien sind eine risikoreichere Anlageform, die je nach Kurs aber viel Rendite bringen kann. Der Nachteil besteht jedoch in genau den Kursschwankungen und der somit nicht festgelegten Rendite. Außerdem sind Kursgewinne steuerpflichtig.

Grafisches Symbol für Aktienfonds mit blaugrauem Hintergrund 2. Aktienfonds

In Fonds wird Geld von Anlegern gebündelt und von Kapitalanlagegesellschaften in verschiede Anlageobjekte investiert. Der Aktienfonds ist damit ein Investmentfonds, der entweder ganzheitlich oder zum Großteil aus Aktien besteht. Der Mix an Aktien verteilt das Risiko und sorgt dabei für eine Risikostreuung. Manche Aktienfonds bieten auch themenspezifische Ausrichtungen z.B. nach Branchen oder Regionen an. Ein ökologischer Aktienfonds investiert beispielsweise nur in nachhaltig arbeitende Firmen. Doch Aktien tragen ein grundsätzliches Risiko. So ist auch ein Fonds abhängig von der Kursentwicklung an der Börse.

Fazit: Aktienfonds sind durch ihren Mix sicherer als Einzelaktien und bieten eine gute Rendite. Dennoch orientieren sich auch Fonds an der aktuellen Kursentwicklung. Sinkt diese, kann es auch hier zu Verlusten kommen.

Grafisches Symbol für Anleihen mit rotbraunem Hintergrund 3. Anleihen

Neben Aktien und Investmentfonds bieten auch Anleihen die Möglichkeit zur Geldanlage. Anleihen oder Rentenpapiere sind zinstragende Wertpapiere. Dabei kauft man Anleihen von einem Schuldner, die dem Gläubiger das Recht auf Rückerstattung samt vereinbarten Zinsen gibt. Der Schuldner kann so Geld zur Fremdfinanzierung aufnehmen und der Gläubiger bekommt eine gute Möglichkeit zur Kapitalanlage. Zu den Anleihen zählen beispielsweise Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen. Jedoch trägt diese Form der Geldanlage auch ein hohes Risiko, denn der Schuldner kann mit schlechter Bonität auch zahlungsunfähig werden. Aus diesem Grund sollten Anleihen auf verschiedene Emittenten aufgeteilt werden.

Fazit: Anleihen bieten wie Aktien eine hohe Ertragschance. Dennoch gibt es Ausfallrisiken, wenn der Schuldner die Zahlungen nicht mehr leisten kann. Besonders auf Sicherheit bedachte Personen sollten daher insbesondere Unternehmensanleihen meiden.

Grafisches Symbol für Derivate mit gelbraunem Hintergrund4. Derivate

Der Begriff des Derivats kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „ableiten“. Und genau das ist es, was Derivate machen. Sie leiten auf Basis einer bestimmten marktbezogenen Referenzgröße den wirtschaftlichen Wert ab. Die Basiswerte eines Derivats können dabei Wertpapiere, Indizes oder Rohstoffe sein. Mit einem Derivat kauft man also nicht direkt die Aktie, sondern setzt auf dessen Kursgewinn oder -verlust. Dabei können verschiedene Hebel in Kraft treten, so dass bei einem Gewinn der Aktie das Derivat einfach, zweifach oder beispielsweise zehnfach gewinnt. Damit sind die Derivate jedoch auch besonders risikoreich, denn die zugrundeliegenden Basiswerte unterliegen natürlich Kursschwankungen, die sich genauso – und bei einem Hebel besonders stark – auf das Derivat auswirken.

Fazit: Derivate unterliegen je nach Basiswert großen Schwankungen und eignen sich nur für risikofreudige Anleger. Ähnlich wie bei Aktien, können aber auch hohe Renditen erwirtschaftet werden. Dennoch sollten sich Laien nur mit Hilfe eines Experten dieser Geldanlageform nähern.

Grafisches Symbol für Rohstoffe mit blauem Hintergrund5. Rohstoffe

Die Anlage in Rohstoffe, wie beispielsweise Öl oder Edelmetalle, ist eine der ältesten und beliebtesten Geldanlageformen. Der Rohstoffmarkt regelt dabei den Wert des gekauften Rohstoffes. Besonders Edelmetalle, darunter vor allem Gold, lassen sich aufgrund ihres langen Haltbarkeitswertes als solide Geldanlage nutzen. Doch da in den vergangenen Jahren der Goldpreis besonders hoch war und die Nachfrage insbesondere auch von Staaten besonders groß ausfiel, ist der Anschaffungspreis sehr hoch. Zudem gibt es natürlich keine Garantie, dass die Preise weiter steigen werden.

Fazit: Zwar ist die Investition in Rohstoffe wie Gold ein bewährtes Mittel um Geld langfristig stabil anzulegen. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass vor allem bei Gold neben Aufbewahrungskosten bei der Bank, auch keine Zinsen oder Dividenden anfallen. Schwankt der Kurs, verliert der Rohstoff unter Umständen an Wert.

Grafisches Symbol für ETFs mit grünem Hintergrund6. ETFs

ETF ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung exchange-trade fund. Bei einem ETF handelt sich um einen Indexfonds, der an der Börse gehandelt wird. Das Prinzip ist dabei, dass der Indexfonds die Entwicklung eines Indexes – wie beispielsweise dem DAX – genau abbildet. Die Gewichtung und die in dem Fonds enthaltenen Titel sind dabei von dem Index genau vorgegeben. In einem DAX-ETF spekuliert man daher auf die Kursentwicklung des Deutschen Aktienindexes. Die enthaltenen Titel des ETF umfassen die 30 börsennotierten DAX-Unternehmen. Steigt der DAX, steigt also auch der ETF – und umgekehrt.

Fazit: Ähnlich wie bei Fonds sind ETF’s durch die Kombination der enthaltenen Titel sicherer als Aktien. Dennoch unterliegt aufgrund der Abbildung der Kursentwicklung auch der ETF starken Schwankungen. Daher können Geldanlagen in ETF’s zwar einerseits renditestark sein, aber auch unsicher.

Grafisches Symbol für Kryptowährung mit weinrotem Hintergrund7. Kryptowährungen wie Bitcoins und Ethereum

Der Hype um die neuen digitalen Münzen ist groß. Kryptowährungen erfreuen sich großer Beliebtheit, besonders aufgrund des weltweiten, dezentralen Zahlungssystems. Dabei gibt es zahlreiche verschiedene Währungen wie Bitcoins oder Ethereum, um nur die bekanntesten zu nennen. Doch der Preis wird – wie bei Aktien und Fonds – durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Dabei ist immer nur eine bestimmte Anzahl der Coins im Umlauf. Gehandelt werden die digitalen Münzen an eigenen Börsen. Hier ist zu beachten, dass diese Form der Geldanlage keine Einlagesicherungen besitzt. Geht eine Währung Bankrott, sind auch alle Münzen und damit das Geld verloren. Zudem fallen beim Kauf weitere Zahlungen an.

Fazit: Kryptowährungen sind, ähnlich wie Aktien, starken Kursschwankungen unterlegen. Jedoch können risikofreudige Anleger – je nach Währung – eine besonders hohe Rendite erzielen.

Titelbild:  ©v.poth

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